Wir sind nachhaltig unterwegs

Die BLKB ist sich ihrer Verantwortung als Finanzinstitut bewusst und setzt sich aktiv für eine nachhaltige Zukunft für Mensch, Gesellschaft und Umwelt ein. Nachhaltigkeit ist deshalb unser Geschäftsmodell. Im Berichtsjahr hat sich die BLKB ambitionierte Ziele gesetzt und sich zu konkreten und messbaren Massnahmen verpflichtet. Als erste Regionalbank der Schweiz ist die BLKB der Net-Zero Banking Alliance der UNO beigetreten. Die BLKB verpflichtet sich damit zu verbindlichen Klimamassnahmen im Kerngeschäft und richtet bis ins Jahr 2050 ihre Kredit- und Anlageportfolios auf Netto-Null-Emissionen aus.

Auch die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Bank bleibt wichtig. Im Berichtsjahr führte die BLKB ein Ausbildungsmodul zum Thema Nachhaltigkeit und deren Operationalisierung ein, das alle Mitarbeitenden absolvieren. Den Kundinnen und Kunden bietet die BLKB Produkte und Dienstleistungen an, mit denen sie ihr Geld verantwortungsbewusst anlegen oder ihr Eigenheim unkompliziert nachhaltig renovieren können. Das Schaffen von Transparenz ist ebenfalls ein wichtiger Teil des Engagements der Bank. Seit dem Berichtsjahr weist die BLKB im Nachhaltigkeitsbericht ihren Umgang mit Klimathemen transparent aus.

Wesentlichkeitsanalyse

Die BLKB steuert ihre Aktivitäten in den Wirkungsfeldern Mensch, Gesellschaft und Umwelt in 15 konkreten Nachhaltigkeitsthemen. Diese wurden auf Basis relevanter Branchen- und Berichterstattungsstandards wie jene der Global Reporting Initiative (GRI) und des Sustainability Accounting Standards Board (SASB) definiert. Sie berücksichtigen auch externe Nachhaltigkeitsratings und -studien sowie die Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen. Die Priorisierung der Themen erfolgte im Dialog mit verschiedenen Anspruchgsgruppen der BLKB.

GRI Content Index 2021

Die BLKB legt den Fortschritt ihrer Aktivitäten und ihrer Zielerreichung im Bereich Nachhaltigkeit mithilfe des GRI-Standards in Übereinstimmung mit der Berichtsoption «Kern» offen. Sie berücksichtigt dabei alle 15 definierten wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der Bank.

Allgemeine Angaben
Organisationsprofil (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
102-1
a

Name der Organisation

102-2
a-b

Aktivitäten der Organisation sowie primäre Marken, Produkte und Dienstleistungen

Als Universalbank vertreibt die BLKB Bankprodukte und Finanzdienstleistungen in der Schweiz, mit klarem Fokus auf die Region Nordwestschweiz, unter der Marke «BLKB» und mit dem Claim «Was morgen zählt».

Die BLKB offeriert eine breite Finanzberatung sowie eine vielfältige Finanzprodukt- und Finanzdienstleistungspalette für Privat- und Unternehmenskunden. Dazu gehören Kontoprodukte in den Bereichen Sparen, Anlegen, Vorsorge und Zahlen mit Debit- und Kreditkarten. Die Kreditprodukte umfassen Hypotheken, Baukredite und Darlehen, Kontokorrentkredite und feste Vorschüsse sowie Handelsprodukte. In der Vermögensberatung und -verwaltung werden alle gängigen Anlageprodukte in den wichtigsten Währungen sowie die dazugehörenden unterstützenden Produkte und Dienstleistungen angeboten, wie beispielsweise eine umfassende Finanzplanung. Zentral sind dabei die bankeigenen nachhaltigen Fonds. Die BLKB hat keine Aktivitäten im Investmentbanking.

Das Marktgebiet der BLKB fokussiert sich auf die Nordwestschweiz (Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Solothurn und Aargau) mit ergänzenden, überregionalen Geschäftstätigkeiten, insbesondere über digitale Kanäle.

102-3
a

Hauptsitz der Organisation

BLKB
Rheinstrasse 7
4410 Liestal

102-4
a

Länder, in denen die Organisation tätig ist

Schweiz

102-5
a

Eigentumsverhältnisse und Rechtsform

Öffentlich-rechtliche Körperschaft 

102-6
a

Marktgebiet und Kundensegmente

Das Marktgebiet der BLKB ist die Schweiz mit Fokus auf die Region Nordwestschweiz. Zu den Kundensegmenten gehören Privatkunden, Unternehmenskunden, institutionelle Kunden sowie externe Vermögensverwalter.

102-7
a

Grösse der Organisation

Im Berichtsjahr beschäftigte die BLKB 756 Mitarbeitende (Durchschnitt der Vollzeitpensen) in 24 Niederlassungen in der Nordwestschweiz (21 davon im Kanton Basel-Landschaft, eine im Kanton Basel-Stadt, eine im Kanton Solothurn und seit Dezember 2020 eine im Kanton Aargau). Im Februar 2021 eröffnete die BLKB eine weitere Filiale im Kanton Aargau. Weitere sieben Ortschaften werden mit der mobilen Bank bedient. Über moderne Direktkanäle haben Kundinnen und Kunden orts- und zeitunabhängig unkompliziert Zugang zu den Finanzprodukten und -dienstleistungen. Die Angebote in den Kategorien «Privatkunden» und «Unternehmenskunden» sind auf dem Webauftritt der BLKB einsehbar. Informationen zum Umsatz und Kapital der Bank können den Finanzkennzahlen und der Bilanz im Geschäftsbericht 2021 entnommen werden.

102-8
a-f

Informationen zu Mitarbeitenden und sonstigen Beschäftigten

Zur Belegschaft der BLKB zählten per 31. Dezember 2021 879 Mitarbeitende, davon 389 Frauen und 490 Männer. Der Durchschnitt der Vollzeitstellen über das ganze Berichtsjahr beträgt 756. Per Stichtag waren zehn Männer und neun Frauen in einem befristeten Arbeitsverhältnis angestellt. Die Teilzeitquote belief sich gesamthaft auf 29,4 Prozent und spezifischer bei Frauen auf 50,5 Prozent und bei Männern auf 12,6 Prozent. Aufgrund der lokalen Tätigkeit der BLKB wird auf eine detailliertere geografische Aufschlüsselung verzichtet.

Die Geschäftstätigkeiten der BLKB verursachen keine signifikanten saisonalen Schwankungen im Personalbestand und werden zum grössten Teil von Angestellten der BLKB durchgeführt. Wesentliche Auslagerungen werden gemäss Vorschriften der Aufsichtsbehörde (FINMA) gemeldet. Insbesondere im Bereich der IT lässt die BLKB in einem langfristigen Auftragsverhältnis Dienstleistungen von externen Expertinnen und Experten erbringen.

102-9
a

Beschreibung der Lieferkette

Vgl. GRI 204.

102-10
a

Signifikante Veränderungen bezüglich der Grösse, Struktur, Eigentumsverhältnisse und Lieferkette

Im Berichtsjahr gab es keine signifikanten Veränderungen bezüglich der Grösse, Struktur, Eigentumsverhältnisse und Lieferkette der BLKB.

102-11
a

Vorsorgeansatz oder Vorsorgeprinzip

Vgl. GRI 302, GRI 401 und GRI 102-18 für nähere Angaben zum Vorsorgeprinzip in Bezug auf die natürliche Umwelt und die Mitarbeitenden der BLKB sowie die organisatorische Verankerung der Nachhaltigkeit im Unternehmen. Die BLKB verpflichtet sich insbesondere zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens von 2015.

102-12
a

Externe Mitgliedschaften, Initiativen und Engagements

Die Bank ist bei wesentlichen Nachhaltigkeitsverbänden Mitglied und bringt sich dort aktiv ein (z.B. öbu, Swiss Sustainable Finance, swisscleantech). Dieser Grundsatz in Bezug auf Mitgliedschaften im Bereich Nachhaltigkeit ist Teil der Zielsetzungen 2030. Die aktive Mitgliedschaft der BLKB zeigt sich unter anderem im Engagement von Alexandra Lau, Mitglied der Geschäftsleitung und Geschäftsbereichsleiterin Strategie & Marktleistungen, die sich seit 2020 als Vorstandsmitglied des Verbands Swiss Sustainable Finance für einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Bankensektor einsetzt. Bankratspräsident Thomas Schneider unterstützt zudem als Vorstandsmitglied von swisscleantech, dass die Schweiz bis spätestens 2050 CO2-neutral wird. Zudem verpflichtet sich die BLKB als Mitglied der Net-Zero Banking Alliance (NZBA), ihre Kredit- und Anlageportfolios bis spätestens 2050 auf Netto-Null-Emissionen auszurichten.

Eine aktuelle Aufstellung der wichtigsten Mitgliedschaften der BLKB ist auf dem Webauftritt einsehbar: blkb.ch/mitgliedschaften.

Mitgliedschaften:

  • Athletes Network (Beitritt 2021)
  • Basler Bankenvereinigung (BBVg)
  • Baselbieter Energiepaket
  • Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW)
  • Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel
  • Handelskammer beider Basel (HKBB)
  • Minergie Schweiz
  • Montréal Carbon Pledge
  • Net-Zero Banking Alliance (Beitritt 2021)
  • öbu – Der Verband für nachhaltiges Wirtschaften
  • Principles for Responsible Investment (UN PRI)
  • Smart Regio Basel (SRB)
  • SwissBanking – Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg)
  • swisscleantech
  • swisspeers AG (Beitritt 2021)
  • Swiss Sustainable Finance (SSF)
  • Task Force for Climate-related Financial Disclosures (TCFD) (Beitritt 2021)
  • Verband Arbeitgeber Banken
  • Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB)

Initiativen und Engagements:

  • 100 fürs Baselbiet mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der Standortförderung Baselland
  • bike to work
  • BLKB-Stiftung für Kultur und Bildung (ehemalig: BLKB Jubiläumsstiftung)
  • Business Parc Reinach
  • Campus Unternehmertum mit dem Gewerbeverband Basel-Stadt
  • CAS Unternehmensführung KMU mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW)
  • CAS Future Banking mit Kalaidos Fachhochschule Schweiz
  • Cargo sous terrain
  • #CEO4Climate
  • Christoph Merian Kantonalbanken Stiftung
  • CO2-Bodenprojekt mit Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung
  • CreaLab Innovationswoche mit Studentinnen und Studenten der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW)
  • Partnerschaft mit EBL (Genossenschaft Elektra Baselland)
  • FAMIES-Kooperation im Bereich Wiedereinstieg von Mitarbeiterinnen nach Mutterschaftsurlaub
  • FinanceMission
  • Jobs for Juniors
  • MIND CLINIC
  • Proitera
  • Pro Senectute
  • sun2050 mit EBL und Primeo Energie 
  • Swiss Innovation Challenge mit der FHNW und der Wirtschaftskammer Baselland
  • Unicef Change for Good
  • Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V.
  • Wald von morgen mit WaldBeiderBasel
  • wemakeit-Kooperation Crowdfunding
  • Wirtschaftsforum Binningen
  • Wirtschaftskammer Baselland
  • womenmatter/s-Kooperation im Bereich Gleichstellung von Frauen in der Berufswelt und Förderung der Talentpipeline
  • Work Smart Charta 

Sonstiges:

  • Diverse kulturelle Engagements in den Bereichen Musik und Ballett sowie andere Kulturprojekte
  • Diverse Breitensport-Engagements mit Schwerpunkt beim Laufsport und bei traditionellen Sportarten in der Region wie Turnen, Schwingen, Schiesssport und Wandern
  • Unterstützung von Vereinen in der Region
102-13
a

Mitgliedschaften in Industrie-/Wirtschafts- oder anderen Verbänden

Vgl. GRI 102-12.

Strategie (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
102-14
a

Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers der Organisation

Vgl. Interview und Lagebericht im Geschäftsbericht (S. 6 bzw. S. 15).

Ethik und Integrität (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
102-16
a

Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen der Organisation

Die Unternehmenswerte der BLKB lauten: Einfachheit, Leistungsorientierung, Innovation, Integrität, Sicherheit, Nähe, Marktorientierung und Zukunftsorientierung. Die wichtigsten Verhaltensnormen zur Geschäftsethik und Integrität sind im Verhaltenskodex der BLKB aufgeführt, der für alle Mitarbeitenden als Bestandteil der Allgemeinen Anstellungsbedingungen verpflichtend ist. Folgende Themen sind darin unter anderem abgedeckt: Geldwäscherei, Korruption, Finanzierung von Terrorismus, Steuerkonformität, Bank- und Geschäftsgeheimnis, Datenschutz, Insiderinformationen, Interessenskonflikte, Gleichstellung, Werbung und externe Kommunikation, Dokumentationspflicht, Nachhaltigkeitsprinzipien, Arbeitsumfeld, Kundenorientierung und faire Geschäftspraxis.

Weiter handelt die BLKB nach den Grundsätzen, welche in ihrem Leitbild, ihren Überzeugungen sowie in den Zielsetzungen 2030 festgehalten sind.

Unternehmensführung (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
102-18
a-b

Allgemeine Führungsstruktur und zuständige Gremien für ökonomische, ökologische und soziale Fragestellungen

Die Geschäftsleitung und der Bankrat mit seinen Gremien werden im Corporate-Governance-Bericht im Geschäftsbericht 2021 vorgestellt (vgl. Geschäftsbericht, S. 31). Weitere Informationen zur Corporate Governance finden sich zudem im GRI 419.

Für ein wirksames Nachhaltigkeitsmanagement stellt die BLKB ihre Organisation entsprechend auf, was sie auch in den Zielsetzungen 2030 festhält: «Strukturen und Verantwortlichkeiten rund um das Thema Nachhaltigkeit sind definiert und organisatorisch eingebettet, damit Massnahmen wirkungsvoll umgesetzt werden können.»

Das Nachhaltigkeitsmanagement der BLKB ist federführend in der Entwicklung und Umsetzung von Massnahmen zur Förderung der Zukunftsorientierung in Einklang mit der Geschäftsstrategie. Die Leiterin Nachhaltigkeit im Ressort Strategie, Innovation und Nachhaltigkeit leitet den Bereich, bereitet mit ihren drei Mitarbeitenden Entscheidungsgrundlagen vor und arbeitet eng mit den 15 Themenownern und ca. 30 Mitarbeitenden, den Champions der Zukunftsorientierung, zusammen. Diese treiben das Nachhaltigkeitsmanagement in ihren jeweiligen Geschäftsbereichen bzw. Ressorts voran. Mindestens viermal jährlich erstattet die Leiterin Nachhaltigkeit Bericht an die Geschäftsleitung. Die Umsetzung von Initiativen in den diversen Nachhaltigkeitsthemen (vgl. Wesentlichkeitsanalyse) erfolgt in einzelnen Arbeits- bzw. Projektgruppen. Damit kommt die BLKB ihrem Ziel nach, die Mitarbeitenden auf dem Weg zur Zukunftsorientierung mitzunehmen und stark einzubinden: «Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestalten das Engagement der Bank im Bereich Nachhaltigkeit aktiv mit. Die Bank schafft entsprechende Rahmenbedingungen und fördert den internen Dialog» (vgl. Zielsetzungen 2030).

Die wichtigsten Gremien für ökonomische, ökologische und soziale Fragestellungen sind demnach der Bankrat, die Geschäftsleitung, das Ressort Strategie, Innovation und Nachhaltigkeit sowie die Themenowner und die Champions der Zukunftsorientierung. Seit April 2020 gibt es zusätzlich einen unabhängigen externen Nachhaltigkeitsbeirat, der insbesondere die Leiterin Nachhaltigkeit, die Geschäftsleitung und den Kreditausschuss berät und Empfehlungen zu strategischen und operativen Fragestellungen rund um die Nachhaltigkeit ausarbeitet. Aktuell umfasst der Nachhaltigkeitsbeirat die Grossratspräsidentin Basel-Stadt Jo Vergeat, den Sozialethiker und Kommunikationsexperten Stephan Feldhaus, sowie Philipp Schoch, Gemeinderat Pratteln und ehemaliger Landrat Basel-Landschaft.

In Bezug auf das Risikomanagement im Nachhaltigkeitsmanagement bildet das für die Umsetzung zuständige Ressort mit den ausführenden Mitarbeitenden die First Line of Defense. Je nach Situationslage und Thematik nehmen das Risk Management, das Ressort Strategie, Innovation und Nachhaltigkeit oder das Investment Controlling die Rolle der Second Line of Defense ein. Third Line of Defense ist die Interne Revision als eine der übergreifenden Kontrollstellen im Risikomanagement. Die zentralen Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Nachhaltigkeitsmanagement sind im Internen Kontrollsystem hinterlegt und zugewiesen.

Die BLKB engagiert sich bei wesentlichen Nachhaltigkeitsverbänden mit Sitz im Vorstand: Thomas Schneider, Bankratspräsident der BLKB, ist seit März 2020 im Vorstand von swisscleantech und gemeinsam mit der Leiterin Nachhaltigkeit der BLKB in deren Arbeitsgruppe Sustainable Finance. Alexandra Lau, Geschäftsbereichsleiterin Strategie & Marktleistungen, ist seit Juli 2020 im Vorstand von Swiss Sustainable Finance. Zusätzlich wirkt die BLKB bei Swiss Sustainable Finance mit einem Investmentspezialisten in der Arbeitsgruppe Sustainable Investing in Wealth and Asset Management mit. Zudem hat der Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) eine Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit gegründet. Die Leiterin Nachhaltigkeit ist im Kernteam vertreten.

2021 ergänzte der VSKB sein Angebot im Nachhaltigkeitsbereich. Die BLKB bringt sich dabei mit ihrem Wissen in den VSKB ein. Sie stellt ihr Know-how in vorab definierten Fragestellungen über den VSKB auch anderen Kantonalbanken zur Verfügung. Weiter verstärkt die BLKB seit 2021 ihr Engagement für einen nachhaltigen Schweizer Banksektor über die Mitwirkung in einer entsprechenden Arbeitsgruppe der Bankiervereinigung. Auf diese Weise kommt die BLKB ihrem Anspruch in den Zielsetzungen 2030 nach, sich in relevanten Nachhaltigkeitsinitiativen und/oder -interessengemeinschaften aktiv einzubringen.

Für Informationen zu weiteren Mitgliedschaften und Engagements vgl. GRI 102-12.

Einbindung von Stakeholdern (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
102-40
a

Liste eingebundener Stakeholder

Vgl. GRI 102-42.

102-41
a

Informationen zu Tarifverhandlungsvereinbarungen

Die BLKB formuliert eigene Anstellungsbedingungen, daher unterstehen keine Mitarbeitenden einer Tarifverhandlungsvereinbarung.

102-42
a

Ermittlung und Auswahl der Stakeholder

Im Rahmen des Wesentlichkeitsprozesses, der als Grundlage für die Berichterstattung dient, hat die BLKB 2019 mit verschiedenen internen sowie externen Anspruchsgruppen ihre Nachhaltigkeitsthemen diskutiert und bewertet. Dabei wurden Anspruchsgruppen einbezogen, die von den Geschäftstätigkeiten der BLKB betroffen sind und/oder einen wesentlichen Einfluss auf die BLKB haben, namentlich: Bankrat, Geschäftsleitung, Mitarbeitende sowie Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmens- und Privatkunden, Politik, FinTech-, Nachhaltigkeits- bzw. Branchenorganisationen sowie Nichtregierungsorganisationen.

Für weitere Erläuterungen zum Wesentlichkeitsprozess vgl. Kapitel Wesentlichkeitsanalyse.

102-43
a

Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern

Zentraler Grundsatz der BLKB im Stakeholder-Management ist es, einen transparenten, klaren und aufrichtigen Dialog mit den verschiedenen Anspruchsgruppen zu führen. Deswegen stehen Transparenz in der internen und externen Kommunikation und der regelmässige Austausch mit den Anspruchsgruppen explizit in den Zielsetzungen 2030. Die Einbindung der Anspruchsgruppen zeigt sich über diverse Aktivitäten: Mitgliedschaften in Verbänden und Engagements (vgl. GRI 102-12), Medienarbeit, Beschwerde- und Feedbackmanagement (vgl. GRI 417), Veranstaltungen mit Unternehmens- und Privatkundinnen und -kunden, Mitarbeitendenumfragen und -gespräche (vgl. GRI 401), Bankratssitzungen, Wesentlichkeitsprozess (vgl. GRI 102-42), Netzwerktreffen der Themenowner und der Champions der Zukunftsorientierung sowie Blogbeiträge in der Kategorie Nachhaltigkeit.

Mittels Umfragen ermittelt die BLKB themen- und/oder segmentspezifisch die Bedürfnisse von (potenziellen) Kundinnen und Kunden. Die BLKB bereitet die relevanten Informationen adressatengerecht auf und steht getreu ihrem Markenversprechen in einem offenen und ehrlichen Dialog mit ihren Anspruchsgruppen.

Im Nachhaltigkeitsmagazin «hüt&morn» publiziert die BLKB Beiträge über Nachhaltigkeit und verschiedene Themen der Zukunft. Damit will die Bank den Diskurs rund um eine nachhaltige Region aktiv mitprägen.

Die BLKB führt seit 2014 einen Wesentlichkeitsprozess basierend auf einer internen und externen Stakeholder-Analyse durch und berichtet seit 2001 regelmässig über Schwerpunkte und Verbesserungen im Nachhaltigkeitsmanagement.

102-44
a

Wichtige Themen und Anliegen der Stakeholder

Der Stakeholder-Dialog im Rahmen des Wesentlichkeitsprozesses (vgl. GRI 102-42 und Kapitel Wesentlichkeitsanalyse) fand im September 2019 im Beisein des Bankratspräsidenten, des CEO und zweier weiterer Geschäftsleitungsmitglieder statt. Dadurch ist sichergestellt, dass die geäusserten Erwartungen und Feedbacks in die Arbeit der höchsten Gremien der Bank einfliessen.

Die Themen «Risikomanagement, Compliance und Integrität» und «Volkswirtschaftliche Sicherheit» wurden übereinstimmend als zwingende Voraussetzungen im Geschäftsmodell der BLKB betrachtet. Darüber, ob die BLKB für die Region «too big to fail» sei, gingen die Meinungen der Stakeholder auseinander. Nichtregierungsorganisationen und Nachhaltigkeitsverbände erwarten eine aktive Steuerung der Nachhaltigkeit über das Kredit- und Anlagegeschäft. Unternehmenskundinnen und -kunden äusserten diesbezüglich die Befürchtung, dass die Prozesse komplizierter würden und in Verzögerungen in der Dienstleistung resultieren könnten. Die Kundenorientierung ist aus Sicht der Anspruchsgruppen für den Erfolg der Bank entscheidend. Ausserdem wurde betont, dass auch die Digitalisierung nicht zulasten der Kundenzufriedenheit gehen dürfe. Beim Aspekt der physischen und psychischen Gesundheit der Mitarbeitenden sahen die Anspruchsgruppen in erster Linie die Mitarbeitenden in der Eigenverantwortung und die BLKB in einer Unterstützungsrolle. Die Unternehmenskultur wurde hierfür als zentraler Hebel identifiziert. Konsequenterweise schrieben die Stakeholder dem Thema «Motivierende Führungs- und Arbeitskultur» eine deutlich höhere Relevanz zu als dem Thema «Gesundheit am Arbeitsplatz».

Vorgehensweise bei der Berichterstattung (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
102-45
a-b

Im Konzernabschluss enthaltene Einheiten

Die Berichterstattung umfasst einzig die BLKB als gesellschaftliche Entität.

102-46
a-b

Verfahren zur Bestimmung des Berichtsinhalts und Anwendung der relevanten Prinzipien

Die Prozesse zur Bestimmung des Berichtsinhalts sind im Kapitel Wesentlichkeitsanalyse beschrieben. Bei der Erarbeitung der Inhalte des Berichts waren Mitarbeitende in unterschiedlichsten Funktionen beteiligt, allen voran die Themenowner und die Champions der Zukunftsorientierung (vgl. GRI 102-18).

102-47
a

Liste der identifizierten wesentlichen Themen

102-48
a

Neudarstellungen von Informationen in der Berichterstattung

Für das Berichtsjahr 2021 wurden keine signifikanten Anpassungen am Konzept und der Struktur der Berichterstattung vorgenommen.

102-49
a

Änderungen in der Liste der wesentlichen Themen und Abgrenzungen der Themen

Für das Berichtsjahr 2021 wurden keine Änderungen in der Liste der wesentlichen Themen und Abgrenzungen der Themen vorgenommen.

102-50
a

Berichtszeitraum

1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021.

102-51
a

Publikationsdatum des letzten Berichts

Der Nachhaltigkeitsbericht 2020 wurde am 25. März 2021 veröffentlicht.

102-52
a

Berichtszyklus

Jährlich

102-53
a

Ansprechpartner bei Fragen zum Bericht oder dessen Inhalt

102-54
a

Erklärung zur Übereinstimmung des Berichts mit den GRI-Standards

Dieser Bericht wurde in Übereinstimmung mit den GRI-Standards Option «Kern» erstellt. 

102-55
a-b

Indexierung der GRI-Standards

Die angewandten GRI-Standards können der Inhaltsübersicht entnommen werden.

Die Nummer der GRI-Standards ist im Index ausgewiesen. Die Angaben beziehen sich auf die GRI-Standards 2016 mit Ausnahme von GRI 306: Abfall (2020) und GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (2018).

102-56
a-b

Externe Prüfung

Der Nachhaltigkeitsbericht 2021 wurde nicht extern geprüft.

Ökonomische Themen
GRI 201: Wirtschaftliche Leistung (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf wirtschaftliche Leistung

Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzung

Die Eigentümerstrategie des Kantons Basel-Landschaft hält fest: «Die BLKB hat den Zweck, im Rahmen des Wettbewerbs und ihrer finanziellen Möglichkeiten zu einer ausgewogenen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Kantons und der Region Nordwestschweiz beizutragen.» Basis dafür ist eine gesunde Geschäftsentwicklung mit einem langfristig guten wirtschaftlichen Leistungsausweis. Die BLKB arbeitet deshalb stetig daran, aus den sich ändernden Kundenbedürfnissen in einem dynamischen Umfeld Chancen zu generieren. Ziel der BLKB ist es, heute wie auch morgen in der Region Nordwestschweiz die bevorzugte Partnerin in finanziellen Angelegenheiten zu sein. Aufgrund der zentralen Rolle, die Banken für eine Volkswirtschaft spielen, haben die Geschäftstätigkeit und die Art und Weise, wie sie diese ausüben, potenziell tiefgreifende Auswirkungen auf das Wohlergehen der Gesellschaft. Deswegen ist die BLKB von grosser Bedeutung für die Region Nordwestschweiz. Die Bank führt ihre Tätigkeiten in vollem Bewusstsein dieser gesellschaftlichen Verantwortung aus.

Die folgenden Ausführungen gehen näher auf die wesentlichen Themen «Volkswirtschaftliche Sicherheit», «Gesellschaftliches Engagement», «Digitale Innovation und Transformation» sowie teilweise «Regionale Wertschöpfung» ein. Letzteres wird auch in GRI 204 in Bezug auf das Thema Beschaffung behandelt (vgl. wesentliche Themen).

Für nähere Informationen zur wirtschaftlichen Rolle der BLKB als Arbeitgeberin und als Kundin regionaler Zulieferer vgl. GRI 401 bzw. GRI 204.

Der Managementansatz und seine Bestandteile
Strategie, Prozesse und Instrumente

Die Eigentümerstrategie gibt der BLKB die Stossrichtung und einen klaren Leistungsauftrag vor. Ihre wichtigsten Grundsätze sind: Stabilität, Nachhaltigkeit, Risikobewusstsein und der regionale Fokus. Die Eigentümerstrategie postuliert ein klares Bekenntnis zur Region Nordwestschweiz sowie ihrer Wirtschaft und Bevölkerung. Dabei verpflichtet sich die Bank zu ethischem und nachhaltigem Handeln. Der primäre Auftrag der Bank ist die finanzielle Grundversorgung im Kanton. Im Gegenzug haftet der Kanton im Krisenfall für die Verbindlichkeiten der BLKB, soweit ihre eigenen Mittel nicht ausreichen (Staatsgarantie). Sofern die Vorgaben der Eigentümerstrategie nicht verletzt und keine ausserordentlichen Risiken eingegangen werden, darf die Bank auch ausserhalb der Region und im Ausland geschäftlich aktiv werden. So hat die BLKB beispielsweise im Berichtsjahr zwei Filialen im Fricktal eröffnet und bietet somit ihre Leistungen in den Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Solothurn und neu auch im Kanton Aargau an. Ihr ist es hingegen nicht gestattet, sich in hochkomplexen Geschäftsfeldern zu betätigen, die entsprechend volatil und mit ausserordentlichen Risiken verbunden wären.

Unter Einhaltung dieser Rahmenbedingungen verfolgt die BLKB ihre Strategie, die auf einer soliden Eigenkapitalquote fusst (Kernkapitalquote CET 1 von > 20 Prozent), welche die gesetzliche Minimalanforderung übersteigt. Damit gewährleistet die Bank eine hohe Absicherung der Kundengelder sowie die volkswirtschaftliche Stabilität in der Region.

Strategie 2017–2022

  

Kerngeschäft
Innovation und Unternehmensentwicklung
Ergänzendes Geschäft
Strategische Absicht

Kerngeschäft vertiefen und Geschäftspotenzial systematisch ausschöpfen.

Mit Erfindergeist und Innovation die Existenz und die Erträge von morgen sichern.

Fähigkeiten des Kerngeschäfts einsetzen und in Zusatzerträge ummünzen.

Segmente
  • Privatkunden
  • Unternehmenskunden
  • Entstehende Märkte
  • Direktkanalaffine Kunden
  • Sehr vermögende Kunden
  • Grossfirmen
  • Externe Vermögensverwalter
Marktpositionierung und Reichweite
  • Qualitätsführerschaft
  • Region Nordwestschweiz
  • Innovative, einfache Lösungen
  • Ganze Schweiz
  • Angebot des Kerngeschäfts
  • Überregionale Geschäftstätigkeit

Parallel zur Umsetzung der aktuellen Geschäftsstrategie 2017–2022 wurde im Berichtsjahr ein neuer Strategie-Entwicklungsprozess angestossen. Die neue Strategie wird per 2023 lanciert.

Die interne Zielsetzung für Mitarbeitende orientiert sich an der Geschäftsstrategie. Zur erfolgreichen Umsetzung der Strategie sind sowohl eine motivierende Arbeitskultur (vgl. GRI 401) als auch die Kundennähe (vgl. GRI 417) von zentraler Bedeutung. Dank des dichten und gut betreuten Filialnetzes in der Nordwestschweiz lebt die BLKB ihre Kundennähe und ermöglicht einen einfachen Zugang zu Finanzdienstleistungen. Damit kann die BLKB neue oder sich wandelnde Bedürfnisse frühzeitig erkennen. Weil die Bank regional verankert ist, profitiert sie ausserdem vom Vertrauen und der hohen Loyalität, die ihr bestehende Kundinnen und Kunden entgegenbringen.

Um ihre Position als bevorzugte Finanzdienstleisterin der Region zu sichern und die Veränderungen in der Finanzindustrie aktiv mitzugestalten, fördert die BLKB gezielt die interne Innovationsfähigkeit. Dazu geht die Bank auch strategische Partnerschaften mit Firmen jenseits der Kantonsgrenzen ein. Ein Beispiel ist die im Berichtsjahr gestartete Kooperation mit Lombard Odier. Für Privatkundinnen und -kunden mit hohem Anlagevolumen will die BLKB so einzigartige nachhaltige Anlageservices entwickeln. Weiter fokussiert sich die BLKB insbesondere auf die Chancen der Digitalisierung. Eine wichtige Rolle spielt der Ausbau digitaler Lösungen und Kanäle, die potenziellen Kundinnen und Kunden Zugang zu innovativen Produkten und Dienstleistungen der BLKB bieten. Zum Ausbau der digitalen Leistungen hat die BLKB im Berichtsjahr mit radicant ag eine rein digitale Finanzdienstleisterin gegründet, die Kundinnen und Kunden schweizweit nachhaltige Finanzleistungen und personalisierte Finanzberatungen anbieten wird. Die radicant ag wird voraussichtlich im Jahr 2022 ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen.

Die BLKB versteht sich auch über ihr Kerngeschäft hinaus als Partnerin der Region und engagiert sich mittels Sponsoring in den Bereichen Sport, Kultur und Gesellschaft. Unterstützte Projekte müssen ihren Bezug zur Nordwestschweiz nachweisen, Nutzen für die Allgemeinheit schaffen und den Nachhaltigkeitskriterien der BLKB entsprechen (vgl. Sponsoring-Richtlinien der BLKB). In herausfordernden Zeiten gemeinsam nach Lösungen zu suchen, gehört für die BLKB zu einer verlässlichen Partnerschaft. Die BLKB hat ihre Sponsoring-Beiträge, während der Covid-19-Pandemie im Berichtsjahr weiterhin nach angefallenem Aufwand geleistet sowie auslaufende Sponsoringverträge um ein Jahr verlängert. Viele Veranstaltungen und andere Vorhaben konnten 2021 leider nicht wie geplant durchgeführt werden.

Das Engagement der BLKB setzt sich aus langjährigen und neuen Projekten zusammen, darunter:

  • 100 fürs Baselbiet: In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Standortförderung Baselland unterstützt die BLKB innovative KMU und Start-ups mit Bezug zur Region. Dies wurde im Berichtsjahr in Form des neuen Programms inQbator vertieft.
  • Baselbieter Energiepaket: Die BLKB unterstützt das kantonale Förderprogramm für Energieeffizienz und erneuerbare Energie im Gebäudebereich. Ergänzend ermöglicht die Bank durch die «Energie-Hypothek» die Finanzierung von energieeffizienten Bauprojekten.
  • BLKB Stiftung für Kultur und Bildung: Die Stiftung fördert kulturelle Anlässe und Projekte sowie den beruflichen und wissenschaftlichen Nachwuchs in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der jährlich verliehene Kantonalbankpreis zeichnet Persönlichkeiten mit besonderen Leistungen in Kultur, Gesellschaft und Sport aus.
  • Crowdfunding: Die BLKB unterstützt Start-ups sowie kreativen Ideen für Gesellschaft und Umwelt aus der Nordwestschweiz über den Crowdfunding-Kanal auf wemakeit. Die BLKB finanziert bis maximal 2‘000 CHF und vermarktet die Projekte auf ihrem Webauftritt und ihren Social-Media-Kanälen.
  • Das Dingsda im Museum: Die BLKB und die Fondation Beyeler lancierten im Berichtsjahr ein generationsübergreifendes Kunstvermittlungsprojekt. Das Museumsspiel «Das Dingsda im Museum» begleitet Seniorinnen und Senioren mit Kindern beim gemeinsamen Museumsbesuch.
  • Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung: Die BLKB kompensiert seit dem Berichtsjahr die CO2-Emissionen ihres Betriebs lokal in einem gemeinsamen Klimaschutzprojekt mit Ebenrain. Dabei werden die Böden im Kanton Basel-Landschaft durch Humusaufbau als CO2-Speicher genutzt. Die entsprechende Kompensationsleistung der BLKB kann im Jahr 2024 nach Auswertung der Bodenproben ausgewiesen werden. (vgl. GRI 302 und 305 für Details zu Umweltschutz und Emissionen).
  • EBL: Die BLKB unterstützt das Programm zur Förderung der Elektromobilität und den Ausbau der Photovoltaik in der Region.
  • E-Bike-Land Nordwestschweiz: Die BLKB unterstützt seit 2015 die E-Mobilität in der Region und ist seit dem Berichtsjahr Hauptpartnerin des Projekts «E-Bike-Land Nordwestschweiz». Als Hauptsponsorin beteiligte sich die BLKB zudem an der Finanzierung von 20 neuen Ladestationen für E-Bikes in der Region.
  • FinanceMission: Über FinanceMission fördert die BLKB ein innovatives Lernspiel zur Steigerung der Finanzkompetenz von Schülerinnen und Schülern in der Sekundarschule.
  • Jobs-for-Juniors-Karte: Mit der Debitkarte «Jobs-for-Juniors» unterstützt die BLKB seit vielen Jahren eine private Initiative zur Vermeidung der Jugendarbeitslosigkeit in der Region, im Berichtsjahr mit 470‘400 CHF. Der Spendenbeitrag wird je zur Hälfte an die Jobfactory Basel und die KMU-Lehrbetriebsverbund AG ausbezahlt.
  • Jugendbudget: Die BLKB ist Teil der gemeinsamen Initiative aller Kantonalbanken der Schweiz. Jugendbudget.ch leistet einen Beitrag zur Förderung der Finanzkompetenz junger Menschen.
  • Klimaschule in Gelterkinden: Die Sekundarschule Gelterkinden ist Teilnehmerin am vierjährigen Bildungsprogramm «Klimaschule» der Klimaschutzorganisation MYBLUEPLANET. Die BLKB unterstützte das Projekt im Berichtsjahr als Patin. 
  • Net-Zero Banking Alliance: Als erste Regionalbank der Schweiz hat sich die BLKB im Berichtsjahr der Net-Zero Banking Alliance der Vereinten Nationen angeschlossen. Sie verpflichtet sich damit, ihre Kredit- und Anlageportfolios bis 2050 auf Netto-Null-Emissionen auszurichten. Diese Verpflichtung steht im Einklang mit dem Nachhaltigkeitsverständnis der Bank und den Zielen des Pariser Klimaabkommens.
  • Pro Senectute beider Basel: Die BLKB unterstützt die Stiftung Pro Senectute beider Basel und bekräftigt damit ihr Engagement für das Wohlbefinden älterer Menschen in der Region. Vgl. GRI 102.
  • Smart Regio Basel: Mit der Kooperation leistet die BLKB einen Beitrag zu einer intelligenten und nachhaltigen Entwicklung der Region Basel hin zu einer Smart City.
  • sun2050: Gemeinsam mit der EBL und Primeo Energie gründete die BLKB die Plattform sun2050. Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer können online einfach und präzise das Solarpotenzial ihres Eigenheims berechnen. 
  • Swiss Innovation Challenge: In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Wirtschaftskammer Baselland fördert die BLKB die Innovationskraft regionaler Unternehmen.
  • swisspeers AG: Die BLKB beteiligt sich an der swisspeers AG. Die digitale Plattform swisspeers ermöglicht KMU einen einfachen und schnellen Zugang zu Finanzierungslösungen. Anlegerinnen und Anleger können sich über die Plattform direkt an Krediten für KMU beteiligen.
  • Tag der Wirtschaft: Die BLKB ist Hauptsponsorin des Tags der Wirtschaft. An dieser Konferenz tauschen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft der Nordwestschweiz zu relevanten Themen aus.
  • Vogelzugstation Ulmethöchi erneuert: Die BLKB beteiligt sich im Berichtsjahr mit einer Spende am Ersatzneubau der Ulmethütte, die als Basis für die Erforschung der Vogelzüge dient.
  • WaldBeiderBasel: Die BLKB unterstützt in Partnerschaft mit WaldBeiderBasel das Projekt «Wald von morgen». Mit dem «Zukunftskonto» und dem «Geschenksparkontos Zukunft» können sich Kundinnen und Kunden der BLKB an nachhaltigen Projekten in der Region beteiligen, unter anderem am «Wald von morgen».

Als Partnerin der Region hat die BLKB in den schwierigen Zeiten während der Covid-19-Krise ihr Engagement über unterschiedlichste Initiativen verstärkt:

  • Verlängerung der Rückzahlungsfristen von Soforthilfen: Die Frist für die Rückzahlungen der Soforthilfen wurde um zwei Jahre bis Ende 2023 verlängert.
  • Solidarische Lösung für Gewerbemieterinnen und -mieter: Für alle Hypotheken mit einem vermieteten Gewerbeanteil setzte die Bank die Zinsen der Hypothekarnehmerinnen und -nehmer für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021 auf 0 Prozent. Amortisationszahlungen wurden zudem für denselben Zeitraum sistiert. Die Bedingung dafür war, dass sich die Liegenschaftseigentümerinnen und -eigentümer mit einer Reduktion des Mietzinses um mindestens ein Drittel an den Massnahmen beteiligten. Davon profitieren konnten gewerbliche Mieterinnen und -mieter, die aufgrund der Massnahmen zur Pandemiebekämpfung ihr Gewerbe nicht mehr vollumfänglich ausüben konnten.
  • Caritas beider Basel: Die BLKB leistete im Berichtsjahr einen Beitrag zur Unterstützung von Personen, die von Armut betroffen sind. Bei einer grossen, internen Spendenaktion unter den Mitarbeitenden und dank einem zusätzlichen Beitrag der BLKB sind rund 200’000 CHF zusammengekommen, die vollumfänglich für die Direkthilfe, Beratungsleistung und Infrastruktur der Caritas beider Basel eingesetzt werden.
Verantwortlichkeiten, Ressourcen und Überwachung

Für den wirtschaftlichen Erfolg der BLKB ist die Geschäftsleitung unter der Führung des CEO verantwortlich. Die Bank hat ein integriertes Risikomanagement und verfügt über eine unabhängige Risikokontrolle unter der Leitung des Chief Risk Officer (CRO), welcher dem CFO unterstellt ist. Der CRO berichtet allerdings direkt der Geschäftsleitung. Ein Vertreter des Kantons Basel-Landschaft hat im Bankrat das Vizepräsidium inne. Der Bankrat ist mit der Aufsicht über die ordentliche Geschäftsführung beauftragt (vgl. GRI 102-18).

Der Leistungsausweis der BLKB wird laufend anhand relevanter Kennzahlen überprüft (vgl. Auflistung der wichtigsten Finanzkennzahlen). Die Geschäftsleitung kommuniziert die Geschäftsentwicklungen an die Mitarbeitenden und den Bankrat, an externe Anspruchsgruppen wie Kundinnen und Kunden, Investoren oder Regulatoren sowie an die interessierte Öffentlichkeit (vgl. Investor Relations). Im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit steht die Bank in engem Austausch mit den Privat- und Unternehmenskundinnen und -kunden und holt deren Feedback wie auch dasjenige anderer Anspruchsgruppen laufend und aktiv ein (vgl. GRI 417). Dank dieser Rückmeldungen allgemeiner, themen- oder produktspezifischer Art kann die Bank ihre Leistung systematisch überprüfen und kontinuierlich verbessern.

Das Innovationsmanagement wird vom Leiter Innovation im Ressort Strategie, Innovation & Nachhaltigkeit geführt. Dafür stehen ein Budget, ein Team sowie eine Projekt-Governance zur Verfügung, die eine agile Vorgehensweise ermöglicht. Der Leiter Innovation führt das Innovationsportfolio, berichtet regelmässig über die verschiedenen Innovationsprojekte in der Geschäftsleitung und priorisiert mit dem Gremium die einzelnen Vorhaben.

Neue Produkte werden im Rahmen des Projektportfolios erarbeitet. Als Projekt gelten sämtliche Massnahmen und Investitionen zum Ausbau und zur Weiterentwicklung der Bank (change the bank), welche nicht dem reinen Tagesbetrieb (run the bank) zuzuordnen sind oder reine Prozessverbesserungen darstellen. Unter die Massnahmen zur Weiterentwicklung der Bank fallen sämtliche Vorhaben (inkl. Bauprojekten), Produktveränderungen und -einführungen, der funktionale Ausbau der IT-Plattform, Revisionsanforderungen und andere mögliche Massnahmen.

Dank Einsitz im Bankrat kann der Kanton als alleiniger stimmberechtigter Eigentümer Einfluss auf die künftigen Tätigkeiten der BLKB nehmen. Im Fall von direkten Unternehmensbeteiligungen des Kantons, welche sich vor allem aus dem Innovationsgeschäft ergeben, trifft der Bankrat anstelle der Geschäftsleitung die finalen Entscheidungen.

Die wichtigen Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Innovationsmanagement und der Strategieentwicklung sind im Internen Kontrollsystem hinterlegt. So sind Aufgaben und Verantwortlichkeiten eindeutig zugewiesen und die Wahrnehmung zentraler Aktivitäten durch die Prozesseignerinnen und -eigner ist sichergestellt. Überprüfungen erfolgen in den ordentlichen Risikomanagementprozessen der Bank.

Ziele

Im Jahr 2020 formulierte die BLKB die übergeordneten Zielsetzungen 2030. Diese fliessen seither in die Jahresziele und in die Beurteilungen von Teams und Ressorts ein.

In Bezug auf die wirtschaftliche Leistung, Strategie und Innovation sowie ihre indirekten ökonomischen Auswirkungen hält die BLKB in den Zielsetzungen 2030 folgende spezifischen Ambitionen fest:

  • Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil des Geschäftsmodells. Es wird keine Parallelwelt von Nachhaltigkeits- und Geschäftsstrategie geschaffen.
  • Die Unternehmensziele stehen im Einklang mit der Nachhaltigkeit als fester Bestandteil der Geschäftsstrategie. Die Unternehmensziele beinhalten sowohl finanzielle als auch explizit soziale und ökologische Ziele.
  • Nationale und internationale gesellschaftliche, ökologische, technologische und regulatorische Entwicklungen werden kontinuierlich beobachtet, eingeschätzt und bei der Zieldefinition berücksichtigt.
  • Die Bank operationalisiert die übergeordneten Zielsetzungen 2030. Der Fortschritt bei der Umsetzung der Zielsetzungen 2030 wird regelmässig gemessen und veröffentlicht.
  • Die Bank integriert systematisch Umweltkriterien (wie z. B. Biodiversität, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung der Gewässer etc.) in alle ihre Geschäftstätigkeiten.
  • Die Bank fördert innovative Geschäftspartnerschaften und Kooperation.
  • Die Bank leistet einen Beitrag zu einer sozial ausgewogenen Entwicklung der Gesellschaft in der Region unter Berücksichtigung von ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance).
  • Die Bank leistet einen aktiven Beitrag zur Finanzkompetenz (Financial Literacy) und fördert selbstverantwortliches und sorgfältiges Handeln bei Finanzthemen (z. B. (Jugend-)Verschuldung, Altersvorsorge, Generationenvertrag, Nachlassplanung etc.).
  • Die Bank fördert Bildung, Kultur und Sport.
Massnahmen und Ergebnisse

Zu den wichtigsten Innovationsprojekten gehören das strategische Investment radicant ag, die Beteiligung an swisspeers AG sowie die Partnerschaften mit Lombard Odier und dem FinTech True Wealth.

Um die regionale Wirtschaft weiter zu fördern, hat die BLKB ihre Initiative 100 fürs Baselbiet mit dem Programm inQbator ausgebaut. Seit 2020 vergibt die Bank bei 100 fürs Baselbiet über einen Zeitraum von fünf Jahren «Venture-Kredite» im Gesamtwert von 20 Mio. CHF an Start-ups und innovative KMU. Über den inQbator wurden bisher 5,1 Mio. CHF vergeben. (Vgl. auch «Strategie, Prozesse und Instrumente» im gleichen GRI).

Die konsequente Ausrichtung der BLKB an hohen Standards im Bereich Nachhaltigkeit bewirkt eine konstante Verbesserung des Ratings von MSCI: 2020 wurde das Unternehmen in die Kategorie A hochgestuft. Die Ratings von MSCI geniessen hohe Anerkennung auf den Finanzmärkten und unter Finanzanalystinnen und -analysten. In ihrer Beurteilung hat die Agentur Standard & Poor's das AA-Rating Ausblick «stabil» für die BLKB auf Ausblick «positiv» verbessert. Im Stand-Alone Credit Rating (ohne Berücksichtigung der Staatsgarantie) erreicht die BLKB ebenso unverändert eine A+-Bewertung.

Zum zweiten Mal in Folge gewann die BLKB den «Best Regional Sustainability Bank Switzerland»-Award des Finanzmagazins «Capital Finance International» (CFI.co). Die Jury würdigte den ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz der BLKB, die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Strategie und im Leitbild, die Festlegung von Nachhaltigkeitszielen sowie die regelmässige Messung der Zielerreichung und die transparente Kommunikation über die Fortschritte in ihren Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichten (vgl. Auszeichnungen).

Weiterführende Informationen, insbesondere zum wirtschaftlichen Leistungsausweis der BLKB, können dem Geschäftsbericht (vgl. Lagebericht, S. 12) entnommen werden.

Beurteilung des Managementansatzes
  • Revision: Im Auftrag des Bankrats prüft, bewertet und berät die Interne Revision einerseits bezüglich der Wirtschaftlichkeit der Bank und andererseits zur Wirksamkeit sowohl des Risikomanagements als auch der internen Kontrollfunktionen. Darüber hinaus kontrolliert die externe Revision jährlich die Jahresrechnung der BLKB, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung, Geldflussrechnung, Eigenkapitalnachweis und Anhang, sowie die korrekte Darstellung ihrer Finanz- und Ertragslage im Geschäftsbericht.
  • Eigentümerstrategie: Der Kanton Basel-Landschaft kann basierend auf dem öffentlich-rechtlichen Auftrag der BLKB über sein alleiniges Stimmrecht die Geschäftstätigkeiten der Bank wesentlich beeinflussen.
  • Ratings: Die BLKB wird regelmässig von externen Expertinnen und Experten aus dem Finanzmarkt bzw. der Zivilgesellschaft bewertet. Diese Ratings werden vielfach veröffentlicht und dienen Anspruchsgruppen – aber auch der Bank selber – als Informationsquelle zur Beurteilung der BLKB (vgl. Informationen zu den Ratings von MSCI und Standard & Poor’s unter «Massnahmen und Ergebnisse» im gleichen GRI).
  • Externe Auszeichnungen: Anerkennung durch Awards unabhängiger Drittparteien geben ebenso Aufschlüsse zu den Geschäftspraktiken und Erfolgen der BLKB (vgl. Details unter «Massnahmen und Ergebnisse» im gleichen GRI).
  • Vergleichsportale: Mit der Gesamtnote 5,3 (gut) bei der Comparis-Hypothekenumfrage 2021 erzielte die BLKB im Bereich Hypotheken erneut ein erfreuliches Ergebnis. Die repräsentative Umfrage wird jährlich gemeinsam mit einem Marktforschungsinstitut durchgeführt. Befragt wurden über 1’600 Personen in der Schweiz zur Zufriedenheit mit ihrem Hypothekaranbieter.

Für weitere Informationen zur wirtschaftlichen Leistung der BLKB vgl. auch Geschäftsbericht, S. 62 (Erfolgsrechnung 2021 und Gewinnverwendung) sowie S. 67 (Anhang zur Jahresrechnung).

201-1
a-b

Informationen zum erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert

Vgl. Geschäftsbericht, S. 62 (Erfolgsrechnung 2021 und Gewinnverwendung) sowie S. 67 (Anhang zur Jahresrechnung).

Der wirtschaftliche Wert wird in der Schweiz generiert und ausgeschüttet (Ausnahmefälle: Grenzgängerinnen und Grenzgänger unter den Mitarbeitenden, vereinzelte Partner oder Lieferantinnen und Lieferanten im Ausland). Die BLKB nimmt keine Einteilung in Regionen oder Marktgebiete vor.

201-2
a

Informationen zu Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Klimawandel und potenziellen Auswirkungen auf das Unternehmen

In Zusammenarbeit mit externen Experten untersuchte die BLKB im Jahr 2020 die Auswirkungen von Klimarisiken auf ihr gesamtes Lending-Portfolio (Hypotheken, Darlehen und Unternehmenskredite). Die Risikoanalyse wurde im Einklang mit den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) durchgeführt und umfasst sogenannte physische Risiken (z. B. Risiken für belehnte Liegenschaften aufgrund physischer Auswirkungen des Klimawandels, bspw. Überschwemmungen) sowie Transitionsrisiken (z. B. Kosten im Zusammenhang mit klimabezogenen Gesetzen wie etwa einer CO2-Steuer). Mittels Szenarioanalysen wurden die Auswirkungen unterschiedlicher Klimaentwicklungen auf die Jahre 2035 und 2060 untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das Lending-Portfolio der BLKB sowohl gegenüber physischen Risiken als auch Transitionsrisiken kurz- bis mittelfristig grösstenteils resilient ist und ein tiefes Klimarisiko aufweist. Langfristig zeigen sich stärkere Unterschiede zwischen den Szenarien bezüglich des Ausmasses der Klimarisiken, z. B. zeigt sich eine höhere physische Risikobewertung in einem 4°C-Szenario durch die Gefahr von Überschwemmungen aufgrund zunehmenden Starkregens. Dieses Risiko ist für das hypothekarstarke Portfolio besonders relevant und hängt stark von der mikrogeografischen Lage ab. Insgesamt sind die Ergebnisse also positiv und deuten darauf hin, dass das Lending-Portfolio zum jetzigen Zeitpunkt keinen grossen Klimarisiken ausgesetzt ist.

Vgl. ausserdem Managementansatz in Bezug auf Energie in GRI 302 für weitere Informationen.

201-4
a

Informationen zur finanziellen Unterstützung und Beteiligungen durch die öffentliche Hand

Das Kantonalbankgesetz vom 1. Januar 2018 bestimmt die Staatsgarantie für die BLKB. Artikel 4 hält fest, dass der Kanton für alle Verbindlichkeiten der Bank haftet, soweit die Mittel der Bank nicht ausreichen. Im Gegenzug leistet die BLKB dem Kanton für die Staatsgarantie eine Abgeltung, die sich aus dem Risikobetrag und der Ausfallwahrscheinlichkeit berechnet. Als öffentlich-rechtliches Institut ist die BLKB ausserdem von den direkten Bundessteuern und von der kantonalen Steuer im Kanton Basel-Landschaft befreit.

Die BLKB schüttete 2021 einen Betrag von 60 Mio. CHF an den Kanton aus. Das Vizepräsidium des Bankrats wird mit einem Regierungsratsmitglied besetzt. Seit 2016 wird dessen Honorar an den Kanton Basel-Landschaft vergütet.

GRI 203: Indirekte ökonomische Auswirkungen (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf indirekte ökonomische Auswirkungen

Vgl. Beschreibung des Managementansatzes in Bezug auf wirtschaftliche Leistung in GRI 201.

203-1
a-c

Informationen zu Infrastrukturinvestitionen und deren Auswirkungen auf die lokale Gesellschaft und Wirtschaft

Im Rahmen ihres Kreditgeschäfts unterstützt die BLKB Unternehmen unterschiedlicher Branchen (auch im Bereich Infrastruktur) in der gesamten Schweiz – insbesondere aber in der Nordwestschweiz. Vgl. hierzu den Managementansatz in Bezug auf wirtschaftliche Leistung in GRI 201, den Managementansatz in Bezug auf verantwortungsvolles Kredit- und Anlagegeschäft sowie Angaben in den Kennzahlen der Zukunftsorientierung.

Im Bereich Infrastruktur hat die BLKB diverse Kooperationen in diesem Berichtsjahr aufgebaut und weiter gepflegt:

  • Baselbieter Energiepaket: Vgl. GRI 201.
  • EBL: Vgl. GRI 201.
  • Smart Regio Basel: Vgl. GRI 102-12.
203-2
a

Beispiele für identifizierte erhebliche indirekte ökonomische Auswirkungen

Über die volkswirtschaftliche Bedeutung der BLKB wird im Managementansatz in Bezug auf wirtschaftliche Leistung in GRI 201 sowie im Lagebericht und in der Erfolgsrechnung im Geschäftsbericht 2021 auf S. 12 bzw. S. 62 berichtet. Ausserdem weist die BLKB die Volumina der Hypothekar- sowie der übrigen Ausleihungen in der Nordwestschweiz sowie für andere Teile der Schweiz aus (vgl. Kennzahlen).

Spezifische Quantifizierungen indirekter (sozio-)ökonomischer Auswirkungen werden nicht erhoben.

BLKB

Weitere Angaben zu indirekten ökonomischen Auswirkungen

  • Vergütung von Mitarbeitenden: Das Total der Vergütungen betrug im Berichtsjahr 97 852 687 CHF.
  • Gewinnverwendung: Vgl. Erfolgsrechnung und Gewinnverwendung im Geschäftsbericht 2021 auf S. 62.
  • Einkaufsvolumen: Vgl. GRI 204-1.
  • Kernkapitalquote: 18,71 Prozent.
GRI 204: Beschaffungspraktiken (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf Beschaffungspraktiken

Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzung

Mit der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen der BLKB gehen ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette einher. Neben positiven Effekten sind auch potenzielle soziale und ökologische Compliance- oder Reputationsrisiken gebührend zu berücksichtigen.

Der Managementansatz und seine Bestandteile
Strategie, Prozesse und Instrumente

Bei der Beschaffung und Betriebsführung legt die BLKB höchsten Wert auf die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards. Mit ihren Dienstleistern und Lieferantinnen und Lieferanten schliesst die BLKB eine Nachhaltigkeitsvereinbarung ab, die soziale und ökologische Pflichten umfasst. Nebst diesen Kriterien gehört es zu den Grundsätzen der BLKB, regionale Lieferanten und Dienstleister zu bevorzugen, da die Bank auf diese Weise die örtliche Wirtschaft unterstützt. Einkäufe von Gütern ab einem Volumen von 3'000 CHF werden nach einem strukturierten Entscheidungsschema mit Nachhaltigkeitskriterien getätigt. Zu den Kriterien zählen: Haltbarkeit, Ersatzteile/Ersatzteilgarantie, Geräteaustausch/Ersatzgerät während der Reparatur, Austauschbarkeit einzelner Bestandteile, rezyklierbare Materialien und Verpackungsmaterialien. Davon ausgeschlossen sind Produkte wie Bankautomaten oder IT- und Baudienstleistungen, die für das Geschäftsmodell der BLKB als kritisch eingestuft werden. Für Letztere hat die Bank seit Jahren eine entsprechende interne Weisung auf Basis der SIA-Norm 102, die bei Bauvorhaben der Bank einzuhalten ist. Die Projektleitenden für Liegenschaften/Bauten sind für die Einhaltung verantwortlich.

Verantwortlichkeiten und Monitoring

Unter Einhaltung der internen Weisungen und der Kompetenzordnung können alle Mitarbeitenden der BLKB verbindliche Aufträge und Bestellungen an Dritte in Eigenverantwortung und im Namen der Bank in Auftrag geben, sofern diese in direktem Zusammenhang mit ihrem Tätigkeitsbereich stehen. Das Ressort Infrastruktur im Geschäftsbereich IT & Services treibt die Weiterentwicklung der Beschaffungsrichtlinien voran. Die Verantwortung für deren Umsetzung obliegt jedoch allen Funktionen der Bank. Zur Stärkung der Verbindlichkeit wurde 2021 die Nachhaltigkeitsvereinbarung auch integraler Bestandteil des Vertragswerks mit externen Partnerinnen und Partner. Im Rahmen des Partnermanagements wurden ferner verantwortliche Personen definiert, welche die Produkt- und Lieferantengruppen betreuen und die Einhaltung der Nachhaltigkeitsvereinbarung sicherstellen. Die Beschaffungsprozesse beinhalten Kontrollschritte und unterliegen dem Internen Kontrollsystem (vgl. GRI 102).

Ziele

Die Zielsetzungen 2030 halten mit Referenz auf das Beschaffungswesen und der regionalen Wertschöpfung Folgendes fest:

  • Die Bank unterstützt und ermutigt Geschäftspartnerinnen und -partner bei deren Engagement im Bereich Nachhaltigkeit.
  • Die Bank bevorzugt lokale Dienstleister bzw. Lieferantinnen und Lieferanten und solche, die ihr Engagement im Bereich Nachhaltigkeit transparent machen. Sie arbeitet nur mit Unternehmen zusammen, die bestrebt sind, zu einem nachhaltigen Wirtschaftsraum Schweiz beizutragen.
Massnahmen und Ergebnisse
  • Die Nachhaltigkeitsvereinbarung wurde im Berichtsjahr als fixer Bestandteil mit klaren Verantwortlichkeiten in das Partnermanagement der BLKB überführt.
  • Die BLKB hat die Nachhaltigkeitsvereinbarung als integralen Bestandteil des Standard-Vertragswerks für sämtliche neue Partnerinnen und Partner per 2021 verankert.
Beurteilung des Managementansatzes

Der Einkaufsprozess wird im Rahmen der internen Revision überprüft. Deren Ergebnisse werden diskutiert und bei Befunden werden Massnahmen entwickelt und umgesetzt.

204-1
a-c

Angaben zur lokalen Beschaffung

Im Berichtsjahr hat die Bank im Infrastrukturbereich Güter und Dienstleistungen, inkl. Bau- und Handwerkaufträge, zu 77 Prozent aus der Region beschafft. Als regional gelten die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Aargau und Solothurn.

GRI 205: Korruptionsbekämpfung (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf Korruptionsbekämpfung

Vgl. Beschreibung des Managementansatzes in Bezug auf sozioökonomische Compliance in GRI 419.

205-1
a-b

Informationen über Prüfungen und Bewertungen von Korruptionsrisiken

Compliance-Risiken, zu welchen Korruptionsrisiken zählen, betreffen alle Mitarbeitenden der BLKB. Das Ressort Legal & Compliance stellt intern sicher, dass die Geschäftstätigkeit im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Normen ausgeübt wird (vgl. Anhang zur Jahresrechnung im Geschäftsbericht, S. 67). Über die etablierten Prozesse (Schulungen und Kontrollen) hinaus gab es bislang keinen Anlass für spezifische Korruptionsprüfungen. Auch wurden keine erheblichen Korruptionsrisiken festgestellt.

205-2
a/d

Kommunikation und Schulung der Mitglieder des Kontrollorgans zu Richtlinien und Verfahren zur Korruptionsbekämpfung

Alle Mitglieder des Bankrats (Kontrollorgan) sind über ihre Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit ihrem Amt in Kenntnis gesetzt. Für Mitglieder des Bankrats besteht ein Anforderungsprofil, das über die Mindestanforderungen der FINMA hinausgeht. Von spezifischen Schulungen zum Thema Korruptionsbekämpfung für den Bankrat sieht die BLKB ab, da das Wissen um Compliance-Aspekte in der Finanzindustrie als Voraussetzung für ein solches Amt gilt. Für nähere Informationen zum Bankrat und den Bestrebungen im Umgang mit Interessenkonflikten vgl. Corporate Governance-Bericht im Geschäftsbericht (S. 31).

205-2
b/e

Kommunikation und Schulung der Angestellten zu Richtlinien und Verfahren zur Korruptionsbekämpfung

Der Verhaltenskodex der Bank ist ein integraler Bestandteil der Anstellungsbedingungen aller Mitarbeitenden. Dieser beinhaltet unter anderem Bestimmungen zur Korruptionsbekämpfung. Sämtliche Mitarbeitende erhalten im Rahmen der Einführungstage («Willkommen im Team») eine Einführung in den Verhaltenskodex der Bank. Zusätzlich finden regelmässige Trainings und Sensibilisierungen in Form von obligatorischen E-Learning-Schulungen statt. Themengebiete dieser E-Learnings sind beispielsweise das Geldwäschereigesetz (Korruption), Betrugsvermeidung sowie allgemeine Verhaltensregeln.

205-2
c

Kommunikation an Geschäftspartner zu Richtlinien und Verfahren zur Korruptionsbekämpfung

Die Nachhaltigkeitsvereinbarung, seit 2021 integraler Bestandteil aller neuen Verträge mit Dienstleistern und Lieferantinnen und Lieferanten, hält fest, dass diese Rechtsvorschriften einhalten und ihre sozialen und ökologischen Pflichten wahrnehmen müssen, die in der Schweiz und im Ausland zur Anwendung gelangen.

205-3
a-d

Informationen über bestätigte Korruptionsfälle und deren Konsequenzen

Für das Berichtsjahr sind der BLKB keine relevanten Vorkommnisse bekannt. Es gab demnach keine bestätigten Korruptionsvorfälle.

GRI 206: Wettbewerbswidriges Verhalten (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf wettbewerbswidriges Verhalten

Vgl. Beschreibung des Managementansatzes in Bezug auf sozioökonomische Compliance in GRI 419 und insbesondere den Verhaltenskodex der BLKB, der alle Mitarbeitenden zu fairer und verantwortungsvoller Geschäftspraxis verpflichtet.

206-1
a-b

Informationen zu Rechtsverfahren aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens

Im Berichtsjahr wurden der BLKB keine relevanten Vorkommnisse bekannt. Es gab keine Rechtsverfahren aufgrund potenzieller Verstösse gegen das Kartellrecht oder gegen sonstige geltende Wettbewerbsvorschriften.

Zusätzliches wesentliches Thema: Verantwortungsvolles Kredit- und Anlagegeschäft
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf verantwortungsvolles Kredit- und Anlagegeschäft

Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzung

Die Bank ist sich bewusst, dass sie mittels ihrer Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen Finanzflüsse weit über die Region hinaus beeinflussen kann. Über das Kredit- und Anlagegeschäft hat die BLKB als Finanzdienstleisterin Einfluss darauf, in welche Verwendungszwecke Gelder in Form von Investitionen oder Krediten fliessen. In ihrer Prüfung berücksichtigt die BLKB neben finanziellen Aspekten auch soziale, ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen ihrer Finanzierungs- und Investitionsentscheide. Die Integration von ESG-Kriterien im Prüfungsprozess führt zu einem umfassenderen Risikomanagement im Anlage- und Kreditgeschäft. Durch die Anwendung von ESG-Kriterien werden Chancen und Risiken systematisch berücksichtigt. Deshalb möchte die BLKB ihren Kundinnen und Kunden in allen Bereichen konsequent Produkte anbieten, die Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.

Der Managementansatz und seine Bestandteile
Strategie, Prozesse und Instrumente

Die Bank sieht Nachhaltigkeitsaspekte als Risiko- und Chancenfaktoren und will entsprechend sicherstellen, dass diese systematisch in den Produkten berücksichtigt werden. Der Bankrat gibt dabei die Risikopolitik der BLKB vor. Dadurch stellt er sicher, dass ausschliesslich Risiken übernommen werden, für welche die Bank entschädigt wird und deren möglicher Eintritt keine Gefahr für den Fortbestand der BLKB darstellt (vgl. GRI 419). Diese Rahmenbedingungen prägen die Prozesse, Instrumente und Prinzipien des Kredit- und Anlagegeschäfts.

Kreditvergabe

Die Bank steuert das Kreditgeschäft basierend auf der vom Bankrat erlassenen Kreditpolitik und achtet auf die Einhaltung des Reglements über die Kompetenzordnung. Vor einer Kreditvergabe prüft die BLKB den Verwendungszweck, beurteilt die Deckungsobjekte und schätzt die Integrität eines Kreditempfängers im Rahmen des Know-Your-Customer-Prinzips ein. Eine detaillierte Analyse des Geschäftsmodells des Unternehmens gehört für die BLKB ebenso zum Prozess. In Beratungsgesprächen zur kommerziellen Kreditvergabe wird auch die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens genauer betrachtet. Informationen zu Beschaffung, Transformation, Produktion, Absatz und Entsorgung dienen dabei als wichtige Entscheidungsgrundlagen und werden entsprechend systematisch erfasst.

Im Kreditprozess ist für die Beurteilung der ESG-Kriterien ausserdem eine grundsätzliche Unterteilung nach Branchen richtungsweisend. Diese erfolgt aufgrund der folgenden wesentlichen Risiken: Gesundheitsschädigung, Klimawandel, Rückgang der Artenvielfalt und ethische Risiken.

Von den genannten Risikokriterien abgeleitet, werden Unternehmen in Ausschluss- und Risikobranchen unterteilt. Die BLKB hat auf Basis der obengenannten Risiken Branchen definiert, die nicht finanziert werden dürfen. Finanzierungsanfragen von Firmen, die in jenen ausgeschlossenen Branchen tätig sind, müssen ohne weitere Prüfung abgelehnt werden.

Kreditanträge von jenen Firmen, die in Risikobranchen tätig sind oder wesentliche Berührungspunkte zu einer Ausschluss- und/oder einer Risikobranche haben, müssen durch den bankinternen Kreditausschuss beurteilt werden. Bei diesem handelt es sich um die höchste Kreditbewilligungsinstanz der BLKB, in der unter anderem der Chief Credit Officer und das für Unternehmenskredite verantwortliche Geschäftsleitungsmitglied Einsitz nehmen. Gemäss Einschätzung der BLKB handelt es sich bei «Ausschlussbranchen» um Branchen mit sehr hohen ESG-Risiken. Das Risiko von Aktivitäten in «Risikobranchen» wird vergleichsweise etwas differenzierter eingestuft und muss deshalb im konkreten Fall eingehend geprüft werden. Um feststellen zu können, ob Unternehmen in Ausschluss- oder Risikobranchen tätig sind oder wesentliche Berührungspunkte dazu bestehen, haben Kundenberatende Zugriff auf einen spezifischen ESG-Fragebogen und ESG-Gesprächsleitfaden. Diese Unterlagen dienen auch dazu, die Themen im strategischen Dialog zu besprechen und gemeinsam Verbesserungsmöglichkeiten zu eruieren (vgl. auch «Massnahmen und Ergebnisse»). Ausschluss- und Risikobranchen sind wie folgt definiert:

Ausschlussbranchen

  • Stein-/ Braunkohlebergbau
  • Bergbau von Uran- und Thorium-Erzen
  • Gewinnung von Erdöl und Erdgas
  • Herstellung von Waffen
  • Herstellung von militärischen Kampffahrzeugen

Risikobranchen

  • Tabak
  • Glücksspiel
  • Kernenergie bzw. Betrieb fossiler Kraftwerke
  • Förderung übriger fossiler Energieträger
  • Herstellung von Flugzeugen
  • Genetisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft
  • Produktion von Adult Entertainment

Für die Erkennung von Reputationsrisiken unterliegen strukturierte Finanzierungen aufgrund ihrer Transaktionsgrössen und -risiken einem spezifischen Risikomanagementprozess, welcher auf sensiblen Themenfeldern basiert. Seit 2020 kann der Kreditausschuss bei Bedarf einen unabhängigen externen Nachhaltigkeitsbeirat (vgl. GRI 102-18) für eine fundierte Nachhaltigkeitsbewertung von Kreditanträgen beiziehen. Die Bank lehnt Kreditgeschäfte ab, wenn sie den Anforderungen nicht entsprechen oder die nötige Transparenz nicht gegeben ist. Wenn möglich, sollten die Kundinnen und Kunden der Kreditvergabe zusätzlich einen strategischen oder kommerziellen Bezug zur Nordwestschweiz haben. Im Privatkundensegment konzentriert sich die Kreditvergabe der BLKB auf das Hypothekargeschäft. Die Bank vergibt aufgrund der Risiken einer Verschuldung grundsätzlich keine Konsumkredite an Privatpersonen. Ein wichtiges Anliegen ist der BLKB die Vergabe von Krediten an KMU. Per 31. Dezember 2021 beliefen sich diese auf die Höhe von 4,9 Mia. CHF, was gerundet 20 Prozent der gesamten ausstehenden Forderungen gegenüber Kunden und Hypothekarforderungen entsprach.

Im Jahr 2021 hat die BLKB eine klare Strategie für die Umsetzung der Nachhaltigkeit im Immobilienbereich entwickelt. Dabei verfolgt sie das übergeordnete Ziel, ihrer Kundschaft Lösungen zur gesteigerten Klimaverträglichkeit ihrer Immobilien zu bieten. So soll vor allem das Beratungs- und Dienstleistungsangebot für die Realisierung von energiesparenden Gebäudemassnahmen ausgebaut werden. Mit der «Energie-Hypothek» können Hypothekarkundinnen und -kunden mit einer massgeschneiderten Lösung energiesparende Gebäudeinvestitionen zu attraktiven Finanzierungskonditionen realisieren. In der Umsetzung profitiert unsere Kundschaft darüber hinaus von einer professionellen Beratung durch kompetente externe Partnerinnen und Partner der BLKB. Als strategische Partnerin des Baselbieter Energiepakets unterstützt die BLKB zudem die Transformation hin zu einer klimaneutralen Immobilienlandschaft im Baselbiet (vgl. auch GRI 203-1).

Anlagephilosophie

Die Anlagephilosophie der BLKB basiert auf den Unternehmenswerten der Bank und ist massgebend für das Anlagegeschäft. Die BLKB legt die Gelder ihrer Kundinnen und Kunden unter Einhaltung der Sorgfaltspflicht und mit einem Fokus auf ein optimiertes Risiko-Rendite-Verhältnis am Finanzmarkt an. Verantwortungsbewusstes und zukunftsfähiges Investieren baut auf einer ganzheitlichen Risikobetrachtung auf. Für die BLKB zählt hierzu nebst einer Analyse der Finanzkennzahlen auch die Berücksichtigung von relevanten ESG-Themen. Diese werden im Rahmen einer Negativ- (d. h. Ausschlusskriterien) sowie einer Positivanalyse umgesetzt. Alle Anlageprodukte der BLKB sowie ihre Anlageberatung berücksichtigen systematisch ESG-Kriterien. In den Vermögensverwaltungsmandaten und Fonds der BLKB werden zudem die Anlagethemen «Mikrofinanz» und «grüne bzw. nachhaltige Obligationen (Sustainability/Green Bonds)» in Betracht gezogen. Je nach Marktlage wird in diese investiert.

In den aktiv gemanagten Portfolios evaluiert das Investment Research Aktien und Obligationen in einem mehrstufigen Analyseprozess: Bestimmte aus Risiko- und Renditesicht besonders problematische Nachhaltigkeitsrisiken bzw. Tätigkeitsfelder werden mittels Negativanalyse gänzlich von den Portfolios ausgeschlossen. Im Rahmen der Positivanalyse erfolgt danach eine Selektion basierend auf laufend überprüften ESG-Bewertungen (Best-in-Universe-Strategie). In einem letzten Schritt wird nochmals eine Finanzanalyse unter Berücksichtigung der relevanten ESG-Kriterien vorgenommen.

Die Anlagelösungen der BLKB sind das Resultat der oben beschriebenen Philosophie und Vorgehensweisen. In der aktiven Vermögensverwaltung gehören hierzu insbesondere die «BLKB Next Generation Strategy Fonds». Daneben bietet die BLKB im passiven Bereich Fonds wie den «BLKB iQ Responsible World ex. Switzerland» an, die ebenfalls systematisch ESG-Faktoren integrieren. Abgerundet wird das Angebot durch thematische Anlageprodukte wie das Zertifikat auf den «BLKB Klima Basket», der Aktien von Unternehmen hält, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten. Die Online-Vermögensverwaltung der BLKB (Digifolio), die einer breiten Kundschaft einfach und bereits ab einem Anlagevermögen von 5‘000 CHF zur Verfügung steht, beinhaltet ebenfalls nachhaltige Optionen. Damit bietet die BLKB Privatanlegerinnen und -anlegern eine weitere attraktive Möglichkeit, auch tiefe Anlagebeträge professionell, online und auf Nachhaltigkeit fokussiert verwalten zu lassen. Im E-Banking steht den Kundinnen und Kunden in den Depot-Leistungsangeboten «Duo» und «Trio» ausserdem eine Research-Empfehlungsliste mit Nachhaltigkeitsanlagevorschlägen zur Verfügung.

Die Zukunftsorientierung im Anlagegeschäft wird durch die Mitgliedschaft der BLKB bei den Principles for Responsible Investment (PRI) der Vereinten Nationen weiter formalisiert und gestärkt. Damit verpflichtet sich die BLKB seit 2014, Nachhaltigkeitsaspekte in der Vermögensverwaltung anzuwenden und zu fördern. Als Unterzeichnerin der Montréal-Carbon-Pledge-Initiative misst und veröffentlicht die BLKB ihre Klimarisiken. Darüber hinaus evaluiert die Bank die durchschnittliche Nachhaltigkeitsbewertung ihrer Anlageprodukte. Die Förderung nachhaltiger Geldanlagen unterstützt die BLKB auch durch ihre Mitgliedschaft in der Branchenorganisation Swiss Sustainable Finance (SSF). Sowohl die Themen als auch das Netzwerk von SSF sind für die BLKB von grosser Bedeutung. SSF bietet Möglichkeiten, die eigenen Anliegen einzubringen und von der Zusammenarbeit im Schweizer Finanzmarkt zu profitieren. Alexandra Lau, Geschäftsbereichsleiterin Strategie & Marktleistungen, ist seit 2020 im SSF-Vorstand (vgl. GRI 102-12 und 102-18).

Verantwortlichkeiten und Monitoring

Das Risk Office ist für die operative Umsetzung der Risikopolitik im Kreditgeschäft verantwortlich. Mit seiner Steuerung optimiert es das Ertrags-Risiko-Verhältnis und stellt in Zusammenarbeit mit dem Vertrieb und anderen Funktionen sicher, dass die Bank die Kreditbedürfnisse der lokalen Wirtschaft und Bevölkerung bestmöglich erfüllt. Die Einhaltung der Risikotoleranz wird im aggregierten Risikoreport aufgeführt und kommentiert. Das Risk Office berichtet zudem regelmässig über die Entwicklung des Kreditportfolios an den Kreditausschuss, an das Risk Management Committee der Geschäftsleitung sowie an das Audit and Risk Committee des Bankrats. Die interne Weisung zu den Kreditbewilligungskompetenzen regelt weiter die Entscheidungsbefugnisse in diesem Geschäftsfeld. Die Stufen reichen von den Vertriebseinheiten bis hin zum von der Geschäftsleitung eigens konstituierten Kreditausschuss.

Das Investment Center der BLKB ist Dreh- und Angelpunkt der Umsetzung der nachhaltigen Anlagephilosophie. Investmentexpertinnen und -experten erstellen laufend Analysen und Empfehlungen zu makroökonomischen Themen, Aktien, Obligationen und Fonds. Das Investment Center schult darüber hinaus regelmässig Kundenberatende und berät diese inhaltlich für Interaktionen mit Kundinnen und Kunden.

Die BLKB legt grossen Wert auf die Ausbildung der Mitarbeitenden in nachhaltigem Anlegen und ESG-Themen, sodass diese Kundinnen und Kunden qualifiziert beraten können. Dazu gehört nebst Produktschulungen, Vertiefungsschulungen und Zertifizierungen der Kundenberatenden (CertKB) auch die Ausbildung von Lernenden und Praktikantinnen und Praktikanten. Damit erfüllt die BLKB auch eine zentrale Empfehlung des ESG-Leitfadens für die Kundenberatung der Bankiervereinigung.

Die Verantwortung für verantwortungsvolles und zukunftsorientiertes Handeln im Anlagegeschäft obliegt der Geschäftsleitung der BLKB.

Ziele 

Die BLKB will ihren Hebel zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung über das Kredit- und Anlagegeschäft nutzen und hat diese Überzeugung in ihren Zielsetzungen 2030 explizit festgehalten:

  • Nachhaltigkeit ist ein integrierter Bestandteil der angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Diese leisten insbesondere einen Beitrag zur Erreichung der Schweizer Klimaziele.
  • Die Bank integriert systematisch Umweltkriterien (wie z. B. Biodiversität, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung der Gewässer) in all ihre Geschäftstätigkeiten.
  • Bei allen Produkten und Dienstleistungen werden die sozialen und ökologischen Auswirkungen kenntlich gemacht.
  • Die verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit sind integraler Bestandteil im Beratungsgespräch mit Kundinnen und Kunden.
  • Die Bank unterstützt und ermutigt ihre Kundinnen und Kunden bei deren Engagement im Bereich Nachhaltigkeit.
Massnahmen und Ergebnisse

Als zukunftsorientierte Bank denkt die BLKB langfristig und partnerschaftlich. Sie berät Unternehmenskundinnen und -kunden umfassend und hilft bei der frühzeitigen Erkennung von Chancen und Risiken. Dazu thematisieren Kundenberatende ökologische, soziale sowie Aspekte der Unternehmensführung aktiv. Bei der Vergabe von Unternehmenskrediten prüft die BLKB, wie sich ein Unternehmen mit diesen Aspekten auseinandersetzt und welche Massnahmen es ergreift. Die Bank will in der Beratung zu Kredit- und anderen Geschäften mit lösungsorientierten Gesprächen dazu beitragen, entsprechende Chancen und Risiken zu erkennen und Impulse für nachhaltiges Handeln zu geben. 2020 entwickelte die BLKB einen ESG-Gesprächsleitfaden für Kundenberatende. Dieser ermöglicht seit 2021, noch gezielter eine Standortbestimmung in Sachen Zukunftsorientierung mit Unternehmenskundinnen und -kunden durchzuführen. Die Einführung erfolgte mittels einer ersten Schulung für Kundenberatende im Unternehmenskundengeschäft. Im Jahr 2021 folgten vertiefende Schulungen zu diesem Thema, sodass Zukunftsorientierung nun als integrierter Bestandteil des Beratungsprozesses angewendet wird. Dabei soll nicht nur das Tagesgeschäft diskutiert, sondern auch das Thema Nachhaltigkeit im strategischen Dialog mit Kundinnen und Kunden aufgegriffen werden. Dies wurde in mehreren Schulungsgefässen vermittelt und vertieft geübt. An einem spezifischen Anlass für Unternehmenskundinnen und -kunden wurden mögliche Handlungsfelder aufgezeigt und diskutiert.

Die BLKB hat mit verschiedenen Massnahmen die Integration von Nachhaltigkeitsstandards im Kredit- und Anlagegeschäft vorangetrieben. Grundlage diverser Initiativen im Kreditgeschäft bildet die vertiefte Analyse des Kreditvergabeprozesses aus dem Jahr 2019. Ein erstes Projekt daraus war die Entwicklung eines ESG-Fragenkatalogs, welcher systematisch die Umwelt- und Sozialaspekte von Unternehmen erfasst. Im Rahmen der Piloterhebung validierten fünf Kundenberatende mit zwölf bestehenden Unternehmenskundinnen und -kunden aus Produktion, Dienstleistung und Handel den Fragebogen. Dabei zeigte sich, dass die bestehende Wertschöpfungskettenanalyse viele Themen abdeckt. Dieses Verfahren ermöglicht insbesondere bei kleinen Unternehmenskunden eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Kreditvergabe. Aus diesen Gründen wurde der erweiterte ESG-Fragebogen in einigen Bereichen selektiv eingeführt. Eine vertiefte Evaluation findet seit dem zweiten Quartal 2020 bei Unternehmenskunden in Risikobranchen statt. Dies umfasst solche mit wesentlichen Berührungspunkten zu Risikobranchen (vgl. Erläuterungen unter «Strategie, Prozesse und Instrumente» im gleichen GRI) oder zu sensiblen Geschäftsfeldern – wie etwa mit Bezug zu Risikoländern, Interessenkonflikten oder Kreditnehmenden mit erhöhtem Reputationsrisiko. Basierend auf den gesammelten Erfahrungen sowie dem Austausch mit internen und externen Nachhaltigkeitsspezialistinnen und ‑spezialisten wird dieser Prozess seit dem vierten Quartal 2021 verfeinert.

Die gezielte Steuerung der Kreditvergabe bezweckt mitunter eine Reduktion der indirekten Treibhausgasemissionen der BLKB. Die Bank hat sich verpflichtet, das Pariser Klimaabkommen von 2015 einzuhalten, indem sie kontinuierlich ihren CO2-Ausstoss reduziert (Scope 1–3 gemäss Greenhouse Gas Protocol). Um die indirekten Auswirkungen (in Scope 3) besser zu verstehen, misst und bewertet die BLKB die Klimarisiken im Kreditportfolio mit Unterstützung externer Expertinnen und Experten. Direkte und indirekte Emissionen der Bank (in Scope 1 und 2) werden über Massnahmen in der Betriebsökologie reduziert (vgl. GRI 302 und 305).

Ebenso konnte die Bank im Berichtsjahr das nachhaltige Produktangebot im Anlagegeschäft erweitern. Mit dem «BLKB Demografie Basket» erhalten Investorinnen und Investoren Zugang zu einem Produkt mit Fokus auf dem Megatrend «demografischer Wandel». Die BLKB bietet zudem seit dem Jahr 2021 bestehende nachhaltige Aktienfonds auch im Vorsorgebereich an. Somit steht den Kundinnen und Kunden im Vorsorgebereich ein breites Angebot in allen Risikoklassen zur Verfügung. Nachdem unsere systematisch verwalteten iQ Fonds im Geschäftsjahr 2020 mit 4 bzw. 5 Morningstar-Sternen bewertet wurden, erhielt nun auch der «Swiss Dynamic Allocation Fund» von der unabhängigen Fondsratinggesellschaft Morningstar die Bestnote von 5 Sternen.

Im Berichtsjahr wurde eine Partnerschaft im Bereich der nachhaltigen Vermögensanlagen mit der Genfer Privatbank Lombard Odier gestartet. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden Angebote und Investmentstrategien für vermögende Privatkundinnen und -kunden in der Nordwestschweiz geschaffen. Beide Partnerinnen haben einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit in ihren Geschäftsmodellen, in der Beratung und in ihren Angeboten.

Die BLKB will ihre Kundinnen und Kunden sowie weitere Anspruchsgruppen transparent über die Auswirkungen von Investitionsentscheiden informieren. Die Praxis, Klima- und Nachhaltigkeitsbeurteilungen der eigenen Anlagelösungen in der Produktkommunikation (Verkaufshilfen und Webauftritt) transparent auszuweisen, hat sich im Berichtsjahr bewährt. Sie wird daher auch in Zukunft weitergeführt. Gleichermassen erhöht die BLKB die Transparenz durch die Veröffentlichung der Finanzflüsse im Kredit- und Anlagegeschäft. Die Bank weist nun auch die getätigten Finanzierungen und Anlagen in Branchen mit wesentlichem Treibhausgasausstoss aus (vgl. eigener Indikator unten). Die PACTA-Studie 2020 des Bundesamts für Umwelt (BAFU) kam zum Ergebnis, dass die hauseigenen Fonds und Tracker-Zertifikate der BLKB eine hohe Klimaverträglichkeit aufweisen. Die durchschnittliche Exposition der Anlagen in CO2-intensiven Sektoren wurde dabei als sehr tief eingestuft. Dass diese Produkte einer steigenden Nachfrage entsprichen, zeigt das stetig steigende Volumen der eigenen nach ESG-Kriterien verwalteten Anlagefonds (vgl. Kennzahlen).

Als eine der ersten Banken in der Schweiz bietet die BLKB mit dem «Zukunftskonto» seit 2020 ein nachhaltiges Produkt auf der Passivseite an. Dieses ist an das Projekt «Wald von morgen» in Kooperation mit WaldBeiderBasel gekoppelt (Verband lokaler Waldeigentümer). Kontoinhaberinnen und -inhaber können mit diesem Konto nachhaltige Projekte in der Region unterstützen. Aktuell wird mit dem Zins unter anderem die Pflanzung klimaresistenter Bäume im Baselbiet unterstützt. Das hinterlegte Passivgeld auf den «Zukunftskonten» wird in erster Linie zur Finanzierung nachhaltiger Vorhaben von Kundinnen und Kunden verwendet, z. B. zur Refinanzierung der «Energie-Hypothek» (vgl. auch «Strategie, Prozesse und Instrumente» im gleichen GRI). Im Berichtsjahr konnten im Rahmen des Projekts «Wald von morgen» in Zusammenarbeit mit WaldBeiderBasel rund 750 klimaresistente Bäume in der Region gepflanzt werden. Mit der Einführung des «Geschenksparkontos Zukunft» wurde die nachhaltige Produktpalette im Basisgeschäft weiter ausgebaut. Mit dem Konto unterstützen Kundinnen und Kunden ebenfalls das Projekt «Wald von morgen».

Beurteilung des Managementansatzes
  • Internes Kontrollsystem: Die Prozesse im Kredit- wie auch im Anlagegeschäft unterliegen der kontinuierlichen Überprüfung durch das interne Kontrollsystem. Dessen Resultate werden der Geschäftsleitung und dem Bankrat vorgelegt.
  • Interne Revision: Die Überprüfungen der Internen Revision umfassen in regelmässigen Abständen die Aufbau- und Ablauforganisation im Kredit- und Anlagegeschäft.
  • Externe Revision: Die externe Revision überprüft die Einhaltung bankgesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Vorgaben insbesondere bezüglich der Risikotoleranzen im Kreditbereich.
  • Investment Compliance: Automatisierte Funktionalitäten im Investment Compliance sichern eine höchstmögliche Qualitätskontrolle im Anlagebereich.
  • PACTA-Studie des Bundesamts für Umwelt: Die BLKB nahm 2020 freiwillig bei den Klimaverträglichkeitstests des Bundesamts für Umwelt im Rahmen der PACTA-Studie 2020 (Paris Agreement Capital Transition Assessment) teil. Die Untersuchung zum aktuellen Klimapfad des Schweizer Finanzsektors sieht die BLKB ihrerseits als interessante Weiterentwicklungschance.
BLKB

Volumen eigener, nachhaltig verwalteter Fonds

Vgl. Kennzahlen der Zukunftsorientierung.

BLKB

Finanzflüsse in treibhausgasintensive Branchen

Neben den direkten Emissionen einer Unternehmung misst der Scope 3 gemäss Greenhouse Gas Protocol auch jene Emissionen, die bei der Nutzung der Produkte und Dienstleistungen entstehen. Im Falle von Banken sind dies vor allem sogenannte finanzierte Emissionen. Diese ergeben sich aus der Finanzierung anderer Unternehmen (bspw. der Vergabe von Krediten) sowie aus Investitionen (bspw. über Aktienkäufe in Anlagefonds). Diese Emissionen werden somit der Bank anteilsmässig angerechnet. Entsprechend beobachtet die BLKB den Anteil an treibhausgasintensiven Branchen in den verwalteten Vermögen und entwickeln diesen Anteil im Sinne der Ziele des Pariser Klimaabkommens und der Net-Zero Banking Alliance weiter.

Die Ergebnisse der 2020 durchgeführten PACTA-Analyse des BAFU zeigen, dass gemäss PACTA auf der Aktienseite lediglich 2,8 Prozent des Anlagevolumens in BLKB-Anlageprodukten (Fonds und Baskets per 31. Dezember 2019) und auf der Obligationenseite 1,8 Prozent in treibhausgasintensiven Branchen liegen. Diese setzten sich wie folgt zusammen:

Branche (Anteil am Portfolio Aktien / Obligationen)

  • Automobilindustrie (0,4% / < 0,1%)
  • Luftfahrt (< 0,1% / –)
  • Schifffahrt (< 0,1% / –)
  • Kohle (< 0,1% /–)
  • Zementherstellung (1,3% / 1,3%)
  • Öl- und Gasförderung (< 0,1% / 0,2%)
  • Energieerzeugung (0,9% / 0,3%)
  • Stahlherstellung (0,1% / –)

Eine Studie zu den Klimarisiken im Kreditgeschäft der BLKB (vgl. GRI 201-2) ergab, dass rund 3,5 Prozent des gesamten kommerziellen Kreditportfolios in treibhausgasintensiven Branchen liegen. Es sind dies:

Branche (Anteil am Portfolio)

  • Elektrizitätsverteilung, Handel und Erzeugung (2%)
  • Herstellung von Kaltprofilen, Stahlrohren und ähnlichen Erzeugnissen aus Stahl (0,5%)
  • Herstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und Kitten sowie Baubedarfsartikeln aus Kunststoff (0,8%)
  • Herstellung von Erzeugnissen aus Beton, Zement und Kalksandstein für den Bau (0,3%)
Ökologische Themen
GRI 302: Energie (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf Energie

Die folgenden Angaben beschreiben gleichermassen die Managementansätze in Bezug auf Emissionen (GRI 305) sowie Abfall (GRI 306).

Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzung

Als zukunftsorientierte Bank setzt sich die BLKB für das Wohl der Menschen, der Gesellschaft und der Umwelt ein. Der Schutz des Klimas ist ihr dabei ein zentrales Anliegen. Von grosser Bedeutung für den Betrieb einer Bank ist die sichere Versorgung mit Energie – insbesondere Strom, aber auch Wärme und Kälte. Das Energiemanagement fokussiert auf die Erhöhung der Energieeffizienz und die Reduktion der Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen). Diese entstehen bei der BLKB zum Grossteil aus dem Wärmebedarf und dem Geschäftsreiseverkehr sowie dem Papierverbrauch. Ein kleinerer Anteil ist auf den Strombedarf, Abfall und Wasserverbrauch zurückzuführen. Das Umweltmanagement der BLKB setzt Strategien und Massnahmen zur Steigerung der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes auf allen Ebenen der Bank um. Die folgenden Ausführungen beschreiben die verfolgten Ansätze der BLKB zum wesentlichen Thema «Klimawandel, Ressourcenschonung und Klimaschutz» (vgl. wesentliche Themen). Die Auswirkungen des Kerngeschäfts der Bank auf die Umwelt werden im Managementansatz verantwortungsvolles Kredit- und Anlagegeschäft behandelt.

Der Managementansatz und seine Bestandteile
Strategie, Prozesse und Instrumente

Das Umweltmanagement der BLKB orientiert sich am Ziel, den ökologischen Fussabdruck des Bankbetriebs möglichst gering zu halten. Dazu gehören die Minimierung der Treibhausgasemissionen und ein möglichst geringer Verbrauch natürlicher Ressourcen. Die Einhaltung der Schweizer Umweltschutz-, Energie- sowie CO2-Gesetze ist dabei als Minimalvorgabe eine Selbstverständlichkeit. Die BLKB will darüber hinaus eine Vorbildfunktion einnehmen und ihre Reputation als nachhaltig agierendes Unternehmen stärken. Das Umweltmanagement der Bank bildet somit einen zentralen Teil ihres Handelns.

Eine erste Zielvereinbarung zur Verminderung der CO2-Emissionen und der Steigerung der Energieeffizienz des Bankbetriebs hat die BLKB bereits im Jahr 2000 mit dem Bund abgeschlossen. Diese galt für die Periode von 2000 bis 2012. Auch für den Zeitraum von 2013 bis 2022 unterzeichnete die BLKB eine Zielvereinbarung mit dem Bund (vgl. auch «Ziele» sowie «Massnahmen und Ergebnisse» weiter unten). Die BLKB trägt damit zu den freiwilligen Massnahmen der Wirtschaft zur Reduktion der CO2-Emissionen bei, zu denen sich der Bund mit der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls verpflichtet hat. Die BLKB ist Teil der Energie-Modell-Gruppe Banken, über welche die Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) einen Erfahrungsaustausch innerhalb der Branche organisiert und die Zielerreichung jährlich prüft.

Im Energiemanagement setzt die BLKB darauf, den Energiebedarf zu reduzieren, die Effizienz zu steigern sowie erneuerbare und umweltschonende Energieformen zu beziehen. Um den Wärmebedarf zu reduzieren, werden bei Gebäudesanierungen die Isolationen verbessert, die Regulierung der Anlagen optimiert und der Verbrauch wird stetig überwacht. Die BLKB bezieht ausserdem, wo möglich, Fernwärme. Damit deckte sie 82 Prozent des gesamten Wärmebedarfs im Berichtsjahr ab.

Wichtig ist beim Bezug von Fernwärme eine möglichst CO2-freie Produktion. Die lokalen Nah- und Fernwärmenetze werden mit Holz, Wärmepumpen und Blockheizkraftwerken sowie fossilen Energieträgern betrieben. Die BLKB unterstützt die weitere Ökologisierung des Betriebs dieser Anlagen, indem diese umgebaut werden und der Anteil an fossilen Energieträgern weiter reduziert wird.

Beim Stromverbrauch setzt die BLKB konsequent auf Effizienztechnologien. Dafür setzt die BLKB beispielsweise LED-Beleuchtung und Präsenzmelder ein. Ein bedarfsabhängiger Betrieb der Haustechnikanlagen sowie der Einsatz von IT-Geräten, die den aktuellen Energiesparanforderungen entsprechen, steigern ebenso ihre Energieeffizienz. Seit 2012 bezieht die BLKB ihren Strom zu 100 Prozent aus Schweizer Wasserkraft, jener Stromquelle mit den tiefsten Treibhausgasemissionswerten. Die eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hauptsitzes produziert zudem Solarstrom (Kapazität: 82 kWp) für den Eigengebrauch und die öffentliche Ladestation für E-Fahrzeuge.

Im Geschäftsreiseverkehr sieht die BLKB ihre Möglichkeiten darin, unnötige Fahrten zu vermeiden, umweltschonende Transportmöglichkeiten zu nutzen sowie allgemein die Effizienz zu steigern. Elektrofahrzeuge werden aus diesem Grund vermehrt eingesetzt. Den Mitarbeitenden stehen am Hauptsitz in Liestal sechs Elektrofahrzeuge für geschäftliche Zwecke zur Verfügung. Um den öffentlichen Verkehr vermehrt zu nutzen, erhalten Mitarbeitende SBB-Gutscheine im Gegenwert eines Halbtax-Abonnements. In Bezug auf das Materialmanagement fokussiert die BLKB allgemein auf die Reduktion des Materialbedarfs. Die BLKB bezieht Produkte, die zu einem möglichst hohen Anteil aus rezyklierbaren, rezyklierten oder umweltschonenden Materialien hergestellt wurden (vgl. GRI 204). Abfälle werden konsequent getrennt und gemäss geltenden Umweltstandards entsorgt.

Das Verhalten der Mitarbeitenden beeinflusst den Fussabdruck der BLKB massgeblich. Deshalb setzt die Bank Aktivitäten zur Sensibilisierung um, was schon im Rahmen der Einführungsveranstaltung für neue Mitarbeitende beginnt. Die Ausgestaltung der Büroräumlichkeiten schafft zudem Anreize für ressourcenschonendes Verhalten. Die Büroräumlichkeiten sind so gestaltet und ausgerüstet, dass möglichst wenige Ressourcen verbraucht werden. Dazu gehören die Arbeitsplatzbeleuchtung oder energieeffiziente EDV-Geräte. 

Seit 2003 verwendet die BLKB das vom Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU) publizierte Kennzahlensystem. Sie weist damit die betriebsökologischen Kennzahlen in den Bereichen Energie, Wasser, Abfall, Papier, Mobilität und Treibhausgasemissionen nach international anerkannten Standards aus. Die Treibhausgasemissionen werden auf der Basis der Lebenszyklus-Datenbank von Ecoinvent berechnet.

Das Umweltmanagement leistet mit der Optimierung des internen Ressourcenhaushalts einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Indirekte Treibhausgasemissionen entstehen bei einer Bank nicht nur über den Stromverbrauch oder den Bezug von Fernwärme, sondern auch über ihre Einkäufe und ihre Finanzanlagen. Für mehr Transparenz und zur Schaffung einer umfassenden Entscheidungsgrundlage analysiert die BLKB jährlich ihre Treibhausgasemissionen mithilfe externer Expertinnen und Experten (vgl. GRI 201-2). Die Ergebnisse umfassen die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 1–3 gemäss Greenhouse Gas Protocol) als CO2-Äquivalente. Die BLKB kompensiert ihre Betriebsemissionen (Treibhausgasemissionen aus Scope 1 und 2 sowie Teilaspekten von Scope 3 wie Geschäftsreiseverkehr, Energieherstellung, Wasseraufbereitung, Abfallentsorgung und eingekaufte Güter) in einem lokalen Forschungsprojekt (vgl. «Massnahmen und Ergebnisse» im gleichen GRI). Die BLKB engagiert sich auch in externen Vorhaben für mehr Transparenz und Klimaschutz. So nahm sie an der PACTA-Studie 2020 des Bundesamts für Umwelt teil. Die Studie untersuchte die Klimaverträglichkeit im Schweizer Finanzsektor (vgl. Erläuterungen zum Managementansatz in Bezug auf das verantwortungsvolle Kredit- und Anlagegeschäft. Als Mitglied von swisscleantech setzt sich die BLKB zudem für eine klimaneutrale Schweiz ein und unterstützt die Entwicklung verbindlicher Klimaschutzmassnahmen für ihren Wirtschaftsraum.

Verantwortlichkeiten und Monitoring

Das Ressort Infrastruktur im Geschäftsbereich IT & Services ist für das Umweltmanagement der BLKB verantwortlich. Das Nachhaltigkeitsprinzip ist in den relevanten Unterstützungsprozessen verankert. Die Fachexpertinnen und -experten des Ressorts setzen gemeinsam mit anderen Schlüsselfunktionen Massnahmen zum Klima- und Umweltschutz um.

Das Energiemanagement verfügt über ein umfassendes Monitoring. Derzeit erfassen 287 Energiezähler die Verbrauchsdaten der BLKB. Mit der Unterstützung eines externen Dienstleisters werden diese gespeichert und ausgewertet. Die Wirkung von Optimierungsmassnahmen wird damit überwacht und auffällige Abweichungen des Verbrauchs werden frühzeitig erkannt und korrigiert. In einem jährlichen Erfahrungsaustausch vergleichen die Liegenschaftsverantwortlichen die Energieverbrauchsdaten der einzelnen Niederlassungen und diskutieren Ursachen und Massnahmen.

Die Nachhaltigkeit der Finanzanlagen wird über die entsprechenden Facheinheiten gesteuert (vgl. Managementansatz zu verantwortungsvolles Kredit- und Anlagegeschäft.

Ziele

Im Rahmen der Zielvereinbarung mit dem Bund verpflichtet sich die BLKB für ausgewählte Niederlassungen per 2022 zu folgenden Zielen gegenüber dem Basisjahr 2013:

  • Steigerung der Energieeffizienz auf 107,8 Prozent (Stand 2021: 123,7%)
  • Reduktion der CO2e-Intensität auf 81,2 Prozent (Stand 2021: 76,0%)

Diese Zielvereinbarung entspricht den Vorgaben des Grossverbraucherartikels im kantonalen Energiegesetz, der bis 2022 erfüllt sein muss.

Die BLKB will in den beschriebenen Scopes klimaneutral sein und damit zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens beitragen. Dies ist explizit in den Zielsetzungen 2030 festgeschrieben, welche mit Referenz auf das Umweltmanagement und den Klimaschutz Folgendes festhalten:

  • Die Bank hält das Pariser Klimaabkommen von 2015 ein und verringert entsprechend ihre direkten und indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 1–3 nach Greenhouse Gas Protocol) kontinuierlich.
  • Die Bank leistet einen Beitrag zu einer umweltbewussten Entwicklung und fördert dabei die Kreislaufwirtschaft sowie die nachhaltige Ressourcennutzung.
  • Die Bank betreibt ein systematisches, auf kontinuierliche Verbesserung ausgerichtetes Umweltmanagement im Bereich Liegenschaften und Mobilität.
  • Die Bank verwendet ausschliesslich erneuerbare Energien und nutzt diese effizient.
  • Nachhaltigkeit ist integrierter Bestandteil der angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Diese leisten insbesondere einen Beitrag zur Erreichung der Schweizer Klimaziele.
Massnahmen und Ergebnisse

Zur Erfüllung der mit dem Bund vereinbarten Ziele erarbeitete die BLKB zusammen mit externen Spezialistinnen und -spezialisten 72 Massnahmen für acht Niederlassungen. Für die Vereinbarung mit dem Bund wurden Massnahmen berücksichtigt, welche als innert acht Jahren amortisierbar eingestuft wurden. Die BLKB realisierte auch Massnahmen, die über dieses Vorgabe hinaus gingen, und erreichte 2021 eine Energieeffizienz von 123,7 Prozent und eine CO2e-Intensität von 76 Prozent. Damit wurden die bis 2022 zu erfüllenden Ziele bereits deutlich übertroffen.

Die Auswertung der Verbrauchsdaten der Bereiche Energie, Mobilität, Papier, Wasser und Abfall zeigte gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs der nach Scope 1 bis 3 berechneten direkten und indirekten Treibhausgasemissionen von insgesamt 31 Prozent. Die BLKB verursachte Emissionen von insgesamt 823 Tonnen CO2e (Vorjahr 628 t CO2e). Bei einem Zuwachs der FTE um 7,3 Prozent resultiert eine Erhöhung der Treibhausgasemissionen pro FTE auf 1'063 Kilogramm CO2e/FTE (Vorjahr 871 kg CO2e/FTE), was einem Plus von 22 Prozent entspricht.

Seit Beginn der Auswertung der Umweltkennzahlen nach dem Standard des VfU 2003 ist dies das erste Geschäftsjahr, in dem die Treibhausgasemissionen deutlich gestiegen sind. Die Ursachen können jedoch klar benannt werden. Sie betreffen ausschliesslich den Wärmeverbrauch und liegen nicht im Einflussbereich der BLKB:

  • Die Fernwärmeversorgung in Liestal, von der die BLKB 60 Prozent der Fernwärme bezieht, wurde umgebaut und das ganze Jahr ausschliesslich mit Erdgas betrieben. Das Heizwerk wird mit neuen Holzheizkesseln ausgerüstet und soll in der Zukunft zu 90 Prozent mit Holz aus den regionalen Wäldern befeuert werden.
  • Der klimatisch bedingte Heizungsbedarf ist 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent gestiegen. Die Heizgradtagzahl erhöhte sich von 2'508 auf 3'058.
  • Die gestiegenen Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit der Fernwärme machen 82 Prozent der Gesamtzunahme von 195 Tonnen CO2e im Vergleich zum Vorjahr aus. Das kühlere Wetter im Berichtsjahr bewirkte einen zusätzlichen Wärmebedarf von 9,2 Prozent (pro FTE lediglich 1,8%). Eine geänderte und detailliertere Allokation der übrigen Fernwärmelieferung zu den spezifischen Energieträgern bewirkte die restliche Erhöhung.

Der Stromverbrauch pro Mitarbeitenden ist um 8,8 Prozent gesunken und beträgt noch 3,11 MWh/FTE. Vor fünf Jahren betrug dieser Wert noch 4,45 MWh/FTE. Obschon der Stromverbrauch den Wärmebedarf (2,75 MWh/FTE) übersteigt, wurden dadurch nur 38 Kilogramm CO2e/FTE verursacht. Der Wärmebedarf war im Berichtsjahr für 610 Kilogramm CO2e/FTE verantwortlich.

Der Bereich Mobilität umfasst derzeit für die jährliche Auswertung nach dem VfU-Standard bisher nur die Geschäftsreisen. Der Pendlerverkehr ist in den folgenden Zahlen nicht enthalten. Die auf der Schiene und auf der Strasse absolvierten Distanz ist nahezu unverändert wie im Vorjahr. Damit wurden 249 Kilogramm CO2e/FTE verursacht. Markant gestiegen ist die Fahrleistung mit Elektromobilen (+76%). Auf der Strasse wurden mit Benzin- und Dieselfahrzeugen 1,4 Prozent mehr Kilometer gefahren. Die resultierenden Treibhausgasemissionen sind um 13 Kilogramm CO2e/FTE gesunken. Flugreisen wurden keine absolviert.

Der Papierverbrauch verursachte 125 Kilogramm CO2e/FTE. Der Anteil an Recyclingpapier wurde weiter auf 89 Prozent gesteigert. Der Gesamtverbrauch von Papier wurde um 4 Kilogramm/FTE gesenkt. Dies bewirkte eine geringfügige Reduktion der Treibhausgasemissionen.

Der Wasserverbrauch wurde gegenüber dem Vorjahr pro Mitarbeitenden um 35 Prozent reduziert. Zu dieser deutlichen Reduktion hat das kühlere Wetter beigetragen. Es wurde weniger Wasser für die Bewässerung der Grünflächen und für die Rückkühlung der Klimaanlagen (Evaporativ-Kondensatoren) verbraucht. Der Wasserverbrauch verursachte nur 5 Kilogramm CO2e/FTE.

Das Abfallaufkommen konnte um 17 Prozent auf 161 Kilogramm/FTE gesenkt werden, was eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von 30 Prozent bewirkte. Somit betrugen die ausgestossenen CO2e-Emissionen noch 35 Kilogramm CO2e/FTE. Die Abfallmenge, die dem Recycling zugeführt wurde, blieb nahezu unverändert und betrug 58 Prozent. Es wurde weniger Abfall der Verbrennung zugeführt.

Eine erneute detaillierte Analyse der direkten und indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 1–3) gibt der BLKB Aufschluss zu ihrem Fussabdruck sowie zu Handlungsfeldern im Bereich Klimaschutz. Die Studie bildet die Basis für die Klimakompensation des Bankbetriebs (für Scope 1 und 2 sowie einzelne Aspekte von Scope 3). Wie bereits 2019 erarbeitete und priorisierte die BLKB im Berichtsjahr weitere Massnahmen auf Basis dieser umfassenden Evaluation. Die Bank kompensierte infolgedessen im Jahr 2020 rund 1‘105 Tonnen CO2e über internationale Klimaprojekte (vgl. «Strategie, Prozesse und Instrumente» im selben GRI). Die BLKB kompensiert die Treibhausgasemissionen ihres Betriebs seit dem Berichtsjahr in einem lokalen Forschungsprojekt mit dem Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung. Dabei werden durch Humusaufbau Böden im Kanton Basel-Landschaft als CO2-Speicher genutzt. Die effektive CO2-Bindungsfähigkeit und die entsprechende Kompensationsleistung der BLKB durch dieses Forschungsprojekt können erst im Jahr 2024 gemessen werden (vgl. GRI 201).

Im Infrastrukturbereich baute die BLKB zudem das Angebot an Ladestationen für Elektrofahrzeuge am Hauptsitz aus und erneuerte einige durch leistungsfähigere Modelle, damit Mitarbeitende vor Ort ihre E-Fahrzeuge laden können. Ebenso wurden Ladestationen der neusten Generation an den öffentlichen Stationen installiert.

Beurteilung des Managementansatzes

Die BLKB beurteilt die Managementansätze mittels folgender Mechanismen:

  • Kennzahlen: Betriebsökologische Kennzahlen werden mindestens monatlich erhoben. Damit kann überwacht werden, wie sich der ökologische Fussabdruck der BLKB entwickelt.
  • Expertenaustausch: Die BLKB überprüft ihre Leistungen regelmässig in Zusammenarbeit mit externen Expertinnen und Experten.
  • Benchmarking: Die im Rahmen der EnAW eingereichten Daten werden mit der Benchmark der teilnehmenden Unternehmen verglichen.
  • Zielvereinbarung Bund/EnAW: Im Rahmen des EnAW-Jahresgesprächs erhält die BLKB Feedback zu ihrem Fortschritt und Empfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie der Reduktion der CO2e-Intensität.
  • Austausch mit der Zivilgesellschaft: Die BLKB diskutiert ihre Klima- und Umweltstrategie mit zivilgesellschaftlichen Organisationen (z. B. Klimastreik-Bewegung in der Schweiz oder WWF Schweiz) und erhält von diesen Feedback.
302-1
a-g

Informationen zum Brennstoffverbrauch und Energieverbrauch innerhalb der Organisation

Vgl. Kennzahlen der Zukunftsorientierung und VfU-Kennzahlen-Tool für quantitative Angaben sowie Erläuterungen zu verwendeten Standards, Methoden und Umrechnungsfaktoren.

Die von Drittparteien bezogene Energie ist nicht enthalten. Dies betrifft beispielsweise den Verbrauch von Mieterinnen und Mieter in den Bankliegenschaften der BLKB, die von den Heizungen der BLKB Wärme beziehen.

302-2
a-c

Informationen zum Energieverbrauch ausserhalb der Organisation

Der ausgewiesene Energieverbrauch ausserhalb der Organisation beschränkt sich auf den Personenverkehr (Automobil, Bahn, Flugzeug). Der Stromverbrauch des Rechenzentrums, das sich die BLKB mit Dritten teilt, ist nicht berücksichtigt.

Informationen zu verwendeten Standards, Methoden und Umrechnungsfaktoren können den Kennzahlen der Zukunftsorientierung und dem VfU-Kennzahlen-Tool entnommen werden.

302-3
a-d

Informationen zum Energieintensitätsquotienten

Der Energieintensitätsquotient ist in den Kennzahlen der Zukunftsorientierung ausgewiesen.

  • Die Anzahl Vollzeitäquivalente (FTE) entspricht dem organisationsspezifischen Parameter (dem Nenner), der zur Berechnung des Quotienten verwendet wurde.
  • Die Berechnung des Intensitätsquotienten umfasst folgende Energiearten: Gebäudeenergie (d. h. elektrischer Strom und Heizenergie) sowie Geschäftsreisen.
302-4
a-d

Informationen zur Verringerung des Energieverbrauchs durch Initiativen der Organisation

Vgl. Managementansatz in Bezug auf Energie in GRI 302 («Massnahmen und Ergebnisse») sowie Kennzahlen der Zukunftsorientierung.

  • Die Berechnung des Energieverbrauchs umfasst folgende Energiearten: Gebäudeenergie (d. h. elektrischer Strom und Heizenergie) sowie Geschäftsreisen.
  • Die Zusammenarbeit mit der Energieagentur der Schweizer Wirtschaft (EnAW) hat zum Ziel, den Energiebedarf der Bank zu senken. Die aktuelle Zielvereinbarung gilt bis 2022. Als Basisjahr dient das Jahr 2013.
GRI 305: Emissionen (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz zu THG-Emissionen

Vgl. Beschreibung des Managementansatzes zu Energie in GRI 302.

305-1
a-g

Informationen zu direkten THG-Emissionen (Scope 1)

Die Intensität (kg CO2e/FTE) der direkten Treibhausgasemissionen ist ausgewiesen in den Kennzahlen der Zukunftsorientierung.

  • Informationen zu den in die Berechnung einbezogenen Gasen und zu den verwendeten Standards, Methoden und Umrechnungsfaktoren können dem VfU-Kennzahlen-Tool entnommen werden. Die Kennzahlen werden nach den Vorgaben der VfU berechnet.
  • Biogene CO2e-Emissionen werden nicht erhoben.
  • Das EnAW-Reporting für die Periode 2013 bis 2022 weist die Treibhausgasemissionen der Gebäudeheizungen von acht Bankstandorten aus. Für Gas und Heizöl sind dies direkte und bei Fernwärme auch indirekte Treibhausgasemissionen. Im Rahmen der Zielvereinbarung mit der EnAW werden die Zahlen für die Berechnung der CO2e-Intensität der Bank verwendet. Sie sind nicht Teil der Kennzahlen der Zukunftsorientierung.
  • Die VfU-Kennzahlen, die in den Kennzahlen der Zukunftsorientierung aufgeführt sind, wurden erstmals 2003 für die gesamte Bank erfasst und berechnet. Damit werden die Treibhausgasemissionen aller Bankstandorte ausgewiesen. Die Veränderung wird gegenüber den Vorjahren evaluiert und analysiert. Die Daten werden jeweils an die aktuelle Version des VfU-Kennzahlen-Tools angepasst.
  • Zur Berechnung der Treibhausgasemissionen (in CO2-Äquivalenten) werden die Umweltkennzahlen der Datenbank Ecoinvent verwendet. Ecoinvent wird von den Instituten der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) betreut und periodisch aktualisiert.
  • Als Konsolidierungsansatz dient der Equity-Share-Ansatz. Das bedeutet, dass alle Emissionen berücksichtigt werden, die im Zusammenhang mit dem Bankbetrieb entstehen. Davon ausgenommen sind beispielsweise der Energieverbrauch bzw. die Treibhausgasemissionen von Liegenschaften der BLKB, die an Mieterinnen und Mieter (Gewerbe, Haushalte) weiterverrechnet werden.
305-2
a-g

Informationen zu indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2)

Die Intensität (kg CO2e/FTE) der indirekten energiebedingten Treibhausgasemissionen ist in den Kennzahlen der Zukunftsorientierung ausgewiesen.

  • Informationen zu den in die Berechnung einbezogenen Gasen und zu den verwendeten Standards, Methoden und Umrechnungsfaktoren können den dazugehörigen Fussnoten entnommen werden. Da die BLKB an ihren verschiedenen Standorten von unterschiedlichen Lieferantinnen und Lieferanten Fernwärme bezieht, wurde zur Berechnung dieser Treibhausgasemissionen der Emissionsfaktor des grössten Lieferanten (53 Prozent des Gesamtverbrauchs) anteilig für alle Lieferanten herangezogen.
  • Berücksichtigt wird Strom aus 100 Prozent Schweizer Wasserkraft. Dies entspricht marktbasierten Werten.
  • Die Berichterstattung an EnAW für die Periode 2013 bis 2022 weist die CO2-Emissionen der Gebäudeheizung von acht Bankstandorten aus. Für Gas und Heizöl sind dies direkte und bei Fernwärme auch indirekte Treibhausgasemissionen.
  • Die VfU-Kennzahlen, die in den Kennzahlen der Zukunftsorientierung aufgeführt sind, wurden erstmals 2003 für die gesamte Bank erfasst und berechnet. Damit werden die Treibhausgasemissionen aller Bankstandorte ausgewiesen. Die Veränderung wird gegenüber den Vorjahren evaluiert und analysiert. Die Daten werden jeweils an die aktuelle Version des VfU-Kennzahlen-Tools angepasst.
  • Zur Berechnung der Treibhausgasemissionen (in CO2-Äquivalenten) werden die Umweltkennzahlen der Datenbank Ecoinvent (ecoinvent.org) verwendet. Ecoinvent wird von den Instituten der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) betreut und periodisch aktualisiert.
  • Als Konsolidierungsansatz dient der Equity-Share-Ansatz. Das bedeutet, dass alle Emissionen berücksichtigt werden, die im Zusammenhang mit dem Bankbetrieb entstehen. Der Stromverbrauch des Rechenzentrums, das sich die BLKB mit Dritten teilt, ist bei den indirekten Treibhausgasemissionen nicht berücksichtigt.
305-3
a-g

Informationen zu sonstigen indirekten THG-Emissionen (Scope 3)

Die Intensität (CO2e/FTE) sonstiger indirekter Treibhausgasemissionen ist in den Kennzahlen der Zukunftsorientierung ausgewiesen.

  • In der Berechnung werden nebst der Energiebereitstellung (Vorstufen und Verteilung) und dem Personenverkehr (Automobil, Bahn, Flugzeug) Emissionen im Zusammenhang mit dem Papier- und Wasserverbrauch sowie dem Abfallaufkommen berücksichtigt.
  • Informationen zu den in die Berechnung einbezogenen Gasen und zu den verwendeten Standards, Methoden und Umrechnungsfaktoren können den dazugehörigen Fussnoten entnommen werden.
  • Biogene CO2-Emissionen werden nicht erhoben.
  • Die VfU-Kennzahlen, die in den Kennzahlen der Zukunftsorientierung aufgeführt sind, wurden erstmals 2003 für die gesamte Bank erfasst und berechnet. Damit werden die Treibhausgasemissionen aller Bankstandorte ausgewiesen. Die Veränderung gegenüber den Vorjahren wird evaluiert und analysiert. Die Daten werden jeweils an die aktuelle Version des VfU-Kennzahlen-Tools angepasst.
  • Zur Berechnung der Treibhausgasemissionen (CO2-Äquivalente) werden die Umweltkennzahlen der Datenbank Ecoinvent verwendet. Ecoinvent wird von den Instituten der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) betreut und periodisch aktualisiert.
305-4
a-d

Informationen zum Intensitätsquotienten der THG-Emissionen

Der Intensitätsquotient der Treibhausgasemissionen ist in den Kennzahlen der Zukunftsorientierung ausgewiesen.

  • Der Intensitätsquotient der Treibhausgasemissionen ist in den Kennzahlen der Zukunftsorientierung ausgewiesen.
  • Die Anzahl Vollzeitäquivalente (FTE) entspricht dem organisationsspezifischen Parameter (dem Nenner), der zur Berechnung des Quotienten verwendet wurde.
  • Der Umfang der in die Berechnung einbezogenen Gase entspricht den Definitionen in der Datenbank Ecoinvent. Ecoinvent wird von den Instituten der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) betreut und periodisch aktualisiert.
  • Informationen zu den Arten von Treibhausgasemissionen (Scopes 1–3), die im Intensitätsquotienten einbezogen sind, können den dazugehörigen Fussnoten entnommen werden.
305-5
a-e

Informationen zur Senkung der THG-Emissionen durch Initiativen der Organisation

Vgl. Managementansatz in Bezug auf Energie in GRI 302 («Massnahmen und Ergebnisse») sowie Kennzahlen der Zukunftsorientierung.

Die Zusammenarbeit mit der EnAW hat zum Ziel, die CO2-Emissionen aus dem Gebäudeenergiebedarf zu senken. Die aktuelle Zielvereinbarung gilt bis 2022. Als Basisjahr dient das Jahr 2013.

GRI 306: Abfall (2020)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf Abfall

Vgl. Beschreibung des Managementansatzes in Bezug auf Energie in GRI 302.

306-3
a-b

Angefallener Abfall

Abfälle nach Entsorgungsarten sind in den Kennzahlen der Zukunftsorientierung ausgewiesen. Informationen zu den verwendeten Standards, Methoden und Umrechnungsfaktoren können dem VfU-Kennzahlen-Tool entnommen werden. Die Kennzahlen werden nach den Vorgaben der VfU berechnet. Zur Berechnung der Kennzahlen wird die Datenbank Ecoinvent verwendet.

Informationen zur Bestimmung der Abfallentsorgungsmethode: Ein Teil des Abfalls wird von der BLKB direkt in die Verbrennung gebracht (z. B. Akten), wo sie gewogen werden. Der Hauskehricht wird von der BLKB gewogen und vom öffentlichen Entsorgungsdienst abgeholt und zur Verbrennung gebracht. Der übrige Teil des Abfalls wird von weiteren Dienstleistern abgeholt und zur Entsorgung (Recycling) gebracht. Die BLKB erhält vom entsorgenden Unternehmen eine Rückmeldung über das Gewicht des Abfalls.

GRI 308: Umweltbewertung der Lieferanten (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf die Umweltbewertung der Lieferanten

Vgl. Beschreibung des Managementansatzes zu Beschaffungspraktiken in GRI 204.

308-1
a

Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von Umweltkriterien bewertet wurden

Die Nachhaltigkeitsvereinbarung für Lieferanten und Dienstleister gilt für alle Lieferantinnen und Lieferanten und Dienstleister. Die Vereinbarung wurde in dieser Form 2019 eingeführt. Die Nachhaltigkeitsvereinbarung ist bei allen neu abgeschlossenen oder verlängerten Partnerschaften fixer Vertragsbestandteil. Zur weiteren Institutionalisierung wurde die Nachhaltigkeitsvereinbarung im Jahr 2021 in das Standard-Vertragsregelwerk integriert. Ein systematisches Monitoring bzw. eine systematische Bewirtschaftung wird im Rahmen des «Partnermanagements» sichergestellt. Alle Lieferanten von Werbegeschenken, Sponsoring- und Werbematerialien haben die Nachhaltigkeitsvereinbarung unterschrieben. Einkäufe von Gütern ab einem Volumen von 3’000 CHF werden nach einem strukturierten Entscheidungsschema entlang diverser Nachhaltigkeitskriterien getätigt. Davon ausgeschlossen sind Produkte wie Bankautomaten oder IT- und Baudienstleistungen, die für das Geschäftsmodell der BLKB als kritisch eingestuft werden.

Für weitere Erläuterungen sowie für die Übersicht zur prozentualen Verteilung von Lieferantinnen und Lieferanten, die dem Kriterienkatalog der BLKB Nachhaltigkeitsvereinbarung entsprechen vergleiche GRI 204.

Soziale Themen
GRI 401: Beschäftigung (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf Beschäftigung

Die folgenden Angaben beschreiben gleichermassen die Managementansätze in Bezug auf Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis (GRI 402), Aus- und Weiterbildung (GRI 404), Diversität und Chancengleichheit (GRI 405) sowie Diskriminierungsfreiheit (GRI 406). Dieses Kapitel umfasst somit die wesentlichen Themen «Motivierende Führungs- und Arbeitskultur», «Diversität und Chancengleichheit» sowie «Entwicklung der Mitarbeitenden» (vgl. wesentliche Themen). Für weitere Informationen vgl. auch GRI 102-8.

Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzung

Die BLKB erachtet die Mitarbeitenden als ihre wichtigste Ressource. Die Bank kann nur mit gesunden, motivierten, kompetenten und teamfähigen Mitarbeitenden langfristig erfolgreich sein und ihre Strategie umsetzen. Für unsere Mitarbeitenden ist es wichtig, Kundenbedürfnisse gezielt erkennen zu können und auf die individuelle Lebenslagen der Kundschaft einzugehen. Das zusehends digitalisierte und sich rasch verändernde Arbeitsumfeld beeinflusst stark, welche Fähigkeiten Mitarbeitende der BLKB brauchen. Die Bank nutzt diese Chancen und investiert konsequent in die fachliche und persönliche Weiterentwicklung sowie die Arbeitsmarktfähigkeit ihrer Mitarbeitenden. Dabei stehen ein verantwortungsvolles und zukunftsorientiertes Personalmanagement sowie eine motivierende, kollaborative Führungs- und Arbeitskultur an allen Geschäftsstandorten im Fokus. Auch die Kundschaft profitiert letztlich in Form von hochwertigen Produkten und Dienstleistungen sowie von einer umfassenden und professionellen Beratung.

Strategie, Prozesse und Instrumente
Die Führungs- und Zusammenarbeitskultur der BLKB

Das Personalmanagement (Human Resources, HR) der BLKB basiert auf der internen HR-Strategie. Diese verankert den Anspruch der Bank, eine zukunftsorientierte Arbeitgeberin mit systematischem Management der Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden (vgl. GRI 404) und einer starken Unternehmenskultur zu sein. Flache Hierarchien sind ein zentrales Element der Zusammenarbeitskultur der BLKB. Die BLKB hat im Jahr 2018 Ränge abgeschafft, behält jedoch weiterhin ein Stufenmodell bei.

Mitarbeitende übernehmen Fachverantwortung im Rahmen ihrer Funktion und nutzen gezielt ihre Gestaltungs- und Entscheidungsfreiräume. Diese Philosophie der Zusammenarbeit wird von einem weiteren wichtigen Baustein getragen: dem internen Verständnis für Führung und Zusammenarbeit, das auf sechs Führungs- und Zusammenarbeitsprinzipien (vgl. GRI 102-16) basiert:

  • Klima der Entscheidungsfreudigkeit
  • Ausgeprägte Feedbackkultur
  • Output-Orientierung
  • aktives Mitgestalten als Vorbild
  • Souveränität durch Kompetenzen
  • hohe Loyalität und Integrität

Die Prinzipien beschreiben, worauf die BLKB in der Zusammenarbeit Wert legt. Alle Mitarbeitenden tragen eine Führungsverantwortung für sich, ihre Rolle und ihr Team. Die Führungskräfte sorgen für optimale Rahmenbedingungen für Mitarbeitende und Teams, um die ambitionierten Zielsetzungen der Bank zu erreichen.

In der Leadership Academy trainiert die BLKB die genannten Führungsprinzipien und entwickelt Führungskräfte gezielt weiter. Regelmässige Trainingseinheiten sowie der Erfahrungsaustausch stehen im Zentrum der Leadership Academy.

Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden

Mit der Personal- und Organisationsentwicklung steuert die Bank ausserdem die Besetzung von Schlüsselpositionen. Dazu dient das Kompetenzmodell der BLKB, das die nötigen Kompetenzanforderungen abbildet und damit als Entscheidungshilfe bei der Rekrutierung neuer bzw. der Weiterentwicklung bestehender Mitarbeitenden dient. Wenn es um die kontinuierliche Verankerung und Befähigung der Führungskräfte in der strategischen Workforce-Planung geht, werden diese durch Hilfsmittel sowie Gefässe wie regelmässige Fragerunden und Coachings im Rahmen der Leadership Academy begleitet.

Das Aus- und Weiterbildungsprogramm mit seinen verschiedenen funktions- und fachspezifischen Kursen und Workshops steht allen Mitarbeitenden zur Verfügung und basiert auf den sich verändernden Kompetenzanforderungen der Rollenprofile der BLKB. Es fördert die Entwicklung von Fach-, Methoden-, Verhaltens- und Führungskompetenzen. Die BLKB erweitert das Angebot stetig, das Thema Nachhaltigkeit gehört ebenfalls zum Angebot. Seit 2021 gibt es eine spezifische Weiterbildungsveranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit und ihrer Operationalisierung. Erste Mitarbeitende haben diese Schulung durchlaufen. In Ergänzung zu internen Kursen und Trainings beteiligt sich die BLKB gemäss internen Richtlinien finanziell und zeitlich an Ausbildungsangeboten Dritter.

Darüber hinaus hat die interne Ausbildung von Lernenden und Praktikantinnen und Praktikanten in der Bank einen hohen Stellenwert. Die BLKB bietet nebst der kaufmännischen Ausbildung auch Lehrstellen in den Fachgebieten Informatik mit Schwerpunkt in der Applikationsentwicklung, Betriebsunterhalt (Haustechnik) sowie Mediamatik an. Das Ausbildungskonzept für die jüngsten Mitarbeitenden wird laufend optimiert und auf seine Zukunftsorientierung und -fähigkeit überprüft (vgl. «Massnahmen und Ergebnisse» im gleichen GRI). Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung bildet die Projektwoche: Im zweiten Lehrjahr nehmen alle Lernenden der BLKB gemeinsam mit den Lernenden der Basler Kantonalbank und der Bank Cler an einer Waldprojektwoche teil. Diese wird von der beruflichen Grundbildung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bildungswerkstatt Bergwald organisiert. Im Berichtsjahr wurden «Waldtage» im Baselbiet organisiert, da aufgrund der Covid-19-Massnahmen auf eine Lagerwoche verzichtet wurde.

Das Mentoring-Programm, für das sich alle Mitarbeitenden als Mentorin und Mentor oder Mentee bewerben können, ist eine weitere interne Möglichkeit, die eigenen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Mentorin bzw. Mentor und Mentee tauschen sich informell aus und diskutieren verschiedene Themen des Berufsalltags und der Persönlichkeitsentwicklung miteinander.

Flexibles Arbeiten

Auch hinsichtlich flexibler Arbeitsweisen will die BLKB eine zukunftsorientierte, moderne und attraktive Arbeitgeberin sein. Die interne «Regelung über mobiles Arbeiten bei der BLKB» gibt dabei die Rahmenbedingungen vor. Wie die Ausgestaltung im Einzelfall aussieht, besprechen Mitarbeitende mit ihrem People Leader. Ermöglicht wird das ortsunabhängige Arbeiten durch eine moderne Infrastruktur. Mitarbeitende der BLKB können ausserdem zwischen unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen wählen, wie beispielsweise längere oder kürzere Arbeitstage sowie mehr oder weniger Ferien. Die BLKB wird ab dem Jahr 2022 den Mitarbeitenden zudem die Möglichkeit bieten, zusätzliche Ferientage zu kaufen. So können Mitarbeitende ihre Ferien massgeschneidert auf ihre Bedürfnisse planen. Die BLKB ist überzeugt, dass diese Flexibilität die Eigenverantwortung und -initiative fördert sowie die Motivation und Produktivität der Mitarbeitenden steigert. Aus diesem Grund hat die Bank bereits 2015 die Work Smart Charta unterschrieben, eine Initiative von Schweizer Unternehmen zur Förderung flexibler Arbeitsmodelle. Die Möglichkeiten des flexiblen Arbeitens sowie die etablierte Arbeitskultur haben sich während der Einschränkungen aufgrund von Covid-19 im Berichtsjahr bewährt (vgl. «Massnahmen und Ergebnisse» und GRI 403 für weitere Informationen zum Umgang mit Covid-19 im Personalmanagement).

Mehr Flexibilität für ältere Mitarbeitende bietet das Angebot zur gestaffelten Pensionierung. Anstelle einer Früh- oder regulären Pensionierung, die von einem Tag auf den anderen eintritt, können Mitarbeitende ihr Pensum stetig reduzieren. Einerseits bietet dies Vorteile für die Bank, da so das Fachwissen erfahrener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter länger erhalten bleibt. Andererseits können Mitarbeitende ihren Wechsel in die Pensionierung schrittweise angehen.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Mitarbeitende, die Familienangehörige (temporär) krankheitsbedingt intensiv betreuen müssen, können dafür gesetzlich bis zu zehn bezahlte Arbeitstage jährlich beziehen – maximal drei Tage pro Krankheitsfall. Bedauerlicherweise kommt es immer wieder zu längeren Pflege- oder Krankheitsfällen im näheren Umfeld unserer Mitarbeitenden. Solche Fälle stellen temporär enorme Belastungen für alle Beteiligten dar. Die BLKB ist deshalb bemüht, in diesen Ausnahmesituationen individuelle Lösungen mit den betroffenen Mitarbeitenden zu finden, um sie entsprechend zu unterstützen. Oftmals kann bereits eine temporäre Reduktion des Arbeitspensums weiterhelfen. Zusätzlich können Mitarbeitende die Unterstützungsangebote der Sozialberatungsstelle Proitera in Anspruch nehmen.

Die Bank bietet vergünstigte Betreuungsangebote für Kinder (abhängig vom Einkommen) und ermöglicht die Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs von 16 auf 24 Wochen bei bis zu hundertprozentiger Lohnfortzahlung (abhängig von der Anzahl Dienstjahre). Zudem erleichtert die BLKB ihren Mitarbeiterinnen den Wiedereinstieg nach dem Mutterschaftsurlaub durch eine gestaffelte Rückkehr. Väter können nebst dem gesetzlichen Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen zusätzlich unbezahlten Urlaub beziehen. (Werdende) Eltern profitieren überdies kostenlos von Dienstleistungen der externen Beratungsstelle FAMIES und oder der betrieblichen Sozialberatung von Proitera. FAMIES unterstützt Frauen durch gezielte und strukturierte Begleitung vor der Geburt bzw. während der Mutterschaftspause und hilft beim Wiedereinstieg ins Berufsleben.

Respektvoller Umgang miteinander

Unabhängig von den vielen Freiräumen, welche die Mitarbeitenden in der Ausübung ihrer Tätigkeiten und in Bezug auf die Arbeitsformen geniessen, setzt die Bank auch klare Grenzen zur Wahrung der persönlichen Integrität. Diskriminierung, Mobbing und sexuelle Belästigung werden nicht toleriert. Letzteres ist in den Allgemeinen Anstellungsbedingungen explizit festgehalten, die für alle Mitarbeitenden verbindlich sind. Die Geschäftsleitung bekennt sich klar zu einem respektvollen und umsichtigen Umgang unter den Mitarbeitenden. Sie setzt sich dafür ein, dass die persönlichen Grenzen jeder und jedes Einzelnen respektiert werden. Mitarbeitende in schwierigen Lebenssituationen (z. B. Konflikte am Arbeitsplatz, gesundheitliche Beschwerden, familiäre Herausforderungen, Sozialversicherungs- und Rentenfragen) können sich ausserdem kostenlos und vertraulich – auf Wunsch auch anonym – an eine externe Sozialberatungsstelle (Proitera) wenden. 2022 führt die BLKB intern eine Whistleblower Stelle ein.

Leistungen für Mitarbeitende

Zum Selbstverständnis als zukunftsorientierte Arbeitgeberin gehören für die BLKB ebenfalls attraktive und faire Vertragsleistungen für die Mitarbeitenden. In einem für die Region und Branche üblichen Gesamtrahmen bietet die BLKB Lohnmodelle mit fixen und variablen Bestandteilen. Mitarbeitende profitieren von attraktiven Personalkonditionen für bankeigene Produkte, beim Bezug von Kantonalbankzertifikaten und verschiedenen Angeboten Dritter. Die Bank übernimmt zudem Verantwortung für das Wohlergehen der Mitarbeitenden im Pensionsalter oder im Fall eines unglücklichen gesundheitlichen Ereignisses, indem sie Mitarbeitende in der Sozialversicherung überobligatorisch absichert (vgl. GRI 401-2).

Verantwortlichkeiten und Monitoring

Das Ressort HR & Organisationsentwicklung unterstützt die Geschäftsleitung bei der operativen Umsetzung der HR-Strategie. Die Personalkommission wirkt bei der Diskussion aktueller personalrelevanter Themen mit und vertritt die Interessen der Mitarbeitenden gegenüber dem Ressort HR & Organisationsentwicklung sowie der Geschäftsleitung. Die Mitglieder der Kommission stehen ausserhalb der Führungs- und Organisationsstruktur der Bank und arbeiten autonom im Auftrag der Mitarbeitenden. Anfragen seitens Mitarbeitenden an die Personalkommission werden absolut vertraulich und diskret behandelt. Die Kommission besteht aus fünf Mitgliedern. Diese werden für eine Amtsdauer von jeweils drei Jahren von den Mitarbeitenden gewählt.

Ihren Leistungsausweis als Arbeitgeberin und die Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden erhob die BLKB bislang mit Mitarbeitendenumfragen. Im Jahr 2021 wurde ein Konzept für «Pulsumfragen» erstellt, welche ab 2022 durchgeführt werden sollen. Eine Pulsumfrage ist eine kurze und regelmässige Umfrageart, um eine offene Feedbackkultur im Unternehmen zu fördern. Führungskräfte erhalten ausserdem Rückmeldungen zu ihrem Verhalten. Bedürfnisse und Hinweise von allgemeinem Charakter können jederzeit an die HR Business Partner weitergeleitet werden.

Auch Austrittsgespräche liefern wertvolle Optimierungshinweise. Übergreifend beurteilt die BLKB ihr Personalmanagement anhand relevanter Kennzahlen (Fluktuationsrate, Dienstalter, etc.; vgl. auch Kennzahlen der Zukunftsorientierung).

Ziele

Die BLKB äussert in den Zielsetzungen 2030 diverse Ambitionen in Bezug auf die Unternehmenskultur, ihre Mitarbeitenden und deren Aus- und Weiterbildung im Spezifischen:

  • Die Bank versteht Entwicklung als Investition in die Zukunft. Sie bietet ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Umfeld, in dem sie sich laufend weiterentwickeln können, und fördert deren Arbeitsmarktfähigkeit in jedem Alter.
  • Die Bank duldet keine Diskriminierung, behandelt alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleich und fördert gezielt die Diversität im Unternehmen.
  • Die Bank schafft attraktive Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben.
  • Die Bank hat ein langfristig ausgerichtetes, faires und transparentes Anreiz- und Vergütungssystem.
  • Die Bank hat ein zukunftsfähiges, attraktives Führungs- und Organisationsmodell.
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen ihre individuelle Verantwortung wahr und handeln nach den Werten und Grundsätzen der Bank.
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestalten das Engagement der Bank im Bereich Nachhaltigkeit aktiv mit. Die Bank schafft entsprechende Rahmenbedingungen und fördert den internen Dialog.
  • Nachhaltigkeit ist integrierter Bestandteil in Schulungen und Sensibilisierungsprogrammen.

Die BLKB hat sich das Ziel gesetzt, bis 2025 mindestens 30 Prozent Frauen in den Funktionsstufen 5 bis 7 (ohne Funktionsstufe 8, Geschäftsleitung) zu beschäftigen. Per 31. Dezember 2021 beschäftigte die BLKB 23 Prozent Frauen in den Funktionsstufen 5 bis 7. Gesamthaft gibt es 8 Funktionsstufen.

Massnahmen und Ergebnisse

Organisationsentwicklung und Kultur:

  • Kompetenz- und Personalplanung: In den Jahren 2019 und 2020 führten alle Geschäftsbereiche Workshops durch, um zukünftige Rollen und Kompetenzen der Mitarbeitenden zu definieren sowie Entwicklungspotenziale zu identifizieren. Infolgedessen wurde im Jahr 2021 eine Schulung für Führungskräfte zur strategischen Personalplanung eingeführt. Auf der Ebene der Mitarbeitenden werden ihre jeweiligen Rollen im Cockpit-Mitarbeitendendialog besprochen (vgl. GRI 404-3). Der Fachbereich HR & Organisationsentwicklung sammelt die strategisch notwendigen Kompetenzentwicklungsschwerpunkte und stellt basierend darauf ein passendes Ausbildungsangebot zusammen. Als Teil der HR-Strategie wird eine Human-Capital-Strategie inklusive klar definierter KPI für die Gesamtbank erarbeitet, welche die strategische Personalplanung umfasst.
  • Kultur: Der BLKB ist es mit diversen Massnahmen gelungen, die bereichsübergreifende Zusammenarbeit, ein integratives Arbeitsumfeld sowie den offenen und partnerschaftlichen Dialog gezielt zu fördern. Besonders hervorzuheben sind hier die Führungs- und Zusammenarbeitsprinzipien. Damit diese Informationen verstärkt gelebt und in der Kultur verankert werden, wurde im Berichtsjahr in zwei Abteilungen ein Prinzipien-Parcours zur Anwendung der Prinzipien im Arbeitsalltag durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine spielerische Vermittlung und Auseinandersetzung mit den Prinzipien im Alltag. Die Ausweitung des Parcours auf die Gesamtbank ist ab 2022 geplant. Zudem hat sich die BLKB als Praxispartnerin in einer Projektgruppe der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) engagiert, die Handlungsempfehlungen zur Begleitung der Mitarbeitenden im Rahmen des Transformationsprozesses in der BLKB erarbeitet hat.
  • Transparente Information: Dank der sogenannten Strategietalks wird innerhalb der Organisation mehr Fokus auf die Sinnvermittlung und eine bessere Verbreitung relevanter Informationen gelegt. Die wechselnden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Strategietalks unterstützen den Ansatz flacher Hierarchien.
  • Entscheidungsfreudigkeit: Die Stärkung der Entscheidungsfreudigkeit stand im Berichtsjahr mit Trainingseinheiten im Fokus der Leadership Academy. Die dritte Ausgabe des Mitarbeitendenmagazins hatte die Führungs- und Zusammenarbeitsprinzipien als Schwerpunkt.
  • Mitarbeitendendialog: Anfang 2021 wurde mit dem Cockpit ein neues Instrument zur Begleitung der strukturierten Dialoge zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften eingeführt (vgl. auch GRI 404).
  • Mitarbeitendenumfragen: Aus den Ergebnissen der Mitarbeitendenumfrage 2019 haben die Teams eigenständig Massnahmen ausgearbeitet und erfasst. Eine Massnahme war die wiederholte Befragung im Geschäftsbereich Strategie & Marktleistungen, weil es im Berichtsjahr zu grösseren organisatorischen Anpassungen kam. Ebenfalls wurden aus der Umfrage «Arbeiten während des Lockdowns» Unterstützungsmassnahmen abgeleitet und umgesetzt.

Arbeitsweisen und Arbeitsmodelle:

  • New Work und New Learning: Um das lebenslange Lernen zu unterstützen, setzt die BLKB einerseits auf formelle Aus- und Weiterbildungsangeboten und andererseits vermehrt auf individuelle Lern- und Entwicklungsmethoden und probiert agile Lernformen aus. Eine von der BLKB begleitete Studentengruppe der FHNW evaluiert neue selbstgesteuerte und kollaborative Lernmethoden, um die Kompetenzentwicklung bei der BLKB zukunftsorientiert zu gestalten.

Aus- und Weiterbildung:

  • CAS-Studiengang: Die BLKB bietet in Zusammenarbeit mit der Kalaidos Fachhochschule ihren Fachkräften einen eigenen CAS-Studiengang «Future Banking» an. Dieses Certificate of Advanced Studies bereitet die Teilnehmenden auf die Bankenwelt von morgen vor und fokussiert auf die dafür notwendigen Kompetenzen. Das CAS spricht explizit auch ältere Mitarbeitende an. Mitarbeitende ohne Hochschulabschluss können nach einer vertieften Dossier-Prüfung ebenso zugelassen werden. Im Sommer 2021 schlossen die ersten 14 Mitarbeitenden die Ausbildung erfolgreich ab. Gleichzeitig wurde die zweite Klasse mit elf Teilnehmenden gestartet. Mitarbeitende können zudem auch nur einzelne Modulen des CAS absolvieren.
  • Finanzberater-/Finanzplanerlehrgang: Im Rahmen der internen Ausbildungsinitiative zur Diplomierung von Finanzberaterinnen und -beratern nahmen im Jahr 2021 32 Mitarbeitende an den Finanzberaterlehrgängen teil. 29 Mitarbeitende, die 2021 zur Prüfung antraten, erhielten die Zertifizierung. Im Juni 2021 bejubelte die BLKB ausserdem die erfolgreichen neun Absolventen der ersten internen Finanzplanerklasse.
  • Ausbildungsprogramm für Lernende: Erneut haben zwei IT-Lernende im Berufsfeld Applikationsentwicklung 2021 ihre Lehrstelle angetreten. Ausserdem erweiterte die BLKB das Lehrstellenangebot um die Lehrberufe Mediamatiker/in und Fachmann/Fachfrau Betriebsunterhalt (Haustechnik). Für die beiden neuen Fachrichtungen wurden 2021 erstmals Lernende rekrutiert.

Vergütungssystem:

  • Das Berichtsjahr stand im Zeichen der Umsetzung der angepassten variablen Vergütung. Per April 2020 wurde auf Gesamtbankebene die Summe der fixen Vergütung angehoben und die variable Vergütung um rund die Hälfte reduziert. Im Berichtsjahr wurde diese Anpassung bei der variablen Entschädigung das erste Mal umgesetzt. Die Auszahlung der variablen Entschädigung im März 2021 für das Geschäftsjahr 2020 fiel damit plangemäss deutlich tiefer aus als im Vorjahr. Die Entlohnung ist für die Mitarbeitenden damit berechenbarer und bietet mehr Sicherheit. Gleichzeitig kann die BLKB ausserordentliche Leistungen weiterhin über die variable Vergütung honorieren.
  • Im Berichtsjahr wurden zudem die Weichen gestellt für ein noch stärker auf Langfristigkeit und Stabilität ausgerichtetes Vergütungssystem. Das Reglement über die Vergütungssysteme wird im Geschäftsjahr 2022 generell überarbeitet und im Speziellen hinsichtlich Nachhaltigkeitskriterien nach ESG überprüft. Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Vergütungssystem gehört zum Selbstverständnis der BLKB als zukunftsorientierte Bank. Weiter werden die Lohnnebenleistungen der Geschäftsleitung überarbeitet und die heutigen Geschäftsfahrzeuge ab Geschäftsjahr 2023 abgeschafft. Für eine noch bessere Vergleichbarkeit zwischen Funktionen und Organisationseinheiten arbeitet die BLKB seit November 2021 daran, alle Funktionen systematisch neu zu bewerten. Ziel der Neubewertung ist es, noch mehr Transparenz im Vergütungssystem zu schaffen und den Mitarbeitenden mögliche Karrierepfade aufzuzeigen.

Diversität und Chancengleichheit:

  • Benchmarking: Die HSG (Universität St. Gallen) bewertet in ihrem «Diversity Benchmark» insgesamt elf Schweizer Banken in Bezug auf «Gender». Die BLKB befand sich 2021 im Branchendurchschnitt.
  • In Kooperation mit der Eingliederungsstätte Baselland ESB prüft die BLKB den temporären Einsatz von externen, leistungsbeeinträchtigen Personen im Bereich Infrastruktur. Als regionale und zukunftsorientierte Bank möchte die Bank entsprechenden Personen in enger Zusammenarbeit mit der ESB eine Wiedereingliederung in den Berufsalltag ermöglichen.
  • Zusammenarbeit mit womenmatter/s zur Karriereförderung von jungen Frauen: In einem Pilotprojekt bekamen junge Frauen aus der BLKB die Möglichkeit, ihre nächsten Karriereschritte zu planen und die eigenen Kompetenzen zu stärken.

Covid-19-Krise:

Auch in diesem Berichtsjahr hat die Covid-19-Krise Unternehmen gezwungen, ihre Arbeitsweisen anzupassen und zu flexibilisieren. Mitarbeitende der BLKB arbeiteten vermehrt von zu Hause aus, auf virtuellen Plattformen und mit digitalen Arbeitsinstrumenten. Diverse Prozesse im Personalmanagement wurden in dieser Zeit weiterhin digitalisiert. Ausserdem wurden Unterstützungsmassnahmen für Mitarbeitende und Führungskräfte getroffen (vgl. auch Managementansatz in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheit in GRI 403):

  • Digitale Ausbildungen und Veranstaltungen: Im ersten Semester und gegen Ende des Berichtsjahrs wurde ein Grossteil der Ausbildungen und Trainings virtuell durchgeführt.
  • Themenspezifische Seminare und Informationen: Die BLKB reagierte auf die Herausforderungen der veränderten Arbeitsformen mit spezifischen Kursangeboten wie z. B. zum Thema «Selbstmanagement». Um der Fürsorgepflicht als Arbeitgeberin nachzukommen, hat HR & Organisationsentwicklung zudem ein Faktenblatt zu New-Work-Prinzipien erstellt. Unter dem Thema «Wie ihr das Homeoffice unbeschadet übersteht» finden sich Inputs zu den Themenbereichen Selbstmanagement, Meeting-Planung, Beziehungspflege, digitale Kommunikation und Sicherheit.
  • Hybride Zusammenarbeit: Auf der Zusammenarbeitsplattform der BLKB wurde ein Bereich geschaffen, welcher Führungskräfte bei der hybriden Zusammenarbeit unterstützt und mit digitalen Teamentwicklungsmassnahmen inspiriert.
  • Vereinfachter Umgang mit Covid-19-bedingten Absenzen: Die gelockerte Fristenregelung für Arztzeugnisse wurde auch im Berichtsjahr beibehalten.
Beurteilung des Managementansatzes
  • Benchmarking: Auf der Unternehmensbewertungsplattform kununu erhält die BLKB von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden Rückmeldung, wie sie die BLKB als Arbeitgeberin wahrnehmen. Mit einer Gesamtscore von 4,4 Punkten und einer Weiterempfehlungsrate von 94 Prozent gehört die BLKB zu den besten Arbeitgeberinnen in der Finanzindustrie.
  • Arbeitnehmermarkt: Bewerberinnen und Bewerber werden nach ihrer Zufriedenheit mit dem Vorgehen der BLKB im Rekrutierungsprozess befragt.
  • Zertifizierung «Fair-ON-Pay»: Über diese externe Zertifizierung wird die Einhaltung der Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern auf Basis einer Logib-Analyse nach Vorgaben des Bundes evaluiert und bestätigt.
  • Interne Revision: Die Personalmanagementprozesse werden regelmässig von der Internen Revision evaluiert. 

Vgl. auch Kennzahlen der Zukunftsorientierung.

401-1
a

Informationen zu Rekrutierung und Angestelltenfluktuation

Vgl. Kennzahlen der Zukunftsorientierung für Angaben zur Fluktuation sowie Gesamtzahl und Rate neuer Angestellter. Aufgrund der lokalen Tätigkeit der BLKB wird auf eine Aufschlüsselung nach Region verzichtet.

GRI 402: Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis

Vgl. Beschreibung des Managementansatzes in Bezug auf Beschäftigung in GRI 401.

402-1
a-b

Informationen zur Mindestmitteilungsfrist vor erheblichen betrieblichen Veränderungen

Die BLKB informiert Mitarbeitende möglichst frühzeitig über wesentliche betriebliche Änderungen wie beispielsweise Anpassungen der Organisationsstruktur.

Für vertragliche Änderungen werden mindestens die Fristen gemäss Vertragsvereinbarungen eingehalten.

GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (2018)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzung

Der BLKB ist das physische und psychische Wohlergehen ihrer Mitarbeitenden ein grosses Anliegen. Mit ihrem Wissen und Können sind die Mitarbeitenden die wichtigste Ressource der Bank. Nur wenige Geschäftstätigkeiten der Bank bringen Verletzungsgefahren mit sich. Es besteht jedoch die Gefahr, in Bedrohungssituationen zu geraten, beispielsweise durch Banküberfälle. Weiter kann die psychische Gesundheit durch ein stark belastendes Arbeitsumfeld beeinträchtigt werden. Deswegen gehört es zu den zentralen Aufgaben der BLKB, adäquate Präventionsmassnahmen zu ergreifen sowie Systeme und Prozesse zu definieren, die bei Vorkommnissen eine rasche Reaktion ermöglichen. Eine gute Gesundheit wirkt sich positiv auf die Zufriedenheit, Motivation und Leistung der Mitarbeitenden aus. Demzufolge sind ein wirksames betriebliches Gesundheitsmanagement und gesundheitsfördernde Massnahmen gleichermassen im Interesse der Mitarbeitenden und der BLKB.

Der Schwerpunkt der nachfolgenden Beschreibungen liegt auf dem wesentlichen Thema «Gesundheit am Arbeitsplatz» (vgl. wesentliche Themen). Mehr Informationen zur Prävention und Hilfeleistungen zum psychischen Wohlergehen finden sich im Managementansatz GRI 401 Beschäftigung.

Strategie, Prozesse und Instrumente

Die BLKB setzt alles daran, die physische und psychische Sicherheit der Mitarbeitenden zu garantieren. Die Standards im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheit gelten für alle Mitarbeitenden und basieren auf anerkannten Richtlinien der SUVA (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt), der BFU (Beratungsstelle für Unfallverhütung) oder der EKAS (Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit). Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Schutz der Mitarbeitenden mit besonderer Gefährdung, z. B. im Technischen Dienst. Zur raschen Reaktion bei medizinischen Notfällen werden an allen Standorten ausgewählte Mitarbeitende als Betriebssanitäterinnen und -sanitäter ausgebildet. Alle zwei Jahre absolvieren sie ein Wiederholungstraining, um ihr Wissen zu erweitern und sich rezertifizieren zu lassen.

Bankangestellte können auch in Bedrohungssituationen geraten, in denen ihre physische wie auch psychische Integrität akut gefährdet ist. Das Sicherheitskonzept der BLKB sieht daher zahlreiche Präventionsmassnahmen wie Gebäudeüberwachungssysteme oder automatische Polizeialarmierung vor. In Bedrohungssituationen wie im Falle eines Banküberfalls hat die Sicherheit der Mitarbeitenden oberste Priorität. In Raubüberfall- oder Handfeuerlöschkursen werden exponierte Mitarbeitende auf solche Situationen vorbereitet. In der schwierigen Zeit nach einem Vorfall übernimmt ein internes Careteam die Erstbetreuung der Mitarbeitenden bis zum Eintreffen eines professionellen externen Careteams. Dadurch soll die Verarbeitung des Geschehenen und die baldige Wiederaufnahme der Arbeit ermöglicht werden.

Die Covid-19-Pandemie hatte auch im Jahr 2021 erheblichen Einfluss auf das Sicherheitskonzept der BLKB (vgl. «Massnahmen und Ergebnisse» im gleichen GRI). Der Schutz der Mitarbeitenden wurde weiterhin sehr ernst genommen. Die bereits bestehenden Massnahmen wurden flexibel an die Situation angepasst. Die moderne IT-Infrastruktur der BLKB ermöglichte der Mehrheit der Mitarbeitenden eine rasche und unkomplizierte Verlegung des Arbeitsorts vom Büro nach Hause.

Verantwortlichkeiten und Monitoring

Das Ressort Integrale Sicherheit ist verantwortlich für das Sicherheitskonzept, welches unter anderem den Schutz der Mitarbeitenden umfasst. Sicherheitsbeauftragte vor Ort unterstützen die Umsetzung relevanter Richtlinien und die Weiterentwicklung der Managementsysteme. Sie identifizieren neue Gefahren oder melden Mängel an die Integrale Sicherheit, die ihrerseits Massnahmen erarbeitet und deren Umsetzung überprüft. Im Bereich der spezifischen Sicherheits- und Gesundheitsmassnahmen für die Mitarbeitenden arbeitet die Integrale Sicherheit eng mit dem Ressort HR & Organisationsentwicklung und den Führungskräften zusammen.

Ziele

Die Bank hat in den Zielsetzungen 2030 ihre Ambition in Bezug auf die Gesundheit am Arbeitsplatz formuliert: «Die Bank setzt alles daran, die physische und psychische Sicherheit und Integrität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten.»

Massnahmen und Ergebnisse

Das Berichtsjahr war wie im Vorjahr geprägt von der Covid-19-Krise. Die BLKB hat die Vorschriften und Empfehlungen von Bund und Kantonen stets eingehalten und weitere Massnahmen zum Wohl der Mitarbeitenden ergriffen:

  • Schutzmassnahmen in den BLKB Niederlassungen: Trotz Lockerungen ist die BLKB flexibel geblieben, hat ihre Massnahmen laufend überwacht und bei Bedarf der Situation angepasst. Manche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BLKB konnten aufgrund ihres Berufsprofils und ihrer Funktion nicht von zu Hause aus arbeiten. Die BLKB hat sichergestellt, dass die empfohlenen Mindestabstände an allen Standorten eingehalten werden konnten und erliess Vorgaben zur Maximalbesetzung von internen und öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten. Wo dies nur bedingt möglich war, wurden Plexiglasscheiben montiert. Weiter stehen den Mitarbeitenden Handschuhe und Desinfektionsmittelspender zur Verfügung. An den Eingängen der Bankgebäude wurden Besuchende auf die geltenden Schutzmassnahmen aufmerksam gemacht und es wurden Desinfektionsmittelspender aufgestellt.
  • Um die Ergonomie am Arbeitsplatz auch im Homeoffice zu gewährleisten, erhielten die Mitarbeitenden diverse Rabatte bei Firmen für Büromöbel und Büroausstattung.
  • Sozialer Austausch: Das Arbeiten von zu Hause aus birgt die Gefahr von sozialer Isolation. Zur Vorbeugung haben viele Teams beispielsweise digitale Kaffeepausen organisiert. Zudem führte die Bank im Jahr 2021 wieder vereinzelt Veranstaltungen vor Ort unter Einhaltung der Schutzmassnahmen durch.
  • Masken: Die Mitarbeitenden erhalten von der BLKB Masken zu ihrem Schutz.
  • Ausbildung: Um die Fähigkeit im Umgang mit herausfordernden Situationen zu stärken, führte die BLKB im CAS «Future Banking» (vgl. GRI 401) ein Modul zu den Themen Selbstmanagement und Resilienz ein. Ausserdem konnten sich die Mitarbeitenden im dritten Quartal für Kurse zum Aufbau von Kompetenzen im Bereich psychosoziale Nothilfe anmelden.
  • Covid-Impfung: Die Mitarbeitenden erhielten die Möglichkeit, sich während der Arbeitszeit gegen Covid-19 impfen zu lassen.
  • Grippeimpfung: Die BLKB übernimmt zudem die Kosten für die Grippeimpfung ihrer Mitarbeitenden.
  • Die BLKB hat folgende weitere Massnahmen für die Gesundheit am Arbeitsplatz vorangetrieben: Die BLKB hat in ihrem Intranet die Blog-Kampagne «zämme gsund» eingeführt. Bei dieser Gesundheitsinitiative erscheinen regelmässige Impulsbeiträge zu den Themen «Gesundheit», «Beziehungen», «Hoffnung und Optimismus», «Selbstmanagement» und «Selbstfürsorge». In diesem Zusammenhang hat die BLKB ihren Mitarbeitenden selbstgedrehte Videos zum Thema «Stressmanagement» zur Verfügung gestellt. Auch wurde basierend auf verschiedenen «zämme gsund»-Beiträgen ein gesundheitsfördernder Workshop zur Stärkung der Achtsamkeit von Mitarbeitenden für Mitarbeitende eingeführt.
Beurteilung des Managementansatzes
  • Analyse von Risiken im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheit: Die Risiken aus Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz fliessen in die Risikoanalyse der Gesamtbank ein (vgl. GRI 419).
  • Interne Revision im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheit: Massnahmen werden regelmässig in einem Audit durch das Ressort Interne Revision geprüft.
  • Meldungen an die Integrale Sicherheit: Die Integrale Sicherheit fungiert als unabhängige Instanz, bei der Meldungen zu möglichen Missständen gemacht werden können.
  • Evaluation mit externem Analyseinstrument: Die BLKB verfügte im Berichtsjahr über kein formales, ganzheitliches Gesundheitsmanagementkonzept. Zur Standortbestimmung führte die Bank 2020 das Self-Assessment von Friendly Workspace der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz durch. Die BLKB erzielte dabei ein gutes Ergebnis. Es zeigte sich, dass das Managementsystem, die ergriffenen Massnahmen sowie die Kultur der BLKB eine solide Grundlage für ein umfassendes Gesundheitsmanagement bilden. Die bereits bestehenden Gesundheitsförderungsmassnahmen wurden auch im Jahr 2021 durchgeführt (vgl. 403-6). 
403-1
a-b

Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Vgl. Managementansatz in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in GRI 403, inkl. Nennung relevanter Standards und Richtlinien.

403-2
a-b

Informationen über Verfahren zur Identifizierung, Bewertung und Meldung von Gefahren und Risiken sowie Untersuchung von Vorfällen

Vgl. Managementansatz in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in GRI 403.

403-3
a

Informationen zu medizinischen Diensten

Vgl. Managementansatz in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in GRI 403.

403-5
a

Informationen zu Schulungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Vgl. Managementansatz in Bezug auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in GRI 403.

403-6
a-b

Gesundheitsdienstleistungen und Programme zur Förderung der Gesundheit der Mitarbeitenden

Die Mitarbeitenden der BLKB sind gemäss Gesetz kranken- und unfallversichert (vgl. GRI 401-2).

Zu den freiwilligen Programmen und Initiativen zur Förderung der allgemeinen Gesundheit der Mitarbeitenden zählen beispielsweise bike to work, myChange oder die Check-up Days (Durchführung alle drei Jahre). Informationen zu gesundheitsfördernden Programmen sind allen Mitarbeitenden im Intranet zugänglich.

Vgl. Managementansatz in Bezug auf Beschäftigung in GRI 401 für weitere Informationen.

403-9 / 403-10

Informationen zu (arbeitsbedingten) Verletzungen und Erkrankungen der Mitarbeitenden

Das Verletzungs- und Erkrankungsrisiko im Finanzsektor ist im Vergleich zu anderen Branchen gering. Die BLKB weist Absenzen aufgrund von Krankheit sowie arbeitsbedingten und nicht arbeitsbedingten Unfällen aus (vgl. Kennzahlen der Zukunftsorientierung). Im Berichtsjahr kam es zu keinen arbeitsbedingten Todesfällen.

BLKB

Ausfälle nach Ursache

Vgl. Kennzahlen der Zukunftsorientierung.

BLKB

Umfang krankheits- und unfallbedingter Abwesenheiten

Vgl. Kennzahlen der Zukunftsorientierung.

GRI 404: Aus- und Weiterbildung (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf Aus- und Weiterbildung

Vgl. Beschreibung des Managementansatzes in Bezug auf Beschäftigung in GRI 401.

404-2
a

Informationen zu Art und Umfang der Weiterbildungsprogramme

Die BLKB fördert ihre Mitarbeitenden mit umfassenden Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Bank unterstützt alle Mitarbeitenden unabhängig von Funktionsstufe, Alter oder sonstigen individuellen Merkmalen bei ihrer persönlichen und fachlichen Entwicklung. Zudem ist die Bank eine wichtige Ausbildungsstätte für Lernende in der Region. Die Programme und Massnahmen zur Verbesserung der Kompetenzen der Mitarbeitenden sind ausführlich im Managementansatz in Bezug auf Beschäftigung in GRI 401 erläutert. Um das lebenslange Lernen zu unterstützen, setzt die BLKB einerseits auf formelle Aus- und Weiterbildungsangebote und andererseits vermehrt auf individuelle Lern- und Entwicklungsmethoden und testet agile Lernformen. Zu diesen gehören beispielsweise Web-Based Trainings, Mentoring- und Coaching-Programme oder die Teilnahme am internen Workshop «Skills 4.0», in dem die Zukunftskompetenzen der Mitarbeitenden gestärkt werden.

404-2
b

Programme zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit sowie zum Berufsausstieg aufgrund von Ruhestand oder Kündigung

Vgl. Managementansatz in Bezug auf Beschäftigung in GRI 401.

404-3
a

Informationen zur Leistungsbeurteilung der Mitarbeitenden

Mit allen festangestellten Mitarbeitenden führt die BLKB mehrmals jährlich Standortbestimmungsgespräche durch. Die Bank fördert zudem eine offene Feedbackkultur (vgl. GRI 401). Die wesentlichen Inhalte der Beurteilungs- und Zielgespräche werden intern dokumentiert. Mit dem sogenannten Cockpit wurde Anfang 2021 ein neues Instrument zur Begleitung des strukturierten Dialogs zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften eingeführt. Das Cockpit deckt die Perspektiven und Gesprächsinhalte zu den Themen «Meine Rolle», «Mein Beitrag» und «Meine Entwicklung» ab. Mitarbeitende und Vorgesetzte halten die gesetzten Leistungs- und Entwicklungsziele gemeinsam fest. Operative Führungspersonen wurden gezielt auf die Anwendung des Cockpits geschult. Das Tool findet regelmässig Anwendung und wird zum Erfahrungsaustausch rege genutzt.

BLKB

Rate der neu besetzten Stellen durch interne Kandidatinnen und Kandidaten

Im Berichtsjahr wurden 8,6 Prozent aller neuen Stellen mit internen Kandidatinnen und Kandidaten besetzt. 

BLKB

Anzahl Lernende und Praktikantinnen und Praktikanten

Vgl. Kennzahlen der Zukunftsorientierung.

GRI 405: Diversität und Chancengleichheit (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf Diversität und Chancengleichheit

Vgl. Beschreibung des Managementansatzes in Bezug auf Beschäftigung in GRI 401.

405-1
a-b

Diversität in den Kontrollorganen und in weiteren internen Angestelltenkategorien

Die Diversität im Bankrat und in der Geschäftsleitung gestaltet sich wie folgt (per 31.12.2021):

Bankrat nach Alter:

  • Mitglieder unter 30: 0 Prozent
  • Mitglieder zwischen 30 und 50: 28,6 Prozent
  • Mitglieder über 50: 71,4 Prozent

Bankrat nach Geschlecht:

  • Anteil Frauen: 28,6 Prozent
  • Anteil Männer: 71,4 Prozent

Geschäftsleitung nach Alter:

  • Mitglieder unter 30: 0 Prozent
  • Mitglieder zwischen 30 und 50: 83,3 Prozent
  • Mitglieder über 50: 16,7 Prozent

Geschäftsleitung nach Geschlecht:

  • Anteil Frauen: 16,7 Prozent
  • Anteil Männer: 83,3 Prozent

Die Aufschlüsselung der Mitarbeitenden nach Alter und Geschlecht sind in den Kennzahlen der Zukunftsorientierung aufgeführt.

405-2
a-b

Verhältnis des Grundgehalts und der Vergütung von Frauen und Männern

Das Verhältnis des Grundgehalts und der Vergütung von Frauen und Männern wird aus Gründen der Vertraulichkeit nicht ausgewiesen. Die BLKB setzt in diesem Bereich auf Analysen und Zertifizierungen durch unabhängige externe Expertinnen und Experten: Die Zertifizierung «Fair-ON-Pay» hat im Berichtsjahr die Einhaltung der Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern bei der BLKB bestätigt.

GRI 406: Diskriminierungsfreiheit (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf Diskriminierungsfreiheit

Vgl. Beschreibung des Managementansatzes in Bezug auf Beschäftigung in GRI 401.

406-1
a

Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums

Die BLKB hat keine Kenntnis derartiger Vorfälle im Berichtszeitraum.

GRI 413: Lokale Gemeinschaften (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf lokale Gemeinschaften

Vgl. Beschreibung des Managementansatzes in Bezug auf wirtschaftliche Leistung in GRI 201.

413-1
a

Massnahmen zur Einbindung lokaler Gemeinschaften, Folgenabschätzungen und/oder Förderprogramme

Die BLKB und ihr Geschäftsmodell sind auf Regionalität ausgerichtet und traditionell eng verbunden mit der Nordwestschweiz. Die Bank sieht sich als Partnerin der regionalen Gesellschaft und Wirtschaft. Sie verpflichtet sich zum Schutz der Umwelt und natürlicher Ressourcen. Die BLKB unterhält und pflegt unterschiedliche Engagements mit Partnern in der Schweiz, vor allem aber in der Nordwestschweiz. Im Berichtsjahr leistete die BLKB zusätzliche Beiträge und unterstützte diverse Initiativen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie.

Mitgliedschaften, Engagements und Massnahmen sind ausführlich in GRI 102-12, 201 (Managementansatz in Bezug auf wirtschaftliche Leistung) und 203-1 aufgeführt.

GRI 414: Soziale Bewertung der Lieferanten (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf soziale Bewertung der Lieferanten

Vgl. Beschreibung des Managementansatzes in Bezug auf Beschaffungspraktiken in GRI 204.

414-1
a

Angaben zu neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden

Vgl. GRI 308-1.

GRI 417: Marketing und Kommunikation (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf Marketing und Kommunikation

Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzung

Finanzprodukte können sehr komplex ausgestaltet sein, sodass deren Funktionsweise für Privat- oder Unternehmenskundinnen und -kunden manchmal schwierig zu erfassen ist. Gleichzeitig beeinflussen sie kurz- und insbesondere langfristig die finanzielle Sicherheit und das wirtschaftliche Wohlergehen der betroffenen Personen. Im Umkehrschluss kann die Insolvenz von Kundinnen oder Kunden für die Bank negative Folgen haben. Die Unternehmens- und Privatkundinnen und -kunden vertrauen zu Recht auf eine verantwortungsvolle Beratung in ihren Finanzangelegenheiten. Neben regulatorischen Vorgaben der Bankberatung spielen die individuelle finanzielle und persönliche Situation der Kundinnen und Kunden sowie deren Präferenzen eine grosse Rolle. Die Wichtigkeit der verantwortungsvollen Beratung bestätigte die Kundenumfrage der BLKB zum Thema Nachhaltigkeit im Jahr 2020. Darin wurden Qualität und faire Produkte als wichtigste Attribute einer Bank genannt.

Der Managementansatz und seine Bestandteile
Strategie, Prozesse und Instrumente

Die gesetzlichen Vorgaben zur Ausgestaltung von Finanzprodukten, zur Erbringung von Beratungsdienstleistungen sowie die geltenden Werberichtlinien geben die minimalen Anforderungen an die Produktentwicklung und -kommunikation der BLKB vor. Die BLKB stellt hierbei höchste Anforderungen an ihre Produkte, Dienstleistungen und die Beratungsqualität.

Die Bank optimiert laufend die bestehenden Produkte. Werden neue Produkte entwickelt, achtet die BLKB darauf, die Komplexität der Angebote auf ein Minimum zu reduzieren. Kundinnen und Kunden können somit die Mechanismen hinter den Leistungen einfacher verstehen bzw. beurteilen (vgl. GRI 201 für mehr Informationen zum Innovationsprozess). Durch kurze Prozesse profitiert unsere Kundschaft von einer raschen Bearbeitung ihrer Anliegen. Die BLKB betrachtet den ehrlichen und offenen Dialog als ihre Verpflichtung und als Basis vertrauensvoller Geschäftsbeziehungen (vgl. GRI 102-43). Diese Haltung, die in der Kommunikations- und Branding-Strategie verankert ist, gilt nicht nur für die Information zu Produkten und Dienstleistungen, sondern auch für die Medienarbeit im Allgemeinen sowie für die Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichterstattung im Speziellen.

Die Mitarbeitenden der BLKB stehen täglich im Austausch mit Privat- und Unternehmenskundinnen und -kunden sowie anderen Anspruchsgruppen. Eine gute Ausbildung ist grundlegend für eine professionelle Beratung, die letztlich Mehrwert für Kundinnen und Kunden schafft. Die BLKB will sich in diesem Bereich kontinuierlich verbessern und Qualitätsführerin sein. Ihre Mitarbeitenden durchlaufen regelmässige Schulungen und Weiterbildungen, um ihre Kundschaft bestmöglich über individuelle und flexible Lösungen zu informieren und zu beraten. Gleichermassen ist es für die BLKB wichtig, dem Gegenüber die Handlungs- und Denkweise der Bank zu vermitteln. Die individuelle Zielsetzung der Mitarbeitenden im Vertrieb – wie auch diejenige aller anderen Mitarbeitenden – beinhaltet Verhaltensziele, aber keine Verkaufsziele. Letztere werden bewusst nur auf Teamebene gesetzt.

Nebst den individuellen Fähigkeiten der Mitarbeitenden sind die Prozesse entscheidend. Die BLKB richtet ihre Beratungsprozesse entlang von Lebensereignissen aus, wie zum Beispiel dem Erwerb von Wohneigentum oder der Absicherung der Familie. Sie will damit die Ansprüche ihrer Kundschaft an eine umfassende Finanzdienstleistung in allen Lebenslagen erfüllen oder übertreffen. Alle Kundenberatenden sind gemäss der CertKB-Zertifizierung akkreditiert, welche die Bank gemeinsam mit externen Expertinnen und Experten konzipiert hat. Die Ausbildung vermittelt theoretisches Wissen und bietet eine Plattform für Praxisübungen. Alle drei Jahre wird die Zertifizierung der Kundenberatenden erneuert. Weiter wird der Erfolg durch praxisbezogene Trainings für Kundenberatende und individuelle Coachings für Führungskräfte gesteigert. Die Trainer und Coaches schulen die Mitarbeitenden kontinuierlich in relevanten Themen. Die BLKB ermöglicht ihren Mitarbeitenden zudem die Ausbildung zum diplomierten Finanzberater respektive zur Finanzplanerin mit eidgenössischem Leistungsausweis. Immer mehr Mitarbeitende schliessen diese Ausbildung ab. Damit stärkt die BLKB die Fach- und Methodenkompetenz und garantiert einheitliche und verbindliche Qualifikations- und Qualitätsstandards (vgl. auch GRI 401).

Verantwortlichkeiten und Monitoring

Produktmanager in den Bereichen Banking, Anlegen und Finanzieren verantworten die Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen der BLKB. Die Ausbildung der Kundenberatenden zu den Finanzlösungen läuft über die Kursangebote des Ressorts HR & Organisationsentwicklung. Mithilfe interner und externer Trainer und Coaches wird der Entwicklungspfad individuell zusammen mit den Mitarbeitenden festgelegt und von den verantwortlichen Führungskräften gesteuert. Zusätzlich bietet die BLKB produktspezifische Ausbildungen an. Darin ist auch ein Kurs zu nachhaltigem Anlegen enthalten (vgl. wesentliches Thema Anlage- und Kreditgeschäft). Das Ressort HR & Organisationsentwicklung dokumentiert und überprüft den Zertifizierungsstand der Kundenberatenden sowie den Ausbildungsgrad aller Mitarbeitenden.

Die Kundenzufriedenheit wird mittels unterschiedlicher Methoden an verschiedenen Kontaktpunkten wie z. B. dem Kundencenter, dem E-Banking oder den Bankfilialen abgefragt. Kundenfeedbacks können in einem internen Qualitätsmanagementsystem erfasst werden. Die Sammlung und Auswertung der Feedbacks übernimmt das Team des Ressorts Sales Performance Management. Stellt dieses eine Anhäufung gleichartiger Rückmeldungen fest, leitet das Team eine Untersuchung ein. Bei Meldungen mit signifikanten Risiken oder einer Gefährdung der Reputation reagiert die Bank sofort und nimmt allenfalls Kontakt mit den betroffenen Kundinnen und Kunden auf. Wenn erforderlich, geht das Sales Performance Management ebenso direkt auf betroffene Mitarbeitende oder Teams zu, um Kundenfeedbacks oder Beschwerden zu besprechen (vgl. auch «Beurteilung des Managementansatzes» im gleichen GRI).

Ziele

Die BLKB möchte ihren Unternehmens- und Privatkundinnen und -kunden die bestmöglichen Leistungen bieten und ist deshalb darauf bedacht, die Anzahl der Beschwerden zu reduzieren und die aufgekommenen Beschwerden bestmöglich zu bearbeiten.

Massnahmen und Ergebnisse

Wie auch in anderen Bereichen der Mitarbeitendenentwicklung (vgl. GRI 401) ist die BLKB von den Möglichkeiten und der positiven Wirkung gegenseitigen Lernens überzeugt. In der Kundenberatung unterstützt die Bank beispielsweise die Bildung sogenannter Beratungstandems. Hierbei begleiten Mitarbeitende aus Facheinheiten, zum Beispiel aus dem Anlagegeschäft, Kundenberatende zu Beratungsterminen. Das fördert die Kundenorientierung sowie die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und Kundinnen und Kunden profitieren direkt vom internen Fachwissen.

Im Aufbau befindet sich eine systematische Kundenzufriedenheitsmessung an allen relevanten Kundenkontaktpunkten. Im Berichtsjahr lag der Fokus insbesondere auf dem E-Banking.

Beurteilung des Managementansatzes
  • Kundenfeedback: Mündlich, über das Kundencenter oder in der schriftlichen Korrespondenz auf unterschiedlichen Kanälen erhält die BLKB Feedback von ihren Anspruchsgruppen. Rückmeldungen werden systematisch vom Ressort Sales Performance Management des Geschäftsbereichs Private Vermögens- und Finanzberatung ausgewertet. Der Bereich Customer Experience im Marketing berichtet bei Bedarf die wichtigsten Erkenntnisse an die Geschäftsleitung.
  • Messung der Kundenzufriedenheit: Eine Touchpointanalyse zur systematischen Erhebung und Auswertung von Kundenfeedbacks direkt nach einem Kontaktpunkt mit der BLKB befindet sich aktuell im Aufbau.
  • Kundenumfragen: Die BLKB führt regelmässig und gezielt quantitative sowie qualitative Umfragen bei Kundinnen und Kunden durch.
  • Kundeneinbindung: Konsumentinnen und Konsumenten (d. h. Kundinnen- und Nicht-Kunden) werden in Fokusgruppen eingeladen, um zu spezifischen Themen oder Produkt- und Dienstleistungsangeboten Feedback zu geben. Anlass hierfür kann beispielsweise die Transformation einer Filiale oder die Entwicklung eines Produktes sein.
  • Beschwerdemanagement: Die Erkenntnisse aus dem Beschwerdemanagement fliessen in die Organisation zurück und unterstützen den kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
  • Mystery Shopping: Die Qualität der Dienstleistungen und insbesondere der Beratung wird mittels Mystery Shopping sowie qualitativen Interviews mit Kundinnen und Kunden laufend überprüft.
  • Externe Ratings und Auszeichnungen: Aus Evaluationen von Drittparteien wie beispielsweise Comparis fliessen ebenfalls wertvolle Feedbacks an die BLKB zurück. Im Jahr 2021 hat die Bank in der Comparis-Umfrage zur Kundenzufriedenheit im Hypothekargeschäft eine gute Gesamtnote von 5,3 erreicht (vgl. auch GRI 201).
417-2
a-b

Informationen zu Verstössen im Zusammenhang mit Produkt- und Dienstleistungsinformationen

Der BLKB sind keine relevanten Verstösse gegen Vorschriften oder freiwillige Verhaltensregeln im Zusammenhang mit Produkt- und Dienstleistungsinformationen und deren Kennzeichnung bekannt.

417-3
a-b

Informationen zu Verstössen im Zusammenhang mit Marketing und Kommunikation

Aus Vertraulichkeitsgründen veröffentlicht die BLKB keine Informationen zu Bussgeldern, Sanktionen oder Mahnungen im Zusammenhang mit Verstössen gegen Vorschriften.

GRI 418: Schutz der Kundendaten (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf Schutz der Kundendaten

Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzung

Die hohe Relevanz des Datenschutzes ist dem Geschäftsmodell der BLKB inhärent. Sie findet im gleichnamigen wesentlichen Thema «Datenschutz» Ausdruck (vgl. wesentliche Themen). Die Bank verfügt über besonders schützenswerte Informationen ihrer Kundinnen und Kunden und untersteht dem Schweizer Bankkundengeheimnis. Das Tätigkeitsfeld birgt Reputations- und regulatorische Risiken im Falle einer Datenschutzverletzung. Der Datenschutz umfasst im Grundsatz alle personenbezogenen Daten, d. h. alle Angaben, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen. Zum verantwortungsbewussten Umgang mit sensiblen Informationen gehört sowohl deren Schutz vor unbefugten Zugriffen (online und offline sowie intern und extern) als auch die Transparenz darüber, für welche Zwecke Daten intern verarbeitet werden.

Der Managementansatz und seine Bestandteile
Strategie, Prozesse und Instrumente

Das Bundesgesetz über den Datenschutz, das Bankengesetz sowie die FINMA-Richtlinien zu operationellen Risiken in Banken und zu Bankkundendaten sind die massgebenden regulatorischen Grundlagen im Bereich Datenschutz. Diese und weitere Vorgaben werden in diverse interne Weisungen zu den Themen Datenschutz, IT- & Informationssicherheit, Schutz von Bankkundendaten, Sicherheit von elektronischen Kommunikationskanälen oder Klassifizierung von Informationen übersetzt. Die genannten internen Weisungen haben Gültigkeit für alle Personen mit Zugang oder Zugriff zu IT-Systemen und Daten. Jede und jeder Einzelne ist für deren Einhaltung verantwortlich. Die zentralen Inhalte der Weisungen werden in anschaulichen Dokumenten sowie im Intranet zusammengefasst und sind Teil des Verhaltenskodex der BLKB.

In der Kommunikation innerhalb und ausserhalb der Bank können sensible Bankkundendaten und andere Informationen an Unbefugte gelangen. Mitarbeitende sind daher angewiesen, etwa bei Gesprächen oder bei der Arbeit am Bildschirm auf ihre Umgebung zu achten. Am Telefon müssen Kundinnen und Kunden zweifelsfrei identifiziert werden. An der Schnittstelle zwischen dem Banknetzwerk und externen Netzwerken sind elektronische Kommunikationskanäle datenschutztechnisch besonders kritisch. Die BLKB gibt in einer internen Weisung spezifische Anweisungen zum Verhalten im Internet, zur Definition und Aktualisierung von Passwörtern sowie zum sicheren E-Mail-Verkehr. Alle Personen (einschliesslich externer Dienstleister) mit Zugang zu Bankkundendaten werden in einem obligatorischen E-Learning- Modul zum Thema IT- und Datensicherheit geschult. (Vgl. GRI 419 für nähere Informationen zu den verschiedenen E-Learnings.)

Um sich vor ungewollten Zugriffen zu schützen und die nötige Datensicherheit leisten zu können, setzt die BLKB auf bestmögliche technische Praktiken. Automatisierte Mechanismen melden auffälliges Verhalten in der IT-Landschaft der Bank. Doch nicht jeder Vorfall passiert im System oder wird von diesem erkannt. Daher sind die Mitarbeitenden angehalten, einen Verlust von Daten oder Zugriffe durch Unberechtigte unverzüglich zu melden. Dabei können sie sich an ihre Vorgesetzten, die Integrale Sicherheit oder den IT-Service-Desk wenden, welche die Vorfälle fachkundig bearbeiten.

Schützenswerte Informationen werden in die Kategorien «geheim», «vertraulich» und «intern» mit jeweils unterschiedlichen Sicherheitsvorkehrungen unterteilt. Diese Einteilung ist ein wichtiger Anhaltspunkt für Mitarbeitende zur korrekten Handhabung der Informationen beim Erhalt, in der Bearbeitung wie auch der Entsorgung oder Löschung. Unabhängig von der Klassifikation gilt die «Clear Desk Policy». Im Kern besagt diese, dass Mitarbeitende bei kurz- und langfristiger Abwesenheit vom Arbeitsplatz sensible Daten vor einfachen Zugriffen schützen müssen – beispielsweise indem sie die Bildschirmsperre aktivieren oder Unterlagen sicher in den dafür vorgesehenen Büromöbeln verschliessen.

Die Daten von Kundinnen und Kunden verwendet die BLKB im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben für die Unternehmens-, Segments- und Produktentwicklung. Die BLKB informiert transparent und verständlich über die Verwendung persönlicher Daten. Kundinnen und Kunden haben jederzeit die Möglichkeit, sich über die hinterlegten persönlichen Daten zu informieren. Die Datenschutzerklärung gilt für alle Geschäftsbereiche der Bank und ist auf dem Webauftrtt der BLKB einsehbar.

Verantwortlichkeiten und Monitoring

Die Integrale Sicherheit hat nicht nur den Schutz von Informationen, sondern auch von Personen, Vermögenswerten und Dienstleistungen zum Ziel (vgl. GRI 403 für nähere Informationen zum physischen Schutz der Mitarbeitenden). Die Vereinheitlichung an zentraler Stelle erlaubt eine ganzheitliche Sicht und die übergreifende Steuerung aller Sicherheitsbereiche. Die Integrale Sicherheit ist auch für die regelmässige Überprüfung des CID-Leitfadens (Client Identifying Data) zuständig, der die Handhabung von Bankkundendaten regelt.  Als unabhängige Kontrollstelle überprüft die Integrale Sicherheit zudem den Schutz der Bankkundendaten. Ein externer Anbieter überwacht das IT-System der BLKB und informiert die Integrale Sicherheit bei Vorkommnissen. Die gesammelten Daten dienen zur Verbesserung des Sicherheitsdispositivs. Im Risikoreport zu operativen Risiken berichtet die Integrale Sicherheit regelmässig über die Sicherheitsthemen der Bank an das Operational Risk Committee (vgl. GRI 419), welches der Aufsicht des Audit & Risk Committee des Bankrats untersteht.

Ziele

Ziel der BLKB ist es, Angriffe auf das bankinterne Netzwerk abzuwehren und Kundendaten bestmöglich zu schützen.

Massnahmen und Ergebnisse

Der Datenschutz wie auch das Bankkundengeheimnis geniessen bei der BLKB höchste Priorität. Im Oktober 2021 wurde die Vernehmlassung der Datenschutzverordnung abgeschlossen. Die bankinterne Umsetzung der revidierten Bestimmungen ist weit vorgeschritten, sodass die BLKB bereits vor dem Inkrafttreten notwendige Anpassungen umgesetzt haben wird. Unter anderem hat die BLKB ihre Pflicht bereits erfüllt, Anspruchsgruppen über die Nutzung und Bearbeitung von Daten zu informieren. Ebenso werden weiterhin Auskunftsbegehren von Kundinnen und Kunden unter Einhaltung der gesetzlichen Fristen beantwortet. Die hierfür eingerichteten Prozesse haben sich in der Praxis bewährt.

Beurteilung des Managementansatzes

Die Schutzmassnahmen werden von der Integralen Sicherheit stetig überprüft und dem sich wandelnden internen und externen Umfeld angepasst. Im Bereich Datenschutz werden dabei folgende Instrumente eingesetzt:

  • Versand von Phishing-E-Mails: Mehrmals jährlich versendet die BLKB absichtlich harmlose Phishing-E-Mails zur Sensibilisierung sowie Überprüfung der Wachsamkeit der Mitarbeitenden.
  • Technische Prüfung: Penetrationstests und Sicherheitsanalysen für Endgeräte, Server und Applikationen wie Avaloq (zentrales Banking-System), E-Banking oder Mobile Banking prüfen die Effektivität der IT-Sicherheitsmechanismen der BLKB.
  • Interne und externe Revision: Die internen und externen Revisionsstellen überprüfen die IT-Sicherheit und den Datenschutz in regelmässigen Abständen (z. B. Berechtigungsmanagement oder Geschäftskontinuität). In den Bereichen Datenmanagement, Governance und Sicherheit führte die interne Revision 2020 eine Prüfung durch.

Vgl. auch die Erläuterungen zum Datenschutz und der IT-Sicherheit im Geschäftsbericht auf S. 25 für weitere Informationen.

418-1
a-b

Informationen zu Beschwerden und Vorfällen im Zusammenhang mit dem Schutz der Kundendaten

Aus Vertraulichkeitsgründen veröffentlicht die BLKB keine Kennzahlen und detaillierten Angaben zu Beschwerden im Zusammenhang mit dem Schutz der Kundendaten sowie Fällen von Datendiebstahl und -verlusten.

GRI 419: Sozioökonomische Compliance (2016)
GRI Beschreibung Angaben und Referenz
103-1
103-2
103-3

Managementansatz in Bezug auf sozioökonomische Compliance

Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzung

Compliance, das heisst die Konformität mit finanzmarktspezifischen und sozioökonomischen Vorschriften, gehört zu den grundlegendsten Pflichten im Bankgeschäft. Zahlreiche gesetzliche Bestimmungen regeln die Geschäftstätigkeit von Finanzinstituten. Zu den wichtigsten Rahmenwerken für die BLKB gehören das Kantonalbankgesetz, das Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen, FINMA- und Bankvereinigungsbestimmungen sowie die Vorschriften der SIX Swiss Exchange. Allfällige Compliance-Verstösse wirken sich nicht nur negativ auf die Reputation der betroffenen Bank, sondern auch auf die öffentliche Meinung zur gesamten Branche aus. Aufgrund ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung für den Kanton Basel-Landschaft würden sich solche Vorkommnisse bei der BLKB – je nach Schweregrad – mit grosser Wahrscheinlichkeit auch negativ auf den Kanton bzw. die gesamte Region Nordwestschweiz auswirken.

Der Überbegriff Compliance umfasst neben den finanzmarktspezifischen Regeln auch arbeitsrechtliche Themen (vgl. GRI 401) sowie wettbewerbswidriges Verhalten oder Korruption inkl. Geldwäscherei (vgl. GRI 205 und GRI 206). Bezüglich Letzterer sind Banken aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit exponierter als andere Branchen. Gesellschaft und Politik stellen folglich sehr hohe Anforderungen an das bankinterne Risikomanagement.

Nachfolgend werden die Aspekte zum wesentlichen Thema «Riskmanagement, Compliance und Integrität» zusätzlich zu den Inhalten im Corporate Governance-Bericht (vgl. Geschäftsbericht 2021, S. 31) beschrieben. Details zum Risikomanagement an der Schnittstelle zu Dienstleistern und Lieferantinnen und Lieferanten sind in GRI 204 aufgeführt.

Der Managementansatz und seine Bestandteile
Strategie, Prozesse und Instrumente

Die BLKB ist sich ihrer oben beschriebenen Verantwortung bewusst. Für die Bank geht Compliance deshalb über die reine Gesetzeskonformität hinaus. Auch im Verhaltenskodex der Bank, der ihre Grundwerte beschreibt, ist dies festgehalten. Darin bekennt sich die Bank zur konsequenten Bekämpfung der Geldwäscherei, der Finanzierung von Terror sowie zur Vermeidung von Interessenskonflikten und Korruption. Sie untersagt jegliche Art von wettbewerbswidrigem Verhalten, aktiver Beihilfe zur Kapitalflucht und zur Steuerhinterziehung. Weitere zentrale Regelwerke sind die Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken sowie die Weisungen bezüglich Geldwäscherei, Bankgeschäften des Personals und Weisungs- und Regelverstössen. Mitarbeitende werden über diese Regelwerke angewiesen, die Plausibilität finanzieller Geschäfte und Transaktionen stets kritisch zu hinterfragen.

Diese Verhaltensregeln dienen dem Schutz der Reputation und sind deshalb integraler Bestandteil der Anstellungsbedingungen aller Mitarbeitenden. Die BLKB bekennt sich deutlich, keinerlei Kompromisse bezüglich ihrer Compliance und ihrer Reputation zu machen. Eine Verletzung des Verhaltenskodex kann demnach je nach Schweregrad unterschiedliche disziplinarische Massnahmen nach sich ziehen. Unter Umständen kann diese sogar zur Einschaltung der Strafverfolgungs- und Aufsichtsbehörden führen.

Neue Mitarbeitende erhalten im Rahmen der Einführungstage («Willkommen im Team») eine Einführung in den Verhaltenskodex der Bank. Im Anschluss müssen sie innert der ersten drei Monate nach Anstellungsbeginn ein obligatorisches E-Learning-Modul zur Wiederholung und Vertiefung der Compliance-Regeln absolvieren. Mitarbeitende mit Kundenkontakt durchlaufen zusätzliche Ausbildungssequenzen wie beispielsweise in Bezug auf Bestechung. Die bankinterne Aufbau- und Ablauforganisation unterstützt die Mitarbeitenden in der täglichen Arbeit bei der Einhaltung des Verhaltenskodex und der Risikobewirtschaftung. Automatisierte und im System hinterlegte Prüfungen helfen bei der Erkennung von Fehlern oder Unstimmigkeiten. In einem zentralen Portal sind ausserdem wichtige Prozesse für alle zugänglich dokumentiert.

Alle Mitarbeitenden sind zur Einhaltung der Verhaltensregeln verpflichtet. Der Bankrat beaufsichtigt die Geschäftstätigkeit der Bank im Allgemeinen und der Geschäftsleitung im Speziellen. Die Mitglieder des Aufsichtsgremiums müssen einem hohen und differenzierten Anforderungsprofil entsprechen. Die BLKB hält sich dabei insbesondere an die FINMA-Bestimmungen zur Corporate Governance in Banken gemäss Rundschreiben 2017/1, das die Grenzen der Organe der BLKB definiert. Die BLKB gewährleistet so eine strikte Trennung der Gewalten. So ist beispielsweise kein operatives Geschäftsleitungsmitglied Teil des achtköpfigen Bankrats (vgl. Corporate Governance-Bericht im Geschäftsbericht, S. 31).

Verantwortlichkeiten und Monitoring

Der Geschäftsleitung obliegt es, durch die nötigen Strukturen eine Kultur zu schaffen, die Integrität und verantwortungsvolles Verhalten fördert. Unterstützt wird das Führungsgremium dabei von internen Fachkräften in den Bereichen Corporate Governance, Risikomanagement sowie Personalmanagement. Neben finanziellen Risiken sind auch System-, Reputations- und Compliance-Risiken Bestandteil des integralen Risikomanagements der BLKB. Der Risikokatalog bildet für die Bank wesentliche Risiken ab. Jährlich findet eine Beurteilung der Risiken und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit durch den Bankrat statt (vgl. Erläuterungen zur Geschäftstätigkeit im Geschäftsbericht, S. 67). Mit der Risikopolitik definiert der Bankrat Limiten, die bei verschiedenen Risikopositionen nicht überschritten werden dürfen. Unabhängige Risikokontrollen unter der Leitung des Chief Risk Officer überwachen mit geeigneten Instrumenten und periodischen Risk Assessments die Wirksamkeit der Managementansätze. Ergebnisse werden im standardisierten Berichtswesen regelmässig und adressatengerecht aufbereitet. Somit werden einerseits die relevanten operativen Gremien (Operational Risk Committee, Sicherheitsausschuss, Kreditausschuss) sowie der Bankrat und dessen Gremien (z. B. Audit and Risk Committee) in angemessener Form und zeitgerecht über die Risikosituation der Bank informiert. Andererseits wird das Meldewesen an die FINMA oder an die Schweizerische Nationalbank sichergestellt.

Vgl. Anhang zur Jahresrechnung im Geschäftsbericht (S. 67) für nähere Informationen sowie das zusätzliche Thema verantwortungsvolles Kredit- und Anlagegeschäft zum Risikomanagement im Kredit- und Anlagegeschäft.

Ziele

Mit dem Compliance- und Risikomanagement verfolgt die Bank das Ziel, weder unverhältnismässige Risiken einzugehen noch gegen Gesetze und Standesnormen zu verstossen.

Massnahmen und Ergebnisse

Im Berichtsjahr gab es keine Ereignisse oder Unregelmässigkeiten, die wesentliche Neuerungen oder Massnahmen im Compliance- und Risikomanagement bedingten.

Beurteilung des Managementansatzes
  • Internes Kontrollsystem: Die BLKB unterhält ein Internes Kontrollsystem mit den Bestandteilen Reporting, Kontrollmassnahmen in Prozessen, Risikobeurteilung sowie Unternehmenskultur, um die Einhaltung von Regeln sicherzustellen und allfällige Schäden aufgrund von Fehlverhalten zu begrenzen.
  • Risikoreport: Zweimal im Jahr informieren die Risikokontrollinstanzen der Bank die Geschäftsleitung und den Bankrat über allfällige Compliance-Vorfälle, über die Einhaltung der Risikopolitik sowie über weitere Erkenntnisse des Risikomanagements.
  • Audit and Risk Committee: Das Audit and Risk Committee setzt sich aus drei Mitgliedern des Bankrats zusammen. Es beaufsichtigt als unabhängiges und objektives Organ die finanzielle Berichterstattung, die Integrität der Finanzabschlüsse, das Rahmenkonzept für das institutsweite Risikomanagement und die Ansätze der internen Kontrollen.
  • Operational Risk Committee: Das Operational Risk Committee setzt sich aus internen Expertinnen und Experten zusammen und bespricht in quartalsweisen Abständen die Risiken, die sich aus dem operativen Geschäft ergeben. Das Gremium untersteht dem Chief Risk Officer. Es rapportiert über den Chief Risk Officer an den Sicherheitsausschuss, welcher aus zwei Mitgliedern der Geschäftsleitung besteht.
  • Interne Revision: Die Interne Revision überprüft laufend die Qualität und Wirksamkeit der Geschäftsprozesse der BLKB. Dabei liegt der Fokus unter anderem auf den Risikoaspekten.
  • Interne Meldungen: Meldungen von Mitarbeitenden via Vorgesetzte, das Ressort HR & Organisationsentwicklung oder die Compliance-Abteilung geben Hinweise auf Verbesserungspotenzial und mögliches Fehlverhalten.
  • Externe Revision: Die externe Revision überprüft die Einhaltung externer Regularien sowie den Umgang mit Compliance und die Funktionsweise der Managementansätze sowohl rollierend als auch im Rahmen der ordentlichen jährlichen Audits.
  • Ratings: Punktuell informiert sich die BLKB via unabhängige Ratingagenturen zu externen Beurteilungen ihrer Corporate Governance.
419-1
a-c

Informationen zu Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich

Informationen zu Bussgeldern und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich werden aus Vertraulichkeitsgründen nicht veröffentlicht.

Kennzahlen

Kennzahlen im Wirkungsfeld «Gesellschaft»

Aspekt

 

Erfassungs- qualität

 

GRI- Standard

 

Einheit

 

2021

 

2020

 

2019

 

2018

 

2017

Ausschüttung an den Kanton Basel-Landschaft

 

Hoch (3)

 

201-1

 

Mio. CHF

 

60,2

 

60,1

 

60,1

 

60

 

60

Hypothekarausleihungen insgesamt

 

Hoch (3)

 

201

 

Mia. CHF

 

21,7

 

20,5

 

19,6

 

18,7

 

18,2

Hypothekarausleihungen im Einzugsgebiet Nordwestschweiz

 

Hoch (3)

 

201

 

Prozent

 

91

 

91

 

92

 

92

 

93

Übrige Ausleihungen insgesamt (inkl. Kredite an Unternehmen)

 

Hoch (3)

 

201

 

Mia. CHF

 

2,3

 

1,7

 

1,5

 

1,4

 

1,3

Übrige Ausleihungen im Einzugsgebiet Nordwestschweiz (inkl. Kredite an Unternehmen)

 

Hoch (3)

 

201

 

Prozent

 

47

 

50

 

50

 

46

 

49

Volumen eigener, nachhaltig verwalteter Fonds und strukturierte Produkte 1

 

Hoch (3)

 

Zusatz

 

Mia. CHF

 

2,4

 

1,6

 

1,1

 

0,7

 

480,4

Volumen nachhaltiger Vermögensverwaltungsmandate

 

Hoch (3)

 

Zusatz

 

Mia. CHF

 

2,9

 

2,4

 

 

 

Auftragsvergaben in der Nordwestschweiz

 

Hoch (3)

 

204-1

 

Mio. CHF

 

34,8

 

29,2

 

31,9

 

 

Sponsoring-Engagement

 

Hoch (3)

 

201

 

Mio. CHF

 

2,3

 

1,4

 

1,5

 

 

Engagement über BLKB-Stiftung für Kultur und Bildung

 

Hoch (3)

 

201

 

CHF

 

340 000

 

466 000

 

420 000

 

 

Kennzahlen im Wirkungsfeld «Mensch»

Aspekt

 

Erfassungs- qualität

 

GRI- Standard

 

Einheit

 

2021

 

2020

 

2019

 

2018

 

2017

Personalbestand, inkl. Stundenlohnangestellte

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Anzahl

 

879

 

848

 

810

 

802

 

786

Vollzeitstellen (FTE)

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Anzahl

 

756

 

710

 

687

 

685

 

673

Frauenanteil Gesamtbank 2

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Prozent

 

44,3

 

48,8

 

44,2

 

44,3

 

44,9

Frauenanteil Bankrat

 

Hoch (3)

 

405-1

 

Prozent

 

28,5

 

38,0

 

38,0

 

 

Frauenanteil Geschäftsleitung

 

Hoch (3)

 

405-1

 

Prozent

 

17,0

 

17,0

 

0

 

0

 

0

Anteil Frauen Funktionsstufe 1–3 3

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Prozent

 

67,5

 

66,5

 

67,0

 

68,0

 

67,2

Anteil Frauen Funktionsstufe 4–5 3

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Prozent

 

35,0

 

31,5

 

31,0

 

29,5

 

30,3

Anteil Frauen Funktionsstufe 6–7 3

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Prozent

 

10,2

 

12,0

 

10,7

 

11,5

 

9,7

Frauen im Teilzeitpensum 4 (Vergleich zum Personalbestand) 3

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Prozent

 

22,4

 

22,0

 

22,0

 

20,9

 

22,1

Frauen im Teilzeitpensum 4 (Vergleich zu allen Frauen)

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Prozent

 

50,5

 

49,6

 

49,7

 

47,2

 

49,3

Männer im Teilzeitpensum 4 (Vergleich zum Personalbestand) 3

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Prozent

 

7,0

 

7,0

 

6,4

 

6,0

 

3,9

Männer im Teilzeitpensum 4 (Vergleich zu allen Männern)

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Prozent

 

12,6

 

13,2

 

11,4

 

10,8

 

7,1

Anteil Mitarbeitende unter 30 Jahren

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Prozent

 

22,8

 

20,5

 

21,5

 

21,1

 

18,7

Anteil Mitarbeitende von 30–50 Jahre

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Prozent

 

45,0

 

41,7

 

41,2

 

41,6

 

42,1

Anteil Mitarbeitende über 50 Jahre

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Prozent

 

32,2

 

32,1

 

31,9

 

30,3

 

31,8

Anzahl Lernende

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Anzahl

 

35

 

31

 

27

 

28

 

29

Anzahl Praktikanten

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Anzahl

 

12

 

11

 

12

 

14

 

14

Neueinstellung Frauen

 

Hoch (3)

 

401-1

 

Anzahl

 

55

 

47

 

48

 

 

Neueinstellung Männer

 

Hoch (3)

 

401-1

 

Anzahl

 

69

 

62

 

63

 

 

Neueinstellung von Mitarbeitenden unter 30 Jahren

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Anzahl

 

55

 

57

 

67

 

 

Neueinstellung von Mitarbeitenden 30–50 Jahre

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Anzahl

 

52

 

40

 

36

 

 

Neueinstellung von Mitarbeitenden über 50 Jahre

 

Hoch (3)

 

102-8

 

Anzahl

 

17

 

12

 

8

 

10

 

5

Absenzen aufgrund Krankheit

 

Hoch (3)

 

403-2

 

Anzahl Tage

 

5 079

 

3 200

 

3 405

 

4 407

 

3 881

Absenzen aufgrund Berufsunfall (Personalbestand)

 

Hoch (3)

 

403-2

 

Anzahl Tage

 

36

 

0

 

1

 

9

 

20

Absenzen aufgrund Nichtberufsunfall (Personalbestand)

 

Hoch (3)

 

403-2

 

Anzahl Tage

 

436

 

534

 

618

 

586

 

394

Natürliche Fluktuation 5

 

Hoch (3)

 

401-1

 

Prozent

 

5,6

 

5,3

 

6,3

 

5,3

 

5,0

Kennzahlen im Wirkungsfeld «Umwelt»

Aspekt

 

Erfassungs- qualität

 

GRI- Standard

 

VfU- Nr.

 

Einheit

 

2021

 

2020

 

2019

 

2018

 

2017

Heizgradtagzahl

 

 

 

302-1

 

 

 

HGT

 

3 058

 

2 508

 

2 720

 

2 620

 

2 870

Gebäudeenergie (total) 6

 

Hoch (3)

 

302-1

 

1

 

MJ/FTE

 

21 076

 

21 984

 

23 813

 

26 282

 

27 713

– Strom

 

Hoch (3)

 

302-1

 

 

 

MJ/FTE

 

11 187

 

12 264

 

13 993

 

15 036

 

16 027

– Heizenergie

 

Hoch (3)

 

302-1

 

 

 

MJ/FTE

 

9 889

 

9 719

 

9 820

 

11 246

 

11 686

Geschäftsreisen

 

Gut (2)

 

302-2

 

2

 

km/FTE

 

879

 

941

 

1 192

 

1 129

 

1 086

Direkte und indirekte Treibhausgas- emissionen (total) 6,7

 

 

 

305

 

7

 

kg CO 2 e/FTE

 

1 063

 

871

 

933

 

942

 

981

– Direkte Treibhausgasemissionen

 

 

 

305-1

 

7a

 

kg CO 2 e/FTE

 

240

 

267

 

292

 

254

 

272

– Indirekte Treibhausgasemissionen

 

 

 

305-2

 

7b

 

kg CO 2 e/FTE

 

371

 

235

 

237

 

284

 

297

– Sonstige indirekte Treibhausgasemissionen

 

 

 

305-3

 

7c

 

kg CO 2 e/FTE

 

452

 

369

 

404

 

404

 

418

Abfall (total)

 

Hoch (3)

 

306-3

 

 

 

kg/FTE

 

161

 

196

 

232

 

211

 

211

– Recycling

 

Hoch (3)

 

306-3

 

 

 

kg/FTE

 

93

 

99

 

130

 

130

 

133

– Verbrennung

 

Hoch (3)

 

306-3

 

 

 

kg/FTE

 

68

 

97

 

102

 

81

 

79

– Deponie

 

Hoch (3)

 

306-3

 

 

 

kg/FTE

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

– Sonderabfall

 

Hoch (3)

 

306-3

 

 

 

kg/FTE

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

1 Ab 2018 inkl. eigener, nachhaltig verwalteter Vorsorgefonds. Ab 2021 inkl. strukturierte Produkte.

2 Anteile in den Kennzahlen zu den Mitarbeitenden sind jeweils im Vergleich zum Headcount (HC) am 31. Dezember des Berichtsjahrs ausgewiesen.

3 Stufensystem: 1–3 = tiefere Funktionsstufen; 4–5 = mittlere Funktionsstufen; 6–7 = höhere Funktionsstufen

4 Pensum von 85 Prozent oder weniger

5 Fluktuation exklusive Arbeitgeberkündigung, Pensionierungen, Schwangerschaften und Todesfälle

6 Den betriebsökologischen Kennzahlen zur Gebäudeenergie und den Treibhausgasemissionen liegt der Personalbestand (in FTE) per Stichdatum 31. Dezember des Berichtsjahrs zugrunde.

7 Die Treibhausgasemissionen berechnen wir nach den Richtlinien des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU-Kennzahlen) sowie den GRI-Standards. Damit werden nicht nur die von uns direkt emittierten Klimaschadstoffe (Scope 1) erfasst, sondern auch die, die im Kraftwerk oder Fernheizwerk (Scope 2) und durch die vor- oder nachgelagerten Aufbereitungs- und Entsorgungsstufen (Scope 3) entstehen. Bei den sonstigen indirekten Treibhausgasemissionen (GRI 305-3) werden neben dem Geschäftsverkehr (Automobil, Bahn, Flugzeug) ausserdem Emissionen im Zusammenhang mit dem Papier- und Wasserverbrauch sowie dem Abfallaufkommen berücksichtigt. Ausgewiesen werden die Treibhausgasemissionen als CO 2 e. Die Vorjahreswerte wurden rückwirkend an die neuste Version der VfU-Richtlinien angepasst und sind somit nicht direkt mit den veröffentlichten Zahlen in den vergangenen Nachhaltigkeitsberichten vergleichbar.

Definition der Erfassungsqualitäten nach VfU 2015
(3) Daten basieren auf exakten Messungen
(2) Daten basieren auf Hochrechnungen
(1) Daten basieren auf Schätzungen

Legende

CO2 = Kohlendioxid
CO2e = Kohlendioxid-Äquivalente
ESG = Environmental, Social and Governance (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung)
FTE = Full Time Equivalent (Vollzeitstellen)
HC = Head Count (effektive Anzahl Mitarbeitende)
HGT = Heizgradtagzahl
MJ = Megajoule

Die Zukunft braucht uns alle

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